Reise
Ferien im Kultur-Paradies Ayuttaya

Ayuttaya ist vielleicht die geschichtsträchtigste Stadt in ganz Südostasien. Die ehemalige Hauptstadt des Landes liegt nur etwa 80 Kilometer nördlich von Bangkok und es gibt sogar eine Zugverbindung zwischen der alten und der aktuellen Hauptstadt. Schon die Fahrt mit dem Zug ist ein Erlebnis, zumindest dann, wenn man eines der billigen Tickets für eines der Abteile kauft, in denen auch die Einheimischen unterwegs sind. Diese Züge haben zwar keine Klimaanlage und sind auch nicht immer pünktlich, aber die Reise ist ein kleines Abenteuer. Es gibt außerdem die Möglichkeit, mit einem Boot auf dem Chao Phraya von Bangkok nach Ayuttaya zu fahren und die Stadt auf diesem Wege in etwa fünf Stunden zu erreichen und dabei die Landschaft zu genießen.

Dienstag, 29.08.2017, 04:07 Uhr aktualisiert: 29.08.2017, 11:12 Uhr
Reise : Ferien im Kultur-Paradies Ayuttaya
Foto: Colourbox.de

Ayuttaya - Stadt mit großer Geschichte

Wer in Ayuttaya aus dem Zug steigt, der findet sich zunächst in einer recht gemütlichen und ein wenig verschlafenen Stadt wieder. Vor dem Bahnhof bieten zahlreiche Imbisbuden Nudelgerichte und süßes Gebäck an. Tuk Tuks, typisch für Thailand , warten auf Besucher, die sich die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt ansehen möchten. In Ayuttaya gibt es Dutzende von Tempeln, die als Hauptattraktionen der alten Stadt gelten. Anders als in Bangkok, wo die Tempel nur so vor Gold strotzen, findet man in Ayuttaya gleich mehrere Tempel, denen man ihr historisches Alter ansieht. Ganze 400 Jahre lang war Ayuttaya die Hauptstadt des Landes, das damals noch als Königreich Siam bekannt war. In diesen Jahren sind verschiedene Tempel- und Palastanlagen entstanden, an denen der Fachmann die unterschiedlichen Bauepochen erkennen kann. Für Besucher aus der Ferne sind vor allem die großen Anlagen interessant und es gibt auch einige Geheimtipps, wo man besonders schöne Fotos machen kann. Aufnahmen von Tempeln haben immer etwas mystisches und magisches, besonders in Ayuttaya.

Tempel, Stadtmauern und alte Königspaläste

Es waren insgesamt 33 Könige, die in Ayuttaya ihre Tempel und Paläste erbauen ließen . Damals hatte Ayuttaya mehr als eine Million Einwohner. Heute sind nur noch etwa 5% davon übrig geblieben. Und diese Menschen teilen sich die Stadt bis heute mit insgesamt über 400 Tempelanlagen. Diese unglaubliche Anzahl kann wohl niemand vollständig besuchen, zumindest nicht während einer Urlaubsreise. Daher muss man Prioritäten setzen. Sehenswert ist zum Beispiel der Wat Mahathat, der aus dem späten 14. Jahrhundert stammt. Die Tempelanlage besteht zum Großteil aus rötlichem Backstein und zahlreiche Buddhafiguren zieren die Bauwerke. Oft schmücken die Mönche diese Statuen, indem sie ihnen goldgelbe Gewänder anziehen, was für eine besonders belebte Atmosphäre sorgt. Außerdem gibt es hier einen Baum, in dessen verschlungenen Wurzeln der Kopf einer Buddhastatue sozusagen eingeflochten ist. Dieses Phänomen stellt eines der beliebtesten Fotomotive dar. Der Wat Ratburana war einst ein Königspalast und später dann eine Art Grabtempel für die Kinder des Königs. Ebenfalls sehenswert sind die Ruinen des Wat Phra Si San Phet, weniger ein Tempel als vielmehr ein Palast, der vom Baustil her an Laos und Kambodscha erinnert. Der Wat Chai Wattamaran ist einer der größten Tempel und seine Mauern liegen unweit vom Chao Phraya entfernt.

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