Di., 07.06.2016

Recht Stalking - ein gesellschaftliches Phänomen

Recht : Stalking - ein gesellschaftliches Phänomen

Damit Stalkingopfer Beweise vorlegen können für eine Rechtsverfolgung, ist die Beauftragung eines Detektivs sinnvoll. Foto: Foto Model: colourbox.de

In Deutschland wurde erst im Jahr 2007 durch den Bundestag ein Gesetz bezüglich der "Nachstellung" von natürlichen Personen geschaffen, seit dieser Zeit gibt es zudem ersichtliche Statistiken. Der Begriff "Stalking" stammt aus der englischen Sprache und bedeutet " sich heranpirschen", weshalb dieser Begriff der Jagd zu geordnet wird. Doch was treibt Menschen zum Stalking an?

Motive für die beharrliche Kontaktaufnahme

Kriminalforscher kategorisieren das Phänomen Stalking schon seit Jahrzehnten. Aus der gesellschaftlichen Verschlossenheit gelangte die Thematik erst am Anfang dieses Jahrtausends. Zwei Gründe gibt es, warum besonders Deutschland sich erst so spät mit dem Thema Nachstellung und Verfolgung beschäftigt hat:
Das Aufsuchen von Personen ist zunächst keine Straftat, sofern die Person sich dadurch nicht kurz-, mittel- oder langfristig in ihrer Psyche und Physis bedroht fühlt.
Der zweite Grund erklärt die Zurückhaltung noch besser, denn viele Opfer scheuten sich, bei Stalking Anzeige zu erstatten.

Stalking als Tabu hat letztlich dafür gesorgt, dass nur wenig über dieses gesellschaftliche Vorgehen bekannt wurde. Mit dem Tabubruch konnten Kriminalforscher verlässlichere Statistiken erheben. Heute ist die Nachstellung von Personen in verschiedenen Variationen vorhanden. Einer der häufigsten Gründe ist die verschmähte Liebe. Ein Mitarbeiter verliebt sich in seine Kollegin, die diese Liebe nicht erwidert. Ab diesem Zeitpunkt bleibt die Frage, wie der Verschmähte reagiert. Gibt dieser sich mit der Ablehnung seiner Angebeteten zufrieden oder stellt er ihr nach. Nachstellungen drücken sich beispielsweise durch häufige Kontaktaufnahmen zu allen Tageszeiten in Form von SMS, Anrufen, persönliches Aufsuchen an verschiedenen Orten, wo die Person sich privat oder beruflich befindet, Briefe oder das Zusenden von kleinen oder Geschenken.

Es gibt Eltern, die eine Beziehung der eigenen Kinder zu einem Partner unterbinden möchten und deshalb zur üblen Nachrede oder Verleumdung als Mittel der Ablehnung greifen. Ehepartner, die ihren Ehegatten oder ihre Ehegattin überwachen lassen oder selbst verfolgen. Interessant dazu sind aktuelle Zahlen, die zwischen 2007 und 2015 erhoben wurden.

Erfasste Stalking-Fälle gehen leicht zurück

Im Jahr 2008 gab es laut Statista.com 29.273 polizeilich bekannte Stalking-Fälle, die bis 2015 bis auf einen Wert von 19.704 zurückgingen, wobei nicht auszuschließen ist, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt.

Betroffene Menschen können sich wehren. So bleibt zunächst der Gang zu einem Anwalt für eine Unterlassungsklage oder der direkte Weg zum Amtsgericht, um eine Einstweilige Verfügung zu erlangen.
Für die Rechtsverfolgung benötigen Betroffene Beweise. Es ist sinnvoll einen Detektiv damit zu beauftragen, der die Vorgänge des Stalkers im Detail festhält und somit eine Rechtswirksamkeit der Beweise erlangt.



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