Karriere
Employer Branding: So kommt Top-Personal ins Unternehmen - und bleibt

Der Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte in der Wirtschaft spitzt sich immer mehr zu. Wer hier erfolgreich sein oder bleiben will, setzt das Employer Branding als gezielte Strategie ein. Wichtig ist dies vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie besitzen im Unterschied zu weltweit vernetzten Global Playern deutlich weniger Möglichkeiten für eine aufregende Karriere-Entwicklung. Ein regionaler, außerhalb der städtischen Ballungszentren angesiedelter Mittelständler, punktet bei den Spitzenkräften mit anderen Qualitäten.

Donnerstag, 16.11.2017, 04:12 Uhr aktualisiert: 21.11.2017, 15:31 Uhr
Karriere: Employer Branding: So kommt Top-Personal ins Unternehmen - und bleibt
Foto: Colourbox.com

Betriebskindergarten und Treuebonus

Die Zeit, in der Top-Personal nur mit hohen Gehältern und Bonuszahlungen in eine Firma gelockt und gehalten wird, ist vorbei. Es zählen heute andere Kriterien, die fangen zum Beispiel mit familienfreundlicher Unternehmensführung an. Das bedeutet ganz banal, dass der Betriebskindergarten noch zu ungewöhnlichen Zeiten geöffnet ist, wenn zu unüblicher Zeit überraschend Arbeit anfällt. Auch eine kontinuierliche Karriere-Entwicklung mit Talent Management über Human Research (HR)-Programme ist heute wichtig. Sie verbinden sich zum Beispiel mit Treuepunkten für langjährige Betriebszugehörigkeit. Die wandelt der Spitzen-Mitarbeiter dann in Bonuszahlungen oder Benefit-Spending (Urlaubsreisen, günstige Wohneigentum-Kredite) um. Ein engagiertes Top-Management, das für vorbildliche Unternehmenskultur steht, bildet ein weiteres Merkmal des Employer Branding. So entstehen flache Hierarchien, in den denen leistungsorientierte Mitarbeiter schnell Verantwortung übernehmen.

Schnelle Stellenbesetzung - wenig Fluktuation

Employer Branding, konsequent und kontinuierlich eingesetzt, bringt dem Unternehmen rasche und spürbare Vorteile. Freie oder neu geschaffene Stellen im Zuge von Expansion lassen sich schneller besetzen . Da die alten und neuen Mitarbeiter die Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten selbst erfahren, haben sie keinen Grund, den Arbeitgeber zu wechseln: Die Fluktuation sinkt. Employer Branding sorgt für ein Alleinstellungsmerkmal - und das nicht nur bei der Belegschaft. Dieses Profil teilt sich auch Unternehmenspartnern und Kunden mit. Das schafft eine bessere Position in der Konkurrenz mit den Mitbewerbern am Markt. Das gute Betriebsklima mit Top-Personal sorgt für eine starke Identifikation der Belegschaft mit dem Unternehmen. So werden aus Mitarbeitern Botschafter der Firma, das Unternehmen selbst verwandelt sich zu einer Marke. So, wie der Name der Klitschko-Brüder jahrelang gleichbedeutend war mit Profi-Boxsport auf höchstem Niveau.

Klare Aufgabenstellung - transparente Abläufe

Employer Branding punktet unter anderem mit Klarheit in Aufgabenstellung und Arbeitsabläufen. Dazu gehört die Möglichkeit für jeden Mitarbeiter, auf jeder Ebene mit Vorschlägen zu Zielen und Gestaltung Gehör zu finden. Gerade im Vergleich zu Global Playern bieten KMU beim Employer Branding einige Vorteile. Mag die Karriere-Entwicklung im internationalen Konzern mit Auslandsaufenthalten für junge Menschen attraktiv sein, zählen später andere Werte: Sesshaftigkeit und Beständigkeit mit der Möglichkeit, nach Feierabend schnell bei der Familie zu sein. Employer Branding denkt langfristig: Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, mit qualifizierten Fach- und Führungskräften für die zukünftigen, besseren Jahre gerüstet zu sein. Dann ist das Unternehmen in der Pole-Position.

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