Sport Tutorial: Die Pflege eines Snowboards

Sport : Tutorial: Die Pflege eines Snowboards

Langlebigkeit und Freude am Fahren – nur ein regelmäßig gepflegtes Board kann das leisten Foto: © Syda Productions - Fotolia.com

Ein Snowboard will gepflegt werden. Wer lange Freude an seinem Brett haben möchte, sollte ihm deshalb die nötige Aufmerksamkeit zukommen lassen. Natürlich dient die Pflege nicht nur der Langlebigkeit, auch der Fahrspaß verbessert sich mit einem gut geschliffenen und ordentlich gewachsten Board. Nicht nur am Ende der Wintersport-Saison sollte das Snowboard ein Verwöhn-Programm bekommen, auch nach einem Kurztrip am Wochenende hat es Pflege nötig. Natürlich kann das Board zur professionellen Aufarbeitung in einen Shop gebracht werden, doch wer sein gutes Stück wirklich liebt, kümmert sich natürlich selbst um dessen Wohlbefinden. Wie das geht, erklärt das folgende Tutorial Schritt für Schritt.

Vor dem Trip

Bevor in die Wintersaison gestartet werden kann, wird erstmal ein passendes Board benötigt, genau wie ein gutes Grundwissen darüber, wie Selbiges zu pflegen ist. Denn nur ein optimal auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmtes und regelmäßig gepflegtes Board bringt den ultimativen Fahrspaß und macht seinem Besitzer lange Freude.

 

Das passende Board 

Wer sich das erste Mal mit dem Snowboard-Sport beschäftigt oder, wer sein altes Board ausmistet und sich nach einem neuen umsieht, hat die Qual der Wahl. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Formen, Materialien und Designs. Der Snowboard-Berater von Sportscheck.com stellt verschiedene Fragen, die bei der Auswahl des passenden Snowboards helfen. Zuerst einmal kommt es darauf an, wo das Board vornehmlich zum Einsatz kommen soll. Unterschieden werden kann zwischen:                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      

                                                                               

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Foto: © andrewbretwallis - Fotolia.com

 

Ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Wahl des Snowboards spielt das eigene Fahrniveau. So braucht ein Anfänger ein anderes Brett als ein Vollprofi. Einsteigern fehlt es an Erfahrung. Sie können ihr Board meist noch nicht in jeder Lage kontrollieren. Deshalb brauchen sie nachgiebige Bretter mit einfacher Bauweise, welche kleine Fahrfehler gut verzeihen. Wer mehr Fahrpraxis mitbringt, kann sich für ein sportlicheres Board entscheiden. Boards für Fortgeschrittene sind aus hochwertigerem und langlebigerem Material gefertigt und entsprechend etwas teurer. Durch den aufwendigeren Boardaufbau wird ein direkteres Fahrverhalten erzielt. Profi-Bretter sind sehr aufwendig gearbeitet und bestehen in der Regel aus sehr hochwertigen Hölzern. Je nach Einsatzbereich sind diese Boards so konzipiert, dass sie Spitzenwerte in den Bereichen Flexibilität, Torsion, Vorspannung oder Gleitfähigkeit erreichen. Diese Bretter sind jedoch wenig flexibel und verzeihen entsprechend auch keinerlei Fahrfehler. Sie sind nur etwas für echte Profis, die sich auf jeder Art von Piste und auch daneben gut und kontrolliert zu bewegen wissen. Nicht zuletzt muss natürlich auch geschaut werden, für wen das Board gedacht ist. Soll ein Kind damit fahren, wird natürlich eine andere Größe benötigt, als dies bei einem Erwachsenen der Fall wäre. Deshalb spielen Körpergröße und Gewicht ebenfalls eine Rolle beim Snowboardkauf. Je mehr der Betreffende wiegt, desto stabiler und härter sollte auch sein Board sein.

