Gesundheit
Wenn die Seele weint

An trüben, dunklen Tagen leiden viele Menschen an Verstimmungen, Müdigkeit oder Antriebslosigkeit. Solche gelegentlichen Stimmungstiefs gelten als absolut normal und werden meist durch das Schlafhormon Melatonin verursacht.

Donnerstag, 20.07.2017, 04:26 Uhr aktualisiert: 20.07.2017, 16:01 Uhr
Gesundheit : Wenn die Seele weint
Foto: colourbox.de

Hält dieser Zustand der verlorengegangenen Vitalität allerdings länger an und die innere tiefe Traurigkeit hat Betroffene fest im Griff, dann kann dahinter auch eine ernstzunehmende Krankheit stecken. Die Grenzen zwischen einer seelischen Verstimmung und einer Depressionen verschwimmen anfangs und die Erkrankung selbst ist für Laien nur schwer erkennbar.

Schon depressiv oder nur traurig?

Rentenversicherungsträger sowie Krankenkassen weisen darauf hin, dass immer mehr Menschen an einer Depression erkranken. Statistisch gesehen, betrifft die Krankheit mittlerweile jeden 10. Bundesbürger. Mediziner und Fachleute allerdings halten dagegen. Galten psychische Krankheiten früher eher als verpönt, so finden Betroffene heute viel schneller den Weg zum Arzt - die Krankheit ist in der Gesellschaft angekommen. Gesunde Menschen besitzen die Kraft sich eigenständig aus einer Verstimmung zu lösen. An einer Depression Erkrankte finden nicht mehr den Weg zurück in den Alltag. Sie verfallen in eine Art Starre und alltägliche Dinge bringen sie an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Innere sowie soziale Vereinsamung bis hin zu Suizidgedanken können die Folge sein.

Hoffnung für Betroffene

Vielen Betroffenen macht nicht nur die Krankheit selbst Angst, sie haben auch Vorbehalte gegenüber der Einnahme von Psychopharmaka . Dem therapeutischen Effekt gegenüber stehen unzählige Nebenwirkungen bzw. bei längerer Einnahme die Risiken einer Abhängigkeit. Wer auf chemische/synthetische Präparate verzichten möchte, der kann auf rein pflanzliche Antidepressiva zurückgreifen. Das echte Johanniskraut galt schon immer als gelber Stimmungsaufheller. Damit es bei leichteren oder mittleren Depressionen in kürzester Zeit seine volle Wirkung entfalten kann, muss es jedoch hoch dosiert (900 mg/Tag) eingenommen werden. Die bekannten Johanniskrauttees aus der Apotheke oder Drogerie enthalten eine zu geringe Dosis an Wirkstoffen. Laut einer wissenschaftlichen Studie erzielen sie nur einen Placebo-Effekt. Die Frankfurter Rundschau griff bereits 2009 das Thema "Hochdosiertes Johanniskraut" auf http://www.fr.de/wissen/medizin-johanniskraut-hat-seine-unschuld-verloren-a-1096451 und erklärte sehr detailliert, warum die Apothekenpflicht für den hochdosierten Wirkstoff eingeführt wurde.

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