Mi., 19.08.2015

Immobilien Der angespannte Gewerbeimmobilienmarkt in Münster

Immobilien : Der angespannte Gewerbeimmobilienmarkt in Münster

Eine bezahlbare Immobilie in guter Lage für sein Gewerbe zu finden kann sich schwierig gestalten. Foto: colourbox.de

Der Westfale im Allgemeinen und der Münsteraner im Speziellen gelten als sehr bodenständig. Schaut man sich allerdings die anhaltende Entwicklung auf dem Immobilienmarkt in Münster an, entsteht ein etwas anderer Eindruck.

Der Immobilienboom in Deutschland macht auch vor der vermeintlichen B-Stadt Münster nicht halt. Dass die Mieten und Preise in der Universitätsstadt nicht gerade günstig sind, ist keine Neuigkeit. Zwar bekommt Münster den Boom längst nicht so drastisch zu spüren wie Berlin, München oder Frankfurt, doch auf finanzstarke Investoren übt die Stadt dennoch ihren Reiz aus. Ihre Präsenz verändert die Marktsituation in Münster. Für Viertel wie das Martini-Quartier, Mauritz oder Hansaplatz werden exorbitante Quadratmeterpreise gefordert, und auch an der Peripherie wird es zunehmend teurer. Das macht es für Unternehmer, ob im Einzelhandel, Dienstleistungsgewerbe oder als Produzent, immer schwieriger, adäquate Gewerbeimmobilien in der Stadt zu finden.

Gewerbeimmobilien zu Miete oder gleich kaufen?

Bei Gewerbeimmobilien sollte von vornherein klar sein, ob etwas zur Miete oder zum Kauf gesucht wird. Es kann sich durchaus lohnen, eine Immobilie zu kaufen anstatt sie lediglich zu mieten, gerade in Lagen, die eine positive Entwicklung versprechen. Bestes Beispiel dafür: Der Gewerbepark Münster-Loddenheide. Was bis vor ein paar Jahrzehnten noch Militärgelände war, ist heute ein nachhaltiger Gewerbepaar mit Vorbildcharakter und ein attraktiver Standort für Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsfirmen. Andernorts in Münster können sich kleine und mittelständische Unternehmen die Kaufpreise für Gewerbeflächen jedoch kaum leisten. Dann macht es durchaus Sinn, ein Objekt zu mieten. Der Gewerbeimmobilienanbieter JLL bietet sowohl Gewerbeimmobilien zum Kauf als auch zur Miete an.

Auf die richtige Lage kommt es an

Für Einzelhändler empfiehlt es sich fast immer, Verkaufsräume in der Innenstadt, bestenfalls in Fußgängerzonen zu beziehen. Zu Münsters Top-Lagen zählt dabei die Ludgeristraße, ebenso der Prinzipalmarkt. Die Ludgeristraße ist nach einer Erhebung JLLs bundesweit auf Platz 23 der am meisten frequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands. In den 1a-Lagen der Stadt werden Mietpreise von etwa 160 Euro pro Quadratmeter verlangt. Als Einzelhändler kommt man um eine günstig gelegene Lage nicht drum herum, da die meisten auf Laufkundschaft angewiesen sind. Nur, wenn eine entsprechend hohe Nachfrage von Kundenseite besteht, empfiehlt es sich als Einzelhandelsunternehmen, sein Lager in einem Gewerbezentrum aufzuschlagen. Auch Büros und Dienstleistungsunternehmen müssen nicht unbedingt in den teuren Innenstadtlagen der Stadt ansässig sein. Ansprechende Objekte gibt es über die gesamte Stadt verteilt, es gilt nur, sie zu finden.

Alle verfügbaren Ressourcen nutzen

Bei der Suche sollte man sich weder allein auf einen Makler noch den eigenen Bekanntenkreis verlassen. Es sind sowohl Makler als auch Bekannt, gepaart mit einer Menge Eigeninitiative, die zum schnellstmöglichen Erfolg führen. Ein guter Makler ist genauso wichtig wie das Offenhalten von Augen und Ohren bei der Immobiliensuche. Beim Bummeln durch die Stadt sollten die Augen nach leer stehenden Objekten Ausschau halten. Im Bekanntenkreis weiß vielleicht jemand etwas über ein freies Objekt. In jedem Fall sollte man bei der stark nachgefragten Immobiliensituation in Münster alle zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen. Dann klappt es vielleicht sogar mit der bezahlbaren Miete. Versprechen aber lässt sich das nicht.



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