Mi., 27.06.2018

Stiftung Warentest Billige Sonnencreme im Test am besten

Rund drei Esslöffel Sonnencreme braucht man pro Eincremen. Die gute Nachricht: Tief in die Tasche greifen muss man für guten Schutz nicht.

Rund drei Esslöffel Sonnencreme braucht man pro Eincremen. Die gute Nachricht: Tief in die Tasche greifen muss man für guten Schutz nicht. Foto: Christin Klose

Sonnencremes kann man guten Gewissens im Discounter kaufen. Denn dort stimmen sowohl Qualität als auch Preis. Die teuersten Produkte schnitten im Test sogar am schlechtesten ab.

Von dpa

Berlin (dpa/tmn) - Gut und günstig: Für hochwertige Sonnencremes muss man laut Stiftung Warentest nicht viel Geld ausgeben. Die Testsieger aus 19 Produkten mit den Lichtschutzfaktoren 30, 50 und 50+ sind für einen kleinen Preis zu haben.

Zu ihnen zählen die mit Note «sehr gut» ausgezeichneten Produkte von Lidl («Cien Sun Sonnenmilch Classic», 1,18 Euro/100 ml), Penny und Rewe («t. Today Sonnenmilch», 1,17/100 ml) und Dm («Sundance Sonnenspray», 2,23 Euro/100 ml). Ebenfalls mit Bestnote schnitt die «Sôi Sonnenmilch» von Real ab - Kostenpunkt 1,50 Euro/100 ml («test» Ausgabe 7/2018).

Die mit 20 Euro/100 ml und 21,20 Euro/100 ml teuersten Produkte schnitten am schlechtesten ab. Auf dem letzten Platz (Note «mangelhaft») befindet sich ein Naturkosmetik-Produkt. Es hielt den versprochenen Sonnenschutz-Faktor nicht ein. Das zweitteuerste Produkt war mit kritischen Duftstoffen versehen und erhielt deshalb nur ein «Befriedigend».

Vorsicht vor falschen Versprechungen: Fast alle Anbieter bewerben ihre Produkte als wasserfest. Das dürfen die Hersteller auch, selbst wenn die Produkte nach dem Baden nur noch die Hälfte der Schutzleistung bieten. Die Stiftung Warentest zog hierfür allerdings Punkte ab, da nur in einem Fall kenntlich wurde, was wasserfest wirklich bedeutet.

Doch auch wenn man nicht schwimmen geht, muss spätestens nach drei Stunden nachgecremt werden. Durchschnittlich sollte man pro Eincremen eine Menge von etwa drei Esslöffeln auf der Haut verteilen, so der Münchner Hautarzt Christoph Liebich. Der Lichtschutzfaktor muss mindestens bei 30 liegen, besser sind allerdings 50 - und zwar den ganzen Sommer lang. Dass sich die Haut an die Sonne anpasst, ist ein Mythos.

Sobald man die Sonnencreme geöffnet hat, sollte man unbedingt das Haltbarkeitsdatum im Blick behalten. Auf der Packung ist eine kleine Cremedose mit einer Zahl zu sehen. Sie gibt an, wie viele Monate sich die Creme nach dem Öffnen hält. Die Zeit verkürzt sich, wenn die Flasche in der prallen Sonne gelegen hat. Die schlechte Nachricht: Cremes aus dem letzten Sommerurlaub sind in der Regel nicht mehr geeignet. Aber es gibt ja für wenig Geld geeigneten Ersatz.



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