 

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Foto: © pressmaster - Fotolia.com

Das Board muss auch immer mit Blick auf Körpergröße und Gewicht ausgewählt werden

 

Zudem muss es bei großen und schweren Personen über eine größere Vorspannung verfügen. Zur Vorspannung sei noch gesagt, dass diese bestimmt, mit welchen Bereichen das Brett im Schnee aufliegt. Auch das Verhalten des Boards bei Fahrmanövern wird dadurch beeinflusst. Gewählt werden kann zwischen dem Klassiker „Regular Camber“, der über einen maximalen Kantengriff verfügt und dem „F-Rocker“, welcher besonders gutmütig und drehfreudig daherkommt. Hier muss jeder selbst entscheiden, wo seine Prioritäten liegen. Wer sein Brett in beide Richtungen fahren möchte, entscheidet sich für ein TwinTip-Shape-Board. Bei diesem Brett sind beide Enden hochgebogen, sodass der Fahrer sowohl Regular, also mit dem linken Fuß vorne, als auch Goofy, also mit dem rechten Fuß vorne, fahren kann. Zudem gibt es auch noch das Directional Twin. Dieses Modell ist am Tip stärker aufgebogen, am Tail jedoch schwächer. Somit eignet es sich für ganz unterschiedliche Einsatzgebiete.

 

  • Warum das Board selbst pflegen?

 

Natürlich kann das Brett auch im Geschäft gepflegt werden. Doch das ist meist sehr kostspielig. Zudem sind viele leidenschaftliche Snowboarder der Meinung, dass ihr geliebtes Sportgerät nur durch ihre Hände gepflegt werden sollte – Snowboarder-Ehrensache sozusagen. Denn auch das Wissen über die richtige Pflege des Brettes gehört zum Wintersport dazu. Wer unsicher ist und Angst hat, sein geliebtes Board zu beschädigen, kann auch erstmal an einem alten Brett üben, bis er das Gefühl hat, den Dreh in Sachen Pflege raus zu haben.

 

  • Wie regelmäßig ist die Pflege notwendig?

 

Das Snowboard sollte in jedem Fall nach der Wintersportsaison gründlich gepflegt werden. Grundsätzlich gilt, je häufiger das Brett in Aktion ist, desto häufiger muss es auch gewachst werden. Wer also ein Wochenende in den Bergen unterwegs ist, sollte seinem Board auch danach eine gründliche Pflege zuteilwerden lassen. Wer das Brett nicht so oft wachsen möchte, sollte es nach jedem Einsatz zumindest gründlich reinigen. Zum Abschluss der Saison ist das Pflegen des Boards inklusive dem Auftragen einer neuen Wachsschicht jedoch unumgänglich. Schließlich soll der Belag in der Sommerpause ja nicht austrocknen und stumpf werden.

Step by Step – Den Wert des Bretts erhalten

In den folgenden Abschnitten wird Schritt für Schritt erläutert, wie das Board gepflegt und somit sein Wert erhalten werden kann.

 

 1.       Schritt: Das passende Werkzeug

 

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Foto: © indigolotos - Fotolia.com

Zur Snowboard-Pflege wird unter anderem ein Bügeleisen benötigt

 

Wer selbst Hand an sein geliebtes Board legen will, benötigt dazu erst einmal das richtige Equipment. Dieses kann zum Beispiel im Fachgeschäft für Wintersportartikel erworben werden. Einige Teile, wie das Bügeleisen oder eine Feile, finden sich bei den meisten Wintersportlern aber sowieso in der Abstellkammer beziehungsweise dem Werkzeugkasten. Anbei alle zur Pflege des Brettes benötigten Werkzeuge in der Übersicht:

 

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Foto: © grafikplusfoto - Fotolia.com

 

 2.       Schritt: Das Kantenschleifen

Um die Kanten des Boards zu schleifen, muss es zuerst mittels Boardhalterung oder Ähnlichem fixiert werden. Dann sind Schmutz und eventueller Rost von den Kanten zu entfernen. Sind grobe Schnitzer zu sehen, werden diese mittels einer Feile oder eines Schleifsteins etwas abgeschliffen. Entscheidend beim Kantenschleifen ist der optimale Schleifwinkel. Dieser kann flacher oder spitzer sein, je nachdem, wo und wie das Brett vornehmlich zum Einsatz kommt. Wer vor allem Jibben, Railfahren oder auf der Piste cruisen möchte, sollte sich für einen flacheren Winkel entscheiden. Ein spitzer Winkel hingegen eignet sich optimal zum Pipefahren, Kickerspringen und Carven, so snowboardermbm.de.

