Do., 30.08.2018

Unbefristete Bestimmung 70-Tage-Regel für kurzfristig Beschäftigte wird verlängert

In Deutschland arbeiten in der Erntezeit viele Saisonarbeiter als kurzfristig Beschäftigte.

In Deutschland arbeiten in der Erntezeit viele Saisonarbeiter als kurzfristig Beschäftigte. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Während der Erntezeit ist der Arbeitsbedarf in der Landwirtschaft am höchsten. Ganz zur Freude von Gärtnern und Landwirten dürfen Saisonkräfte weiterhin 70 Tage lang als kurzfristig beschäftigte arbeiten.

Von dpa

Berlin (dpa) - Erntehelfer in der Landwirtschaft und andereSaisonarbeitskräfte gelten weiterhin 70 Tage lang als kurzfristigbeschäftigt. Die große Koalition beschloss eine unbefristeteVerlängerung der sogenannten 70-Tage-Regelung.

«Die Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass die Regelung der Ausweitung von 50 auf 70 Arbeitstage bisher von vielen Betrieben, insbesondere im Obst- und Gemüseanbau, in Anspruch genommen wurde», teilte Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) mit. Sie freue sich, dass sie mit Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine Einigung erzielt habe.

Landwirte und Gärtner hätten so bessere Chancen, qualifizierteSaisonarbeitskräfte für die ganze Erntesaison zu gewinnen, sagteKlöckner. «Und für ausländische Saisonarbeitskräfte bleibt esattraktiv, für eine Saisontätigkeit nach Deutschland zu kommen.» Der Bauernverband begrüßte die Regelung.

Der Arbeitsbedarf zum Beispiel in der Landwirtschaft ist etwa zurErntezeit viel höher als sonst. Die Unternehmen decken ihn oft mitHilfskräften etwa aus Polen und Rumänien. Eigentlich hätten ab Januar2019 wieder 50 Tage als Grenze für die kurzfristige Beschäftigunggelten sollen. Kurzfristig Beschäftigte dürfen versicherungs- undbeitragsfrei eingestellt werden. Mit der Einführung des Mindestlohns2015 wurden die Arbeitstags-Grenzen für eine kurzfristigeBeschäftigung zunächst befristet bis Ende 2018 verlängert.



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