Gesundheit
Der Umgang mit Männergesundheit in den Medien

Frauenmagazine sind am Kiosk in Hülle und Fülle erhältlich. Fast erschlagen wird der geneigte Leser bei der Auswahl der Magazine. Mode, Klatsch und Tratsch und die Frauengesundheit werden in den Magazinen thematisch behandelt.
Speziell das Thema Gesundheit wird in Frauenmagazinen viel offener behandelt als beim männlichen Geschlecht. Hier dreht sich fast alles um Sport, Technik oder Freizeitaktivitäten. Männergesundheit ist ein wichtiges Thema, das in den Medien nur wenig Beachtung erhält. Warum das so ist und welche Folgen das hat, erklärt dieser Artikel.

Donnerstag, 10.09.2020, 01:27 Uhr
Gesundheit: Der Umgang mit Männergesundheit in den Medien
Foto: Colourbox

Der Körper muss funktionieren
Geschlechtsspezifische Unterschiede sind beim Umgang mit dem eigenen Körper signifikant. Männer achten generell deutlich weniger auf ihren eigenen Körper und die Alarmsignale, die er aussendet. Bedingt ist das durch traditionelle Männerrollen. In ihrem Leben haben junge Männer nie gelernt, auf sich zu achten. Für Männlich wird körperlich anstrengende Arbeit, ein hohes Maß an Risikobereitschaft und nicht die Gesundheitsförderung betrachtet. Für viele Männer muss der Körper schlicht funktionieren.
Die geringe Achtsamkeit auf den eigenen Körper hat gravierende Folgen. Deutlich mehr Männer als Frauen leiden an einer Alkohol- oder Nikotinsucht, einer unkontrollierten Glücksspielsucht und ihre die Ernährung ist oft ungesund. Zudem sucht das männliche Geschlecht deutlich seltener einen Arzt für eine Vorsorgeuntersuchung auf. Der innere Leistungsdruck befördert gesundheitliche Probleme, sowohl körperlich wie auch psychisch. Die Suizidrate ist bei Männern dreimal so hoch wie bei Frauen. Jeder 50. Todesfall bei einem Mann in Deutschland ist auf Selbstmord zurückzuführen.

Wenn die Potenz leidet
Nichts steht sinnbildlicher für die männliche Stärke wie die eigene Potenz. Ist sie eingeschränkt, leiden Männer physisch wie psychisch enorm. Oftmals suchen sie einen anerkannten Urologen über das Urologenportal erst auf, wenn die Beschwerden schon lange anhalten.
Die Folgen einer späten Diagnose können die Potenz dauerhaft einschränken. Die Behandlungsmöglichkeiten für eine erektile Dysfunktion sind vielseitig. Wirksame Medikamente gegen Erektile Dysfunktion oder andere Erektionskrankheiten sind immer verschreibungspflichtig. Daher führt kein Weg am Arzt vorbei.
Die Früherkennung ist ein wichtiger Grund, die Männergesundheit ernst zu nehmen. Viele Krankheiten lassen sich frühzeitig erkannt behandeln oder sind heilbar. Im fortgeschrittenen Stadium ist eine Heilung manchmal nicht mehr möglich. Das ist bei fast allen Krebsarten der Fall, aber auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Suchtkrankheiten oder psychischen Erkrankungen.

In den Medien nicht gefragt
Die traditionellen Geschlechterrollen sind für einen modernen Menschen nicht zu erfüllen. In der Gesellschaft soll das vermeintlich starke Geschlecht körperlich gesund und kräftig sein, erfolgreich im Job, als Vater überragend und als Liebhaber oder Ehemann sexuell potent. Das diese Anforderungen nicht realisierbar sind, ist klar.
Dennoch werden Männer daran gemessen. In der Öffentlichkeit zeigen Männer nicht gern, dass sie diesen auferlegten Anforderungen nicht gerecht werden können. Stattdessen verbergen sie ihre psychischen Belastungen und fügen sich den Anforderungen.
In den Medien spielt die Männergesundheit keine erhebliche Rolle, weil sie eben nicht in die Gesellschaft passt. Das ist bei staatlichen Portalen für die Männergesundheit anders.
Magazine mit solchen Themen haben keine Nachfrage, entsprechend gibt es sie kaum. Teilweise werden gesundheitliche Themen sogar tabuisiert. Stattdessen wird in Männermagazinen über dichtes Haar, einen üppigen Bartwuchs oder Muskeltraining geschrieben. Urologische Erkrankungen und die Möglichkeiten der Früherkennung werden hingegen ausgeblendet.

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