                                                                             

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Foto: © grafikplusfoto - Fotolia.com

Wer mit seinem Snowboard vor allem carven will, sollte sich beim Kantenschleifen für einen spitzen Winkel entscheiden

 

  • Die Belagseite

 

Zuerst wird die die Belagseite abgeschliffen. Die belagseitige Kante wird vom Hersteller meist aus ein Grad hängend geschliffen. Wer vor allem Freestyles mit seinem Board vollführen will, kann die Kante noch ein halbes bis ein Grad mehr schleifen. Damit dies bestmöglich funktioniert, sollte die Pfeile in einen festen Schleifwinkel gelegt werden. Alternativ gibt es auch spezielle Kantenschleifgeräte, welche einen vorgefertigten Winkel nutzen. Damit ein solides Schleifergebnis erzielt wird, sollte der Betreffende mit leichtem Druck zwei bis dreimal über die Kanten schleifen.

 

  • Die Kantenseite

 

Um die Kantenseite zu schleifen, wird der Kantenschleifer in einen Winkel im Bereich von 86 bis 90 Grad eingestellt. Wer sich einen weniger bissigen Kantengriff wünscht, entscheidet sich für einen Winkel zwischen 86 und 88 Grad und wer es aggressiver mag, wählt 89 bis 90 Grad. Auch hier reicht es aus, mit gleichmäßigem Druck zwei bis drei Mal über die Kanten zu schleifen.

 

  • Das Kantenbrechen

Zu guter Letzt werden die Kanten gebrochen. Das bedeutet, dass mittels eines Schleifsteins oder einer Pfeile die Kanten 10 bis 15 Zentimeter von Nose und Tail abgerundet werden. Der dadurch erzielte Effekt: Der Fahrer verkantet nicht so leicht.

 

3.       Schritt: Ausbessern des Belags

Nicht nur die Kanten werden beim Boarden in Mitleidenschaft gezogen, auch der Belag bekommt Kratzer ab. Im dritten Schritt wird nun erläutert, wie der Belag des Boards ausgebessert wird.

 

  • Material

Zum Ausbessern des Belags werden eine grobe Pfeile oder alternativ ein scharfes Messer benötigt. Zudem ist ein Ausbesserungsstift aus P-Tex zu erwerben und zu guter Letzt wird noch ein Feuerzeug benötigt. Im Überblick:

 

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Foto: © tarasov_vl - Fotolia.com

 

  • Vorbereitung

Bevor mit der Reparatur begonnen werden kann, muss der Betreffende erst einmal nachsehen, ob grobe Kratzer im Belag des Brettes zu finden sind. Diese müssen sauber sein. Abstehende Belagteile werden dann unter großer Vorsicht mit dem Messer entfernt, beziehungsweise mit der Pfeile abgefeilt.

 

  • Reparatur

Um Macken im Belag auszubessern, wird der Ausbesserungsstift mit dem Feuerzeug erwärmt. Das herauslaufende Material wird auf beziehungsweise in den Kratzer geträufelt. Da es dabei schnell zu viel Dreck kommen kann, sollte der Betreffende vorsorglich ein Stück Pappe oder Ähnliches als Unterlage bereithalten. Das flüssige Füllmaterial muss anschließend so lange trocknen, bis es vollkommen ausgehärtet ist. Wer ungeduldig ist, kann im Zweifelsfall mit einem Föhn nachhelfen. Dieser sollte jedoch auf Kaltluft eingestellt werden. Ist das Füllmaterial vollständig ausgehärtet, werden Überschüsse mittels einer Pfeile oder Schleifpapier vorsichtig entfernt. Dabei darf weder zu viel noch zu wenig weggeschliffen werden. Am Ende muss der ausgebesserte Bereich eine glatte Fläche mit dem Belag ergeben.

 

 4.       Schritt: Wachsen des Boards

Das Finishing bildet das Wachs, welches im letzten Schritt auf das Board aufgetragen wird. Wie genau das funktioniert und welche Materialien dafür benötigt werden, wird im Folgenden erläutert.

 

  • Equipment

Für das Wachsen des Boards werden ein Belagreiniger, ein Bügeleisen, Wachs, eine Abziehklinge sowie eine Finish-Bürste benötigt. Im Überblick:

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Foto: © tarasov_vl - Fotolia.com

 

 

  • Wachs auftragen und einbügeln

Zu allererst müssen eventueller Schmutz sowie altes Wachs vom Belag entfernt werden. Dafür wird am besten ein spezieller Belagreiniger genutzt. Das alte Wachs kann durch kurzes Aufwärmen der Base mithilfe eines Bügeleisens aus den Poren gelöst und anschließend abgezogen werden.

