Di., 10.05.2016

Special Kiffer-Club für die Grünen-Chefin

Special : Kiffer-Club für die Grünen-Chefin

Foto: colourbox.de

Dass die politisch linke und umweltbewusste Partei “Die Grüne” schon immer einen Hang zum Cannabis hatte ist natürlich weitläufig bekannt. Aber die politische Haltung dazu wird noch extremer: nun haben sich die Landesvorsitzende Anna Galina und ihr Stellvertreter als Mitglieder des Vereins “Cannabis Social Club Hamburg e.V” geoutet.

Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, für all seine Mitglieder den Anbau von Hanfsamen (die über Dienstleister wie Dinafem geliefert werden) zu organisieren.

Die Frage nach dem “wieso” erübrigt sich: wer kiffen will, muss zur Zeit zum Schwarzmarkt greifen, wo weder die Qualität der Pflanze bekannt ist, noch die Strukturen, die man dabei unterstützt. Oft werden weitere kriminelle Aktivitäten über die Einnahmen von Cannabis finanziert. Und zuletzt ist auch der von der SPD und Grüne vorgelegte Cannabis-Modellversuch auf Eis gelegt worden, weil man ihnen zu viele Hürden in den Weg legte. Deshalb will der Cannabis Social Club Hamburg für eine Alternative sorgen, die ihren Mitgliedern zu besserem und qualitativ hochwertigem Gras verhilft.

Für die Grünen-Mitglieder ist der Beitritt ein Symbol. Sie stehen hinter der Forderung, ein Modellprojekt für die Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu starten. Sie halten die Stimmung im Land für eine dem Marihuana positiv geneigte. Erst durch die Aufklärung der Gesellschaft über die Gefahren und durch die Kontrolle, die man über eine staatlich geregelte Abgabe hätte, könne man überhaupt irgendwas bewirken. Auch Prävention und Jugendschutz könne so verbessert werden. Für die Grünen scheint das Thema Cannabis-Legalisierung überfällig, obwohl sich in den letzten Jahren politisch nicht viel bewegt hat.

Natürlich wird das ganze medial nicht unkritisch betrachtet. Die FDP hat sich besonders empört. Der gesundheitspolitische Sprecher der Partei, Wieland Schinnenburg, spricht von “Scheinheiligkeit”, weil die Grünen gegen einen ähnlichen Antrag auf ein Modellprojekt seitens der FDP gestimmt hätten. Woher die Unstimmigkeiten in der Haltung gegenüber Cannabis kommen, ist zwar unklar. Mit dem Beitritt in den Cannabis Social Club haben die Grünen-Mitglieder aber auf jeden Fall für eine hitzige Diskussion gesorgt.



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