Schluss mit dem Tiefstapeln
Frauen sollten beim Einstiegsgehalt genug fordern

Auch Frauen sollten nicht bescheiden auftreten. Vor allem nicht, wenn es um ihr Gehalt geht. Wer schon beim Berufseinstieg einen schlechten Deal macht, hat es schwer, die Kluft jemals zu überwinden.

Montag, 20.05.2019, 11:42 Uhr aktualisiert: 20.05.2019, 11:46 Uhr
Frauen sollten beim Einstiegsgehalt keine Kompromisse machen. Andernfalls bleiben sie unter Umständen ihr ganzes Berufsleben lang benachteiligt.
Frauen sollten beim Einstiegsgehalt keine Kompromisse machen. Andernfalls bleiben sie unter Umständen ihr ganzes Berufsleben lang benachteiligt. Foto: Christin Klose

Hamburg (dpa/tmn) - Bei Gehaltsverhandlungen gibt es fast immer einen Verhandlungsspielraum. Gerade Frauen nutzen diesen aber häufig nicht, erklärt Johanna Bath, Professorin für Business Management und Strategie an der ESB Business School in Reutlingen.

Vor allem beim Einstiegsgehalt sei es wichtig, die eigenen Gehaltsvorstellungen durchzusetzen, betont sie in der Zeitschrift «Brigitte» (Ausgabe 11/2019).

Denn sonst kann sich das Tiefstapeln rächen. Beim Einstieg werde der Grundstein für die Gehaltsentwicklung im gesamten Berufsleben gelegt. Das sei vielen Frauen nicht bewusst. Einige steigen erst einmal niedrig ein, in der Hoffnung, später für gute Arbeit belohnt zu werden. Damit irrten sie sich nach Einschätzung von Bath aber. In Unternehmen sei klar geregelt, wann und wie oft Gehälter um einen bestimmten Prozentsatz steigen können. Wer auf niedrigem Niveau anfängt, werde deshalb auch dort bleiben.

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