Von Erfindern und Versuchen
Museen stellen mit Google weltweit aus

Google Arts & Culture zeigt in der Online-Ausstellung «Once upon a try» Erfindungen, die die Welt veränderten. Vom Sofa aus können Interessierte in Schauen der 14 weltweiten Partner eintauchen.

Montag, 11.03.2019, 11:29 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 11:36 Uhr
Google Arts & Culture kooperiert für eine weltweite Online-Ausstellung mit insgesamt 14 deutschen Partnern. Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation gehört auch dazu.
Google Arts & Culture kooperiert für eine weltweite Online-Ausstellung mit insgesamt 14 deutschen Partnern. Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation gehört auch dazu. Foto: Christoph Dernbach

Frankfurt/Main (dpa) - Mal eben von London aus eine Frankfurter Themenausstellung zur Erfindung des Telefons besichtigen oder von Frankfurt aus der US-Weltraumbehörde NASA einen Besuch abstatten, ist jetzt vom Sofa möglich.

Die größten Fortschritte der Menschheit im Bereich Forschung und Technologie stehen im Mittelpunkt einer weltweiten Online-Ausstellung von Googles Art & Culture.

Zu den insgesamt 14 deutschen Partnern gehört die Museumsstiftung Post und Telekommunikation , die sich mit den Museen für Kommunikation in Frankfurt, Berlin und Nürnberg beteiligt. Die Zusammenarbeit mit Google sei Teil der Auseinandersetzung der drei Museen mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Digitalen, sagte Museumsdirektor und Kurator Helmut Gold am Mittwoch in Frankfurt.

Mit dem Titel « Once upon a try » (ungefähr: es war einmal ein Versuch) solle auch mit der Vorstellung aufgeräumt werden, dass die großen Erfindungen auf «plötzlichen Geistesblitzen» eines Genies beruhten, sagte Simon Rein, Programm-Manager von Google Art & Culture Deutschland. Das meiste sei das Ergebnis vieler Versuche gewesen, und so mancher Erfinder sei auch unverdient in Vergessenheit geraten - auch hier will die Online-Ausstellung in mehreren Sprachen gegensteuern.

Rein zufolge ist «Once upon a try» die umfangreichste Online-Schau über Erfindungen und Entdeckung, die jemals kuratiert wurde - mit 400 interaktiven Online-Ausstellungen und mehr als 220.000 Exponaten von mehr als 110 Partnern aus 23 Ländern. Die Museen für Kommunikation sind gleich mit 14 Themenausstellungen dabei, etwa zur Erfindung des Telefons über Verschlüsselung im Zweiten Weltkrieg. Unter anderem mit Animationen und einer kostenlosen App zum Urknall soll die Ausstellung nicht nur informieren, sondern auch unterhalten.

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