Welches Wachs nun auf das Snowboard aufgetragen wird, hängt ganz davon ab, zu welcher Jahreszeit der Betreffende mit dem Brett sportlich aktiv sein will. Es muss also bei der Auswahl des Wachses erst einmal die angegebene Temperaturempfehlung des Herstellers geprüft werden. In der Regel kann zwischen drei verschiedenen Temperaturstufen gewählt werden. Es gibt ein Wachs, welches sich für den Einsatz bei warmen Temperaturen um den Gefrierpunkt eignet und ein weiteres welches für mittlere Temperaturen bis minus 10 Grad gedacht ist. Die dritte Wachsart ist schließlich für kalte Temperaturen unter minus 10 Grad ausgelegt. Wer keine extremen Leistungen mit seinem Brett vollbringen, sondern einfach nur ganz normal fahren will, kann sich auch für Universalwachs oder ein Wachs für mittlere Temperaturen entscheiden. Das universell einsetzbare Wachs kann für alle Temperaturen verwendet werden. Das Wachs wird nun mithilfe des Bügeleisens erhitzt und dann über die gesamte Boardbase getropft. Wie genau das funktioniert, ist auch noch einmal in folgendem Video erklärt:

 

Die einzelnen Wachstropfen auf dem Board werden nun mit dem Bügeleisen behutsam eingebügelt. Dafür wird das Bügeleisen mit langsamen und kreisenden Bewegungen über das Brett bewegt. Die Belagzonen, welche sich in Kantennähe befinden, vertragen meist etwas mehr Wachs als der Rest des Belags. Dies liegt daran, dass diese Bereiche des Brettes beim Snowboarden in der Regel stärker beansprucht werden. In keinem Fall darf die Base beschädigt werden. Wichtig ist vor allem, das Bügeleisen nicht zu heiß einzustellen und nicht zu lange an einer bestimmten Stelle zu verweilen. Wer öfter Kleidung bügelt, kennt das Problem. Bleibt das Bügeleisen zu lange auf einer bestimmten Stelle, entwickelt sich schnell ein unschöner Brandfleck und das Kleidungsstück ist hinüber.

 

5. Schritt: Abziehen des Wachses

 

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Foto: © charles taylor - Fotolia.com

Überschüssiges Wachs muss vom Belag entfernt werden

 

Im letzten Schritt geht es darum, das überschüssige Wachs abzuziehen. Dafür muss das Wachs erst einmal abkühlen. Anschließend wird die Abziehklinge zur Hand genommen und das überschüssige Wachs wird entfernt. Ausschließlich das Wachs in den Poren darf blieben, das überschüssige Wachs an der Oberfläche des Belags jedoch muss gründlich entfernt werden. Wichtig ist dabei, die Wachsreste möglichst sauber aufzufangen und im Anschluss zu entsorgen.

An sich ist das Board nun fertig. Wer möchte, kann allerdings mithilfe einer Finish-Bürste eine Struktur in die Base bringen. Dazu muss einfach nur mit der Bürste mehrfach in Fahrrichtung über die Base gestrichen werden.

 

Die Vorteile eines gepflegten Bretts

 

Die regelmäßige Pflege des Brettes wird selbstverständlich nicht nur aus ästhetischen Gründen empfohlen. Ein akkurat gepflegtes Board bringt mehr Fahrspaß, ist aber vor allem in Bezug auf die eigene Sicherheit unerlässlich.

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Foto: © aleksey ipatov - Fotolia.com

Nur ein gepflegtes Board bietet die nötige Sicherheit und erlaubt das Fahren bei hoher Geschwindigkeit

 

  • Höhere Geschwindigkeit

 

Ein Board mit abgefahrener Wachsschicht zu nutzen, macht schlichtweg keinen Spaß. Der raue Belag des Boards bremst es aus, sodass der Fahrer nicht mehr die gewohnte Geschwindigkeit erreicht. Durch das Wachs hingegen wird die Reibung zwischen Belag und Schnee verringert, sodass mit weniger Kraftaufwand schneller gefahren werden kann. Nur, wer sein Board regelmäßig mit einer neuen Wachsschicht versieht, sorgt dafür, dass das Material gepflegt bleibt. Wer hingegen mit einem Brett mit abgenutzter Wachsschicht fährt, trägt maßgeblich zu einem schnelleren Verschleiß des Boards bei.

