Karriere
Goldenes Handwerk: Glänzende Aussichten für Gebäudereiniger

Einen Handwerker zu bekommen, hat sich häufig zu einer Art Glücksspiel entwickelt. Der Fachkräftemangel ist inzwischen auch in der Privatwirtschaft zu spüren. Ob Elektriker, Klempner oder Dachdecker – auf einen Termin muss man fast genauso lange warten wie auf einen Besuch beim Facharzt.

Freitag, 14.12.2018, 10:41 Uhr
Karriere: Goldenes Handwerk: Glänzende Aussichten für Gebäudereiniger
Gebäudereiniger werden händeringend gesucht. Foto: Pixabay, 3dman_eu, 1028961

Besonders gefragt sind zurzeit beispielsweise Gebäudereiniger. Immer mehr Menschen leben im Alter noch in ihrer eigenen Wohnung. Um diese auch bei nachlassender Mobilität sauber zu halten, beauftragen sie häufig Reinigungsunternehmen .

Image immer besser

„Ihr macht ja nur sauber“ – das Image des Gebäudereinigers war jahrelang nicht das beste. Niedriglöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und unqualifizierte Arbeit haben eine ganze Branche in Verruf gebracht. Mit dem Einzug in die Privathaushalte ändert sich das langsam. Selbstverständlich gilt auch bei der Gebäudereinigung der Mindestlohn, und von unqualifiziert kann nicht die Rede sein. Professionelles Reinigen von Wänden, Bodenflächen und Decken allein setzt bei der Vielzahl an unterschiedlichen Belägen umfassende Fachkenntnis voraus.

Ausbildung in der Gebäudereinigung dauert drei Jahre

In der Regel dauert die Ausbildung drei Jahre und beinhaltet sowohl einen schulischen als auch einen praktischen Teil im Lehrbetrieb. Da Gebäudereiniger auch auf Gerüsten und Leitern arbeiten, sollten sie unbedingt schwindelfrei sein. Der Umgang mit vielen verschiedenen Reinigungsmitteln sowie das Zusammenmischen diverser chemischer Stoffe in der richtigen Dosierung erfordert ein gewisses Verständnis für Chemie, Mathematik und Physik. Verordnungen zu Umweltschutz und Desinfektion müssen strengstens eingehalten werden.

Auszubildende verdienen im ersten Lehrjahr je nach Bundesland zwischen 645 und 700 Euro, im zweiten Lehrjahr zwischen 775 und 835 Euro und im letzten Ausbildungsjahr zwischen 905 und 975 Euro.

Vielfältige Aufgaben durch neue Technologien

Natürlich ist das Aufgabengebiet eines Gebäudereinigers klar: Er soll Außenanlagen, Fassaden und Räume von Schulen, Büros, Industrieanlagen und Privathäusern von Schmutz befreien. Sorgfalt und Gründlichkeit bei der Arbeit sind das A und O. Aber auch die Schädlingsbekämpfung gehört zum Angebot der Gebäudereinigung. Durch den Einsatz neuer Technologien wird der Beruf des Gebäudereinigers noch vielschichtiger. So werden bereits Drohnen entwickelt , die Schiffsrümpfe und hohe Gebäudefassaden ohne Einsatz von Gerüsten oder Reinigungskörben säubern. Die Steuerung dieser Technologien erfordert eine zusätzliche Qualifikation, die sich über Weiterbildungen aneignen lässt.

Gebäudereinigung hat gute Perspektive

Wer in der Gebäudereinigung vorwärts kommen möchte, nutzt diverse Weiter- und Fortbildungsangebote bis hin zur Meisterschule. Karrierestufen sind Team- und Gruppenleiter sowie diverse Positionen im technischen und kaufmännischen Bereich bis hin zur Geschäftsführung. Wer das unternehmerische Risiko nicht scheut, kann sich mit seinem eigenen Betrieb selbständig machen. Im Gegensatz zu früher ist dafür keine bestandene Meisterprüfung Voraussetzung.

Aber auch ohne derlei Ambitionen stehen fachlich qualifizierten Gesellen die Türen offen: Gebäudereiniger werden händeringend gesucht

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