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Arbeitsrecht: Das müssen Sie bei Kündigungen beachten

Allgemein werden die meisten Kündigungen wahrscheinlich durch den Arbeitgeber ausgesprochen. Doch zum Teil geben auch Mitarbeiter ihre Beschäftigung auf. Gründe gibt es verschiedene wie einen besseren Job oder mehr Geld. Doch was müssen Arbeitnehmer hierbei beachten, beispielsweise bei der Formulierung des Kündigungsschreibens? Welche Rechte oder Pflichten haben Arbeitnehmer? Nachfolgend wird das Thema umfassend beleuchtet.

Montag, 12.04.2021, 06:00 Uhr aktualisiert: 12.04.2021, 16:41 Uhr
Karriere: Arbeitsrecht: Das müssen Sie bei Kündigungen beachten
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Was ist rund um das Kündigungsschreiben zu beachten?

Damit das Kündigungsschreiben wirksam ist, müssen verschiedene förmliche Voraussetzungen und Regeln erfüllt werden. Zunächst ist es wichtig, die Kündigung schriftlich zu verfassen, korrekt zu formulieren und Formfehler zu vermeiden, denn diese können unerwünschte Folgen haben. Im Internet gibt es auf diversen Webseiten Muster, die als kostenloser Download und Druckversion zur Verfügung stehen. Nicht fehlen dürfen in der Kündigung:

  • Vorname und Nachname des Arbeitnehmers
  • Adresse, Postleitzahl und Wohnort des Arbeitnehmers
  • Name des Unternehmens
  • Vor- und Nachname des Ansprechpartners
  • Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort des Unternehmens
  • Ort und Datum
  • Kündigungsdatum
  • handschriftliche Unterschrift

Daneben ist es ratsam, darum zu bitten, den Erhalt des Kündigungsschreibens und das Beendigungsdatum des Arbeitsverhältnisses schriftlich zu bestätigen. Zudem empfiehlt es sich, nach einem qualifizierten Arbeitszeugnis zu fragen.

Welche Kündigungsfristen gibt es?

Sofern es im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag nicht anders vereinbart wurde, beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen zum 15., zum Teil zum Ende des Monats. Für eine fristgerechte Kündigung zählt der Tag, an welchem das Schreiben den Arbeitgeber erreicht.

Tipp:

Grundsätzlich darf für den Arbeitnehmer keine längere Kündigungsfrist gelten als für den Arbeitgeber. Sie muss für beide Parteien gleich sein.

Es ist auch in der Probezeit möglich, zu kündigen. Die Frist beläuft sich in der Regel auf zwei Wochen, wenn tarifvertraglich keine andere Vereinbarung getroffen wurde. Wer sicher gehen möchte, kontaktiert am besten im Vorfeld der Kündigung einen Anwalt für Arbeitsrecht. Er berät zur geltenden Kündigungsfrist und hilft dabei, die Kündigung ordnungsgemäß durchzuführen und unangenehme Überraschungen zu vermeiden, denn er kennt sich bestens mit den zu beachtenden formellen Voraussetzungen aus. Bestehen letztendlich Streitigkeiten über die Wirksamkeit der Arbeitnehmerkündigung und der Mitarbeiter verweigert zu Unrecht die Arbeitsleistung, macht er sich gegenüber dem Arbeitgeber schadensersatzpflichtig. Daher ist es wichtig, Fehler zu vermeiden.

Wie wird die Kündigung zugestellt?

Arbeitnehmer dürfen die Kündigung nicht per Mail oder Fax versenden. Daher wird es am besten auf dem Postweg eingereicht. Es ist wichtig, die Dauer der Postzustellung mit zu berücksichtigen. Zur Sicherheit wird die Kündigung idealerweise per Einschreiben mit Rückschein versendet, um den Nachweis über eine fristgerechte Zustellung zu haben. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Kündigungsschreiben persönlich abzugeben und sich den Empfang schriftlich quittieren zu lassen.

Ordentliche oder außerordentliche Kündigung

Der Kündigungsgrund entscheidet darüber, ob es sich um eine ordentliche oder außerordentliche Kündigung handelt. Erstere ist die am meisten angewandte Kündigungsform. Das Arbeitsverhältnis wird in dem Fall aus verschiedenen Gründen gekündigt, beispielsweise aufgrund eines neuen Jobangebots oder Umzugs. Eine ordentliche Kündigung ist jederzeit ohne Begründung unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist möglich. Eine außerordentliche Kündigung können Arbeitnehmer ebenso in verschiedenen Situationen aussprechen, wenn zum Beispiel die arbeitsvertraglich vereinbarte Vergütung selbst nach einer Abmahnung nicht erfolgt. Das Gleiche gilt bei Beleidigung, Bedrohung oder Straftaten durch den Arbeitgeber. Wichtig ist es in diesem Fall, dass der Arbeitnehmer innerhalb von zwei Wochen reagiert und seine außerordentliche Kündigung einreicht. Ab Zugang der Kündigung ist das Arbeitsverhältnis sofort aufgelöst.

Zusammenfassung

Bei der Kündigung müssen Arbeitnehmer die Kündigungsfrist und gewisse Regeln beachten , damit sie gesetzlich wirksam ist. Es gilt, Formfehler zu vermeiden. Eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen und die ordentliche Kündigung nicht begründet werden. Es ist lediglich wichtig, den Beendigungstermin des Arbeitsverhältnisses zu nennen. Bei einer fristlosen, außerordentlichen Kündigung muss der Grund angegeben werden, um die Wirksamkeit zu untermauern. Die eigenhändige Unterschrift ist immer ein unverzichtbarer Bestandteil der schriftlichen Kündigung. Bezüglich des Zugangs empfiehlt es sich, einen nachweisbaren Zustellungsweg zu wählen. Es ist ratsam, einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, wie etwa MGP Rechtsanwälte , zu Rate zu ziehen. Er prüft, ob alle Voraussetzungen für eine wirksame Kündigung des Arbeitsvertrages eingehalten wurden und kann in jeglicher Hinsicht beratend zur Seite stehen.

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