Corona-Schutz
Italien führt landesweite Maskenpflicht im Freien ein

Die Einreise nach Italien ist für Deutsche derzeit ohne Einschränkungen möglich. Doch auch hier lässt sich der Urlaub wohl nicht ganz unbeschwert verbringen. Denn das Land befindet sich immer noch im Notstand. Zudem gilt nun eine Maskenpflicht im Freien.

Donnerstag, 08.10.2020, 11:38 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 11:42 Uhr
Einzelne Regionen in Italien haben die Maskenpflicht im Freien bereits eingeführt. In wenigen Tagen könnte sie landesweit gelten.
Einzelne Regionen in Italien haben die Maskenpflicht im Freien bereits eingeführt. In wenigen Tagen könnte sie landesweit gelten. Foto: Cecilia Fabiano

Rom (dpa) - Im Kampf gegen wieder steigende Corona-Infektionszahlen hat Italiens Regierung nun eine landesweite Maskenpflicht im Freien beschlossen. Ausnahmen gebe es nur für Kinder im Alter unter sechs Jahren und für Menschen mit Krankheiten oder Einschränkungen, die mit dem Tragen einer Gesichtsmaske nicht zu vereinbaren seien, sagte die stellvertretende Gesundheitsministerin Sandra Zampa dem TV-Sender RAI.

Auch in bestimmten Situationen, in denen man alleine sei - etwa in einem Park -, gelte die Pflicht nicht. Unklar blieb zunächst, ab wann genau diese neue Maßnahme in Kraft treten soll. Beobachter sagten, sie werde wahrscheinlich schon von Donnerstag (8. Oktober) an gelten.

Das Tragen von Gesichtsmasken im Freien war bisher bereits in einigen italienischen Regionen Pflicht, darunter auch in Kampanien und Latium, die Neapel und Italiens Hauptstadt Rom einschließen. Bisher müssen die Schutzmasken national hauptsächlich in geschlossenen Räumen wie Läden und Büros sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgesetzt werden.

Die Regierung beschloss ferner, den wegen der Corona-Pandemie ausgerufenen Notzustand über den 15. Oktober hinaus bis zum 31. Januar zu verlängern, wie ein Sprecher sagte. Der Notstand wird in Italien oft nach Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen ausgerufen, um eine besondere Koordinierung der Einsatzkräfte zu gewährleisten und Bürokratie zu vermeiden.

Die Behörden verzeichneten in den jüngsten Wochen einen erheblichen Anstieg der Infektionszahlen. Obwohl die Pandemie bisher als unter Kontrolle gilt, wuchs die Angst vor einer zweiten Welle deutlich. Nach den jüngsten, bislang vorliegenden Zahlen gab es am Dienstag 2677 neu registrierte Corona-Ansteckungen in 24 Stunden, 28 Menschen starben mit oder an der Viruskrankheit. Die Zahl der Toten in Italien übersprang damit die Marke von 36.000. Mehr als 330.000 Menschen infizierten sich bisher mit dem Virus Sars-CoV-2.

© dpa-infocom, dpa:201005-99-828761/4

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