Kompetenz ausstrahlen
Tipps für den Bildschirmauftritt

Vor dem Laptop- oder Tabletbildschirm kompetent zu wirken, ist eine Herausforderung. Doch schon kleine Anpassungen können eine große Wirkung erzielen. Worauf kommt es an?

Mittwoch, 07.04.2021, 10:15 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 10:22 Uhr
Lehnt man sich als Rednerin nach vorne, kommt das auf dem Screen gut an.
Lehnt man sich als Rednerin nach vorne, kommt das auf dem Screen gut an. Foto: Franziska Gabbert

München/Köln (dpa/tmn) - Wer derzeit einen Vortrag halten oder ein Meeting leiten muss, tut das pandemiebedingt meist vor dem Bildschirm. Allein auf seine körperliche Präsenz kann man sich dabei nicht verlassen. Es kursieren viele Tipps und Tricks, wie Rednerinnen und Redner kompetent rüberkommen. Aber was davon kommt bei der Zuhörerschaft wirklich an?

Grundsätzlich sind viel Augenkontakt und ein aufrechter zum Publikum gewandter Körper relativ sichere Faktoren, um kompetenter wahrgenommen zu werden. Das ist zumindest eines der Ergebnisse einer Meta-Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) im Auftrag des Bundesverbandes für Medientraining in Deutschland (BMTD). Demnach wurde diese Annahme in 70 Prozent der analysierten Studien bestätigt.

Ebenfalls gut durch Studien belegt, sind laut BMTD einige weitere Faktoren. So strahlen Vortragende am Bildschirm Kompetenz aus, wenn sie Zuwendung signalisieren - etwa, indem sie sich nach vorne beugen, nach vorne greifen oder offene Handflächen zeigen. Daneben sei es hilfreich, sich aufzurichten - mit der Idee, den Raum zu füllen.

Nicht zuletzt würden entspannte Lippen und Augenbrauenbereiche sowie ein Lächeln auf die wahrgenommene Kompetenz einzahlen. Die Nase berühren und sich kratzen oder andere unruhige Bewegungen sind dagegen eher unvorteilhaft und sollten vermieden werden.

Für die Metastudie wurden 485 Studien aus verschiedenen Disziplinen gesichtet, in denen die Wahrnehmung von Kompetenz und Sympathie von Personen in öffentlichen Auftritten untersucht wurde. Davon waren 87 Studien mit audiovisuell aufgezeichneten Auftritten relevant, an jeder Studie nahmen etwa 200 Probanden teil.

© dpa-infocom, dpa:210407-99-111331/2

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