Reise
Mit dem passenden Bus direkter, schneller und preiswerter ans Ziel

Busse waren als Verkehrsmittel bis in die letzten Jahre hinein ausschließlich im Nahverkehr relevant. Für längere Strecken wurden Busse ausschließlich von Gruppen wie etwa Schulklassen oder Vereinen genutzt. Dies war allerdings nicht immer so. Denn nach dem  Zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland eine große Zahl von Überlandverbindungen mit dem Bus. Diese waren schon damals günstiger als die Bahn, dafür aber auch wesentlich langsamer. Je besser das Schienennetz der Bahn ausgebaut wurde und je mehr das Wirtschaftswachstum den allgemeinen Wohlstand förderte, desto mehr wurden auch die Fernbuslinien in Deutschland zurück gedrängt. Die letzten Linien dieser Art verschwanden in den Siebziger- und frühen Achtzigerjahren.

Reise : Mit dem passenden Bus direkter, schneller und preiswerter ans Ziel
Foto: Colourbox.de

Die Ermöglichung von Busverbindungen

Parallel zu dieser Entwicklung wurde das Personenförderungsgesetz dahingehend geändert, dass Buslinien nur dort lizenziert werden durften, wo keine Bahnanbindungen zwischen Städten bestanden. Aufgrund des im europäischen Vergleichs flächendeckend ausgebauten Bahnsystems waren hier höchstens kleine Nischen denkbar, die kein wirtschaftlich rentables Geschäftsmodell zuließen. Dies änderte sich, als die neu gewählte schwarz-gelbe Bundesregierung im Jahr 2009 beschloss im Fernverkehr mehr Wettbewerb in Deutschland zuzulassen. Hierfür wurde das Personenbeförderungsgesetz dahingehend geändert, dass die Monopolstellung der Deutschen Bahn am 31. Dezember 2012 ein Ende fand. Ab diesem Zeitpunkt konnten zwischen deutschen Städten Busverbindungen auch parallel zu bereits bestehenden Bahnverbindungen eine Lizenz für die Beförderung von Personen erhalten.

Vier Jahre nach der Freigabe boomt der Markt

Diese neue Reisefreiheit geht inzwischen in ihr viertes Jahr. Inzwischen entscheiden sich immer mehr Menschen auch bei langen Strecken für eine Busreise . Denn gegenüber Bahn- und erst recht Flugverbindungen ergeben sich bei Busreisen echte Preisvorteile. Dies umso mehr, wenn man vor Antritt einer solchen Reise die Preise vergleicht. Vor allem zwischen den deutschen Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main gibt es regelmäßig mehrere Anbieter gleichzeitig. Um hier die günstigste Verbindung zu finden, lassen sich Portale nutzen, um zur passenden Zeit möglichst preiswert beispielsweise von Köln nach München zu reisen. Hierfür bedarf es lediglich einiger weniger Angaben zur Personenzahl, Start und Ziel sowie dem gewünschten Zeitpunkt der Reise einschließlich der späteren Rückfahrt.

Mehr Flexibilität bei Fernreisen

Auch wenn viele Fernbusbahnhöfe heutzutage noch häufig in unmittelbarer Nähe der zentralen Bahnhöfe in den Innenstädten betrieben werden, dürfte die Entwicklung in den kommenden Jahren hin zu mehr Flexibilität und häufigeren Zwischenstopps am Zielort gehen. Gerade in Städten wie Hamburg oder Berlin lassen sich bestimmte Teile der Stadt mit dem Bus schneller und gezielter als per Bahn erreichen. Außerdem hat sich in Sachen Komfort bei Reisebussen seit den Zeiten der frühen Fernbuslinien nach dem Krieg viel getan. Klimatisierte Busse mit WLAN sind heute mehr oder weniger Standard. Und die Sitze im Reisebus sind auch nicht unbequemer als diejenigen der Bahn. Da sich das Preisgefüge der Deutschen Bahn in den letzten Jahren außerdem fast alljährlich nach oben bewegt hat, dürfte der Konkurrenzdruck durch die Straße in den kommenden Jahren weiter zunehmen, wenn immer mehr Menschen die Alternative Reisebus erst testen und dann oft dauerhaft auswählen.

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