ITB
Wie sich Mecklenburg-Vorpommern auf Urlaubsgäste vorbereitet

Die Tourismusbranche ist im Corona-Zwangsurlaub, eine reelle Perspektive für die Öffnung der Betriebe gibt es noch nicht. Dennoch wappnet sich Mecklenburg-Vorpommern für die Urlaubssaison und präsentiert sich auf der Online-ITB.

Mittwoch, 10.03.2021, 10:13 Uhr aktualisiert: 10.03.2021, 10:18 Uhr
«Mehr Sicherheit im Urlaubsland MV» - unter diesem Motto Mecklenburg-Vorpommern wirbt um Vertrauen.
«Mehr Sicherheit im Urlaubsland MV» - unter diesem Motto Mecklenburg-Vorpommern wirbt um Vertrauen. Foto: Stefan Sauer

Berlin (dpa/mv) - Mit dem freiwilligen Siegel «Mehr Sicherheit im Urlaubsland MV» startet Mecklenburg-Vorpommern in die Saison 2021. Nach der von der Corona-Pandemie geprägten Saison 2020 mit einem Fünftel weniger Übernachtungen solle das Siegel deutlich machen, was die Branche und jeder Betrieb konkret tun könne, damit sich die Gäste wieder wohlfühlten.

Das sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) zum Auftakt der Internationalen Tourismusbörse ITB. Die weltgrößte Tourismusmesse findet in diesem Jahr digital statt, heißt «ITB Berlin NOW» und dauert noch bis Freitag (12. März). Sie richtet sich nur an Fachbesucher.

Die erste Präsentation des Tourismusverbands auf der Online-ITB gelang nicht. Wegen des Ausfalls eines Messeservers konnte die Pressekonferenz nicht übertragen werden.

Mit Blick auf die Saison 2020 sagte Verbandspräsident Wolfgang Waldmüller: «Rein zahlenmäßig sind wir im Vergleich mit einem blauen Auge davongekommen, weil andere Bundesländer viel stärkere Rückgänge verzeichnen.» Dennoch könnten diese Zahlen nicht über die Lage hinwegtäuschen. «Die Branche liegt am Boden, viele Unternehmer und Angestellte sind verzweifelt», betonte Waldmüller. Alle Beteiligten in der Branche hofften, dass zu den Osterferien der Zeitpunkt für schrittweise Öffnungen gekommen sei.

Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich mit insgesamt 17 Partnern auf der ITB. Dabei stünden Zukunftsthemen wie sicheres Reisen, Nachhaltigkeit, Gesundheitstourismus und Barrierefreiheit im Vordergrund. Diese sollen mit neun Beispielen in Szene gesetzt wurden. Dies sind etwa die Mecklenburgische Kleinseenplatte mit den Gemeinden Mirow und Wesenberg, das Rote-Liste-Zentrum im Schweriner Zoo oder der geplante Königsweg als schwebende Besucherplattform im Nationalpark Jasmund.

Darüber hinaus sind im Mittelpunkt der ITB-Präsentation das Gutshaus Stellshagen im Klützer Winkel, das Kunstmuseum Ahrenshoop, Thalasso-Angebote im Seebad Warnemünde, Solarboote auf der Peene, der behindertengerechte Segler «Wappen von Ueckermünde» sowie der Kur- und Heilwald in Heringsdorf auf Usedom.

In der Reiseanalyse 2021 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) war der bisherige Spitzenreiter Mecklenburg-Vorpommern als beliebtestes Reiseland der Deutschen auf den zweiten Platz hinter Bayern zurückgefallen. Grund dafür sei, dass Bayern mehr freie Bettenkapazitäten anbieten könne. «Dadurch konnte der Freistaat die überproportionale Nachfrage des vergangenen Sommers auffangen, von der ein erheblicher Anteil aus dem eigenen Bundesland kam», hieß es vom Verband in Rostock. Bayern habe 2020 durchschnittlich 602.000 Schlafgelegenheiten angeboten, Mecklenburg-Vorpommern nur rund 244.000.

© dpa-infocom, dpa:210310-99-760225/3

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