Di., 13.03.2018

Gesundheit Meditieren für Anfänger: Einfache Tipps für mehr Ausgeglichenheit

Gesundheit: Meditieren für Anfänger: Einfache Tipps für mehr Ausgeglichenheit

Foto: Picabay.com

Wer hat sich nicht schon einmal mehr Geduld gewünscht oder sich über seine zu kurze Aufmerksamkeitsspanne und ähnliche Probleme geärgert? Tatsächlich können diese Eigenschaften überwunden werden, indem man regelmäßig meditiert. Denn beim Meditieren werden nachweislich innere Ruhe und Ausgeglichenheit gefördert.

Wozu meditieren?

Viele Menschen sind nahezu täglich im Stress, sei es aus beruflichen oder privaten Gründen. Auf Dauer beeinflusst Stress die Gesundheit negativ: Schlafmangel, Gereiztheit, Antriebslosigkeit oder auch Übergewicht sind nur einige der Nebenwirkungen, die Dauerstress haben kann.

In der Meditation nimmt man sich aktiv eine kleine Auszeit und lernt, Körper und Geist von außen zu betrachten. Durch tiefe Atemzüge und bewusstes Innehalten beruhigt sich der Herzschlag und man entwickelt dauerhaft die Fähigkeit, schneller in einen entspannten Zustand zu finden. So steigt langfristig die Stresstoleranz.

Wie geht Meditation? Tipps für Anfänger

Einmal zwanzig Minuten stillsitzen und atmen und schon ist man ausgeglichen wie nie zuvor: Ganz so einfach geht es leider nicht. Wer der Meditation aber eine Chance geben möchte, findet mit ein paar kleinen Tricks leichter in die Praxis.

Den Ort richtig wählen

Beim Meditieren wird eine Körperhaltung über einen längeren Zeitraum beibehalten. Es geht darum, vollständig zur Ruhe zu kommen. Dementsprechend wichtig ist es, das richtige Umfeld zu finden, was Temperatur und Geräuschkulisse betrifft.

Die Meditation sollte also idealerweise an einem Ort stattfinden, der nicht zu warm und nicht zu kalt ist. Wer schon lange meditiert, hat zwar gelernt, das Temperaturempfinden auszublenden, doch Anfängern dürfte es schwerfallen, Hitze oder Kälte einfach zu ignorieren. Auch der Geräuschpegel spielt eine große Rolle. Wer keine Erfahrung mit Meditation hat, sucht sich deshalb am besten einen möglichst ruhigen Ort. Straßenlärm, laute Musik, Fernseher etc. lenken ab.

Die richtige Sitzhaltung finden

Mehrere Minuten still in einer Position zu verharren, kann mühsam werden, wenn man unbequem sitzt. Deshalb kommt es darauf an, die passende Sitzhaltung für sich zu finden. Viele Leute meditieren im Lotussitz/Schneidersitz. Wer diese Haltung mit gekreuzten Beinen unbequem findet, kann sich auch auf ein gemütliches Yogakissen setzen und spürt dadurch bereits deutlich weniger Dehnung.

Routine entwickeln

Menschen sind Gewohnheitstiere, und umso leichter fällt regelmäßige Meditation, wenn man sie zur immer gleichen Zeit in den Alltag integriert. Idealerweise wird frühmorgens meditiert, wenn man noch einen freien Kopf hat. Alternativ kann die Meditation sehr spät stattfinden, um für die Nacht zur Ruhe zu kommen. Es hilft auch, immer am gleichen Ort zu meditieren.

Die passende Meditationsart finden

Es gibt verschiedene Arten zu meditieren. Klassischerweise sitzt man mit geschlossenen Augen und den Händen auf den Knien. Die Handflächen zeigen nach oben oder der Daumen berührt die Spitze des Mittelfingers. Man atmet tief in den Bauch ein und aus. Es geht nun darum, ganz in die Meditation zu versinken und sich selbst zu beobachten.

Was dabei am besten hilft, hängt ganz vom Typ ab. Manchen fällt es leichter, bei völliger Stille in den Meditationszustand zu verfallen. Andere hingegen brauchen ein Mantra, das sie sich immer wieder vorsagen und so einen Fokus schaffen. Übrigens: Auch Yoga ist eine Form der Meditation und eignet sich gut für alle, die absolut nicht stillsitzen können.

Welche Methode am besten funktioniert, findet man nur durch Ausprobieren heraus. Dazu kann man sich einfach ein kleines Zeitfenster von zehn Minuten setzen und in dieser Zeit versuchen, die Gedanken einfach laufen zu lassen. Gelingt das nicht, versucht man es beim nächsten Mal mit einem selbstgewählten Mantra oder dem klassischen „Om“.

Meditation braucht Geduld

Meditation fördert vom ersten Moment an die Geduld. Denn stilles Sitzen ohne jegliche körperliche Aktivität erfordert für Anfänger einiges an Durchhaltevermögen. All die Aufgaben, die man eigentlich erledigen möchte, schwirren im Hinterkopf herum.

Doch genau hier kann man ansetzen, indem man die eigene Reaktion auf diese Gedanken beobachtet und akzeptiert. Schon nach kurzer Zeit entsteht so ein Gedankenstrom, dem man entweder einfach folgen oder sich bewusst davon entfernen kann. Das gelingt, wenn man sich einen gedanklichen Fixpunkt oder auch ein Bild vor dem inneren Auge zurechtlegt, zu dem man versucht, wieder und wieder zurückzukehren.

Gesünder und ruhiger durch Meditation

Während Meditation von außen auf den einen oder anderen sinnlos wirken mag, hat die Entspannungstechnik nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf das innere Wohlergehen. Denn wer regelmäßig meditiert, lernt Abstand zu nehmen. Das Stresshormon Cortisol wird gesenkt, sodass man auch in einem hektischen Alltag ruhig bleiben kann.

Das bedeutet auf Dauer ein gesünderes Leben und auch die Fähigkeit, sich selbst besser zu akzeptieren. Die Einsicht, auch einmal zur Ruhe kommen zu müssen, kann helfen, eigene Leistungen positiver zu sehen und so insgesamt ausgeglichener zu werden.

Geduld, Stressresistenz und Selbstliebe sind Qualitäten, die jeder Mensch fördern sollte. Auch wenn zu Beginn nur zehn Minuten meditiert wird, ist das bereits ein Schritt hin zu einem bewussteren Lebensstil. Wer es schafft, die Meditation auf zwanzig bis dreißig Minuten an mehreren Tagen pro Woche auszudehnen und sie zu einem festen Teil des Alltags zu machen, hat gute Chancen auf mehr Zufriedenheit mit sich selbst.



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