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Reisetipp: Weihnachtszeit in Amsterdam

Auch wenn Amsterdam nur einen Katzensprung vom Münsterland entfernt ist: Die weihnachtlichen Traditionen in der Hauptstadt der Niederlande könnten kaum verschiedener sein. Genau aus diesem Grund ist Amsterdam in der Weihnachtszeit einen Besuch wert, denn die Atmosphäre in der von Grachten durchzogenen Stadt ist einzigartig. 

Mittwoch, 18.10.2017, 04:54 Uhr
Reise: Reisetipp: Weihnachtszeit in Amsterdam
Foto: Colourbox.com

Amsterdam verzeichnete 2016 laut einer Studie des „European Cities Marketing“ 13,8 Millionen Übernachtungen in der Tourismusbranche und damit ähnlich viele wie Barcelona, Madrid, Prag, Wien und München. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Planung eines Trips nach Amsterdam zu empfehlen; auf Vergleichsportalen gibt es beispielsweise nicht nur eine große Auswahl an Ferienunterkünften , sondern auch viele Zusatzinformationen, die die Urlaubsplanung erleichtern.

Sinterklaas statt Weihnachtsmann

Dass es nicht mehr lange bis zum Weihnachtsfest dauert, hat schon die Christkind-Postfiliale in Engelskirchen bemerkt. Bereits über 3000 Wunschzettel von Kindern weltweit sind im besonderen Postamt eingetroffen, die rechtzeitig bis zum 24. Dezember beantwortet werden. In den Niederlanden ist das ein bisschen anders, denn hier findet die eigentliche Bescherung schon am 6. Dezember statt. Außerdem bringt nicht der Weihnachtsmann die Geschenke, sondern Sinterklaas. Der weißbärtige Mann kommt Mitte November aus Spanien in die Niederlande und läutet mit einem Umzug den Beginn der Weihnachtszeit ein. Dieses Jahr findet die Parade am 19. November statt.

Amsterdam Light Festival

Ein weiteres Highlight in der Adventszeit ist das Amsterdam Light Festival. Zu der Zeit erstrahlt die ganze Stadt in besonderem Licht, denn die besten Lichtkünstler weltweit erleuchten mit ihren Installationen und Kunstwerken die Amsterdamer Innenstadt. Eine einzigartige Atmosphäre entsteht durch die Beleuchtung der Grachten. Entweder man erkundet Amsterdam im Rahmen eines Stadtrundganges, oder man wählt ein Rundfahrtboot und beobachtet die verschiedenen Lichtinstallationen vom Wasser aus. Egal, für welche Variante man sich entscheidet: Die Atmosphäre spürt man am besten zu Beginn der Dämmerung, denn dann verbinden sich die Meisterwerke der Lichtkünstler mit dem Übergang von Tag zu Nacht. In diesem Jahr findet das Amsterdam Light Festival vom 30. November bis zum 21. Januar 2018 statt.

Weihnachten geht durch den Magen

Die niederländische Küche ist nicht unbedingt für ihre Raffinesse bekannt, auch wenn natürlich nichts gegen eine Portion „friet speciaal“ (Pommes mit Mayonnaise, Ketchup und Zwiebeln) mit „Frikandel“ (Fleischrolle) spricht. Bei kalten Temperaturen greifen die Niederländer jedoch am liebsten zur „Erwtensoep“, der Erbsensuppe. Traditionell wird diese mit der „Rookworst“ serviert, einer geräucherten Ringwurst. Ab Herbst findet man zudem an jeder Straßenecke Stände mit „Oliebollen“, frittierten Teigbällchen mit Puderzucker, die den rheinischen Mutzen ähneln.

 Weihnachtsmarkt und Schlittschuhlaufen

In der Adventszeit darf natürlich der Besuch auf einem der Weihnachtsmärkte nicht fehlen, auch wenn diese nicht vergleichbar sind mit den traditionellen deutschen Weihnachtsmärkten. Statt vielen einzelnen Märkten werden in Amsterdam auf dem Leidseplein und  Museumsplein Stände verteilt, an denen man viele Leckereien und kleine Mitbringsel kaufen kann. Niederländische Volksmusik und eine bunte Beleuchtung sorgen bei einem „Gluhwein“ für die richtige Stimmung. Da es in den Niederlanden aufgrund der geographischen Gegebenheiten keine Skikultur gibt, hat sich als Wintersportart das „Schaatsen“, also das Schlittschuhlaufen, durchgesetzt. Eisbahnen befinden sich am Museumsplein und Leidseplein; „Jaap Eden“ im Osten Amsterdams ist die größte Eisbahn der Stadt .

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