Gesundheit
Migräne bei Kindern

Auch bei Kindern ist eine Migräne nicht untypisch. Allerdings unterscheiden sich Symptome und Behandlung im Vergleich zu Erwachsenen. Mehr hier!

Mittwoch, 11.09.2019, 14:14 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 14:25 Uhr
Gesundheit: Migräne bei Kindern
Foto: Colourbox.de

Migräne bei Kindern: Symptome & Behandlung

Migräne bei Kindern – das ist keine Seltenheit! Doch wie äußert sie sich bei Kindern neben Kopfschmerzen noch und wie sieht die Behandlung aus? 

Migräne: Diese Symptome sind bei Kindern typisch

Häufig bleibt eine Migräne bei Kindern unerkannt, da die Kleinen ihre Symptome unzureichend oder gar nicht beschreiben können und sich die Beschwerden im Vergleich zu Erwachsenen unterscheiden. Kommt es bei Kindern zu Kopfschmerzen, beschränken sie sich nicht nur auf eine Kopfseite, sondern erstrecken sich über beide Seiten und die Stirn hinweg. Meist fallen sie auch nicht so heftig aus. Teilweise leiden Kinder aber auch gar nicht unter Kopfschmerzen, sondern allein unter den typischen Begleiterscheinungen wie:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel
  • Licht- und Lärmempfindlichkeit 

Während einer Attacke haben Kinder meist eine sehr blasse Gesichtsfarbe, dunkle Augenringe, sind müde und verspüren das Bedürfnis, sich zurückzuziehen. Außerdem ist es möglich, dass die Kleinen unter neurologischen Ausfällen leiden. Diese machen sich oftmals vor der eigentlichen Attacke in Form von Flimmern vor den Augen, Gesichtsfeldausfällen oder Lähmungen deutlich (auch bekannt als Aura). Einige Kinder beschreiben außerdem “phantastische Bilder”, was Mediziner als Alice-im-Wunderland-Syndrom bezeichnen.

Für Eltern ist es somit unerlässlich, sich über mehr zum Thema Migräne zu informieren, um schon bei den ersten Anzeichen richtig handeln zu können.

Migräne bei Kindern behandeln

Zur Behandlung einer Migräne bei Kindern verschreiben Ärzte allgemein nur in äußerst schweren Fällen Medikamente – dann setzen sie meist auf normale Schmerzmittel. Oftmals hilft es den Kindern schon, wenn sie zur Ruhe kommen und in einem abgedunkelten Raum ein Schläfchen halten. Viele empfinden zudem ein kühles Tuch auf der Stirn als angenehm. Ebenso bewährt haben sich verschiedene Entspannungsverfahren und autogenes Training. Auch das sogenannte Biofeedback, eine spezielle Verhaltenstherapie, kann zur Linderung der Symptome von Migräne bei Kindern beitragen.

Um einer Migräneattacke bei Kindern vorzubeugen, sollten Eltern darauf achten, dass sie einen geregelten, möglichst stressfreien Tagesablauf haben, sich regelmäßig bewegen und genügend schlafen.

Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn Eltern gemeinsam mit den Kindern ein Migränetagebuch führen. In dieses soll eingetragen werden:

  • wann die Kopfschmerzen auftreten
  • wie stark sie sind und andauern
  • weitere begleitende Beschwerden

Je detaillierter und genauer das Tagebuch ausgefüllt wird, desto leichter fällt es dem Kinderarzt, Rückschlüsse auf mögliche Auslöser der Migräne bei Kindern zu ziehen und dementsprechend die richtige Behandlung festzulegen.

Informationen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG): Migräne. URL: http://www.dmkg.de/files/dmkg.de/patienten/Download/migraeneinfo.pdf (06.09.2019).

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