Karriere
Ausbildung in technischen Berufen - Perspektive für junge Menschen

Junge Menschen, die einen technischen Beruf erlernen möchten, haben derzeit in allen Regionen Deutschlands eine sehr gute Perspektive. Viele Ausbildungsplätze sind auch nach Beginn des Ausbildungsjahres noch unbesetzt. Der Nachwuchs ist rar, weil die Berufe nicht so begehrt sind. Dafür profitieren Azubis, die sich für einen technischen Beruf entscheiden, von zahlreichen Vergünstigungen.

Freitag, 21.09.2018, 04:31 Uhr aktualisiert: 21.09.2018, 11:09 Uhr
Karriere: Ausbildung in technischen Berufen - Perspektive für junge Menschen
Technische Berufe erfreuen sich einer hohen Nachfrage. Foto: industrieblick / Fotolia.com

Technische Berufe werden gebraucht

Umfragen in Schulen ergeben sowohl in den Abiturklassen als auch in den Abschlussklassen der Sekundarstufe I, dass immer weniger junge Menschen einen technischen Berufswunsch haben. Vor allem Handwerker ringen in nahezu allen Regionen Deutschlands um Nachwuchs . Die Perspektiven der jungen Menschen haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich geändert. Viele möchten studieren, und wem dies nicht möglich ist, sucht nach einem kreativen Beruf, der "in" ist und die Möglichkeit der freien Entfaltung bietet. Vor allem die Digitalisierung und das Internet faszinieren, und junge Menschen suchen ihre berufliche Zukunft als Startup oder in einem der vielen neuen Berufe. Gleichzeitig nimmt die Nachfrage von Kundenseite aus immer mehr zu, so dass die Branche zukunftssicher ist. "Techniker" braucht es immer.

Arbeitszeiten und Bezahlung 

Junge Menschen gehen heute intensiver ihren eigenen Weg. Die Forderung der Eltern, dass der Sohn oder die Tochter "etwas Vernünftiges" lernen sollen, prallt an dem Nachwuchs ab. Technische und handwerkliche Berufe sind nicht mehr mit dem sprichwörtlichen goldenen Boden behaftet. Nicht zuletzt durch die Globalisierung und die uneingeschränkten Informationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, steht jungen Menschen quasi die ganze Welt offen. Sie informieren sich und finden heraus, dass technische Berufe oftmals nicht so gut bezahlt werden wie andere Branchen. Dies gilt vor allem für kleine private Betriebe, die dringend Nachwuchs suchen, deren Möglichkeiten der Entlohnung jedoch begrenzt sind. In Produktionsbetrieben wird häufig in Schichten gearbeitet und es gibt keine gleitenden Arbeitszeiten, sondern noch die klassische Stechuhr und einen gestrengen Chef, der den pünktlichen Beginn der Arbeitszeit überwacht. Viele junge Menschen wünschen sich jedoch Freiheit in der Gestaltung ihrer Berufstätigkeit und die Möglichkeit, sich zu entwickeln. In ein enges System gepresst und nicht gut bezahlt zu werden, gilt nicht als lukrativ. Im Gegensatz dazu gibt es eine Vielzahl an neuen Berufen, in denen Gleitzeit ermöglicht wird und die Bezahlung besser ist. Dies zieht das Interesse der jungen Menschen an.

Warum die Branche trotzdem Zukunft hat

Um die Zukunft der technischen Berufe zu sichern, gibt es Veränderungen. Arbeitgeber wie Höcker Polytechnik  locken Azubis mit Prämien und das Ausbildungsgehalt wird erhöht. Dafür hat Deloitte Ausbildungsstätten testen lassen. Besonders für Mädchen ergeben sich Chancen in Berufen, die über Jahrzehnte nur Männern vorbehalten waren. Betriebe, die sich dem Fortschritt öffnen, werden sich auch künftig nicht über Bewerbungen beklagen können.

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Zahlreiche Arbeitgeber gestalten ihre Ausbildung immer attraktiver. Foto: industrieblick / Fotolia.com

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