Do., 03.09.2015

Karriere Die richtige Gehaltsverhandlung beim Jobwechsel

Karriere : Die richtige Gehaltsverhandlung beim Jobwechsel

Modelfoto: colourbox.de

Ein Jobwechsel geht meist mit einem höheren Gehalt einher. Doch nicht immer ist ein auf den ersten Blick besseres Einkommen wirklich vorteilhaft. Wenn sich der Verdienst nur um wenige Euro vom bisherigen Gehalt unterscheidet, kann es zu einem geringeren Netto-Verdienst als bisher kommen. Daher empfiehlt es sich, vor einer Zustimmung das Nettogehalt zu berechnen und im Zweifelsfall das Gespräch mit dem neuen Arbeitgeber zu suchen.

Mehr Gehalt bedeutet höhere Abzüge vom Brutto

Die Freude über ein besseres Gehalt kann sich trüben, steigen die Abzüge und unter dem sprichwörtlichen Strich kommt weniger heraus. Um diesen Fallstrick zu umgehen, bietet ein Brutto-Netto-Rechner gute Voraussetzungen und gibt eine Möglichkeit, sein Nettogehalt bereits vor der Unterschrift auf dem neuen Arbeitsvertrag zu kennen. Mehr Abzüge entstehen durch prozentuale Arbeitnehmeranteile bei der Krankenkasse, durch weitere Sozialabgaben und eine eventuelle betriebliche Altersvorsorge, für die ein Teil vom Arbeitgeber und ein geringerer Teil vom Arbeitnehmer entrichtet wird. Aber auch die steuerliche Veranlagung ist nicht außer Acht zu lassen. Dazu gibt es hier eine Vergleichsmöglichkeit, mit der sich das Einkommen nach Steuer vorab einsehen lässt. Beim Jobwechsel haben Arbeitnehmer die direkte Option, mit dem Arbeitgeber in Gehaltsverhandlungen zu treten und Einfluss auf ihr Einkommen zu nehmen. Sollte ein geringer Brutto-Mehrbetrag zu einem niedrigeren Netto-Verdienst führen, ist ein Hinweis auf eine Minderung des Bruttolohnes nicht verkehrt und wird in der Regel vom Arbeitgeber beherzigt.

Ein Gehaltsvergleich schafft Vorteile

Um das Gehalt korrekt zu berechnen und sein Einkommen nach Steuer zu kennen, müssen die Arbeitnehmeranteile zur Kranken- und Pflegeversicherung, sowie zur Kirchensteuer angegeben werden. Auch wenn diese im Bruttolohn enthalten sind, handelt es sich hierbei um lohnsteuerfreie Beträge, die dementsprechend nicht doppelt abgerechnet werden. Arbeitnehmer können Überraschungen bei der ersten Gehaltsauszahlung ausschließen, in dem sie vorab die Möglichkeit für eine Berechnung des abzugsfreien Nettoeinkommens vornehmen und damit in Kenntnis zum ausbezahlten Einkommen gelangen. Die Berechnung und ein Vergleich sind die beste Ausgangsposition für Gehaltsverhandlungen, in denen der Arbeitnehmer mit Wissen argumentiert und durch den Jobwechsel keine Gehalts- und Steuernachteile erhält.



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