 

  • Mehr Sicherheit durch festen Halt

 

Regelmäßige Pflege spielt nicht nur in Hinblick auf die Langlebigkeit eines Boards eine Rolle, sie ist auch in puncto Sicherheit entscheidend. Wer auf einem Board mit stumpfen Kanten unterwegs ist, findet auf harten oder vereisten Pisten schlichtweg keinen Halt mehr. Nur ordentlich geschliffene Kanten sorgen für den nötigen Grip und somit die unerlässliche Sicherheit auf und abseits der Piste.

 

Nach dem Urlaub – das Board richtig verstauen

 

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Foto: © Piotr Pawinski - Fotolia.com

Nach der Saison ist vor der Saison – Snowboard und Zubehör wollen anständig verstaut werden

 

Ist der Urlaub beziehungsweise die Wintersportsaison vorüber, will das Board natürlich optimal verstaut werden, sodass es den Sommer unbeschadet übersteht und zur nächsten Saison wieder einsatzbereit ist.

 

  • Die Pflege nach der letzten Tour

Zuerst ist es natürlich zu reinigen und gründlich abzutrocknen. Am besten wird dafür ein Föhn genutzt, damit selbst schwer erreichbare Stellen schnell getrocknet werden können. Sammelt sich irgendwo Feuchtigkeit an, kann das Board schimmeln oder es entwickelt sich Rost. Entscheidend ist es auch, die Kanten zum Ende der Saison noch einmal, wie oben bereits ausführlich erklärt,  zu schleifen. Der Belag wird noch einmal richtig ordentlich gewachst. Wichtig ist hier, dass die Kanten gründlich vom Wachs befreit werden. Sammelt sich nämlich Feuchtigkeit zwischen dem Wachs und den Kanten, bringt diese den Stahl zum Rosten und das geliebte Board ist hinüber. Zusätzlich ist es ratsam, die Bindungen mit speziellem Bindungsspray einzusprühen, denn so wird das Board vor Oxidation und Korrosion geschützt, weiß das Portal schneehoehen.de. Auch die Snowboardschuhe dürfen nicht vergessen werden. Sie sind nach der letzten Tour von Schmutz zu befreien, und müssen anschließend gut gelüftet werden. Am besten werden sie dazu eine Nacht lang auf den Balkon oder die Terrasse gestellt. Bevor sie dann in der Abstellkammer oder einem anderen passenden Ort über den Sommer gelagert werden, müssen auch sie komplett trocken sein. Wer ungeduldig ist, kann auch hier den Föhn zu Hilfe nehmen und die Schuhe trockenföhnen. So lassen sich Stockflecken und Schimmelbildung vermeiden.

 

  • Das richtige Lagern

Das Snowboard sollte in einem trockenen und sauberen Raum gelagert werden. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann in das Material einziehen und das Board beschädigen. Auch die Verbindungsstücke können rosten. Es ist also weder ratsam, das Board in einem feuchten Keller noch in der Waschküche oder einem anderem eher feuchten Raum zu lagern. Auch die Temperaturunterschiede sollten nicht zu extrem sein, da auch dies das Material schädigen kann. Der ständige Wechsel zwischen heiß und kalt führt dazu, dass sich Kondenswasser bildet, was wiederum die Entstehung von Rost begünstigt. Optimal eignet sich zum Beispiel eine Abstellkammer. Am besten wird ein Tuch beziehungsweise eine Decke um das Board gelegt, damit sich darauf kein Staub absetzten kann. Niemals sollte das Board jedoch auf dem Belag liegen. Am besten wird das Board in einem Snowboard-Sack gepackt. Dort ist es optimal geschützt. Wichtig ist, dass dieser Sack absolut trocken ist. Nur so kann einem Rosten der Kanten vorgebeugt werden. Einige Wintersportler möchten ihr geliebtes Brett auch in den Sommermonaten im Blick haben, um so an die schönen Zeiten auf der Piste erinnert zu werden. In diesem Fall kann das Board auch einfach mittels einer speziellen Halterung an der Wand (zum Beispiel über dem Sofa) aufgehängt werden. Wichtig ist, es regelmäßig von Staub und Schmutz zu befreien.

 

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