Di., 19.07.2016

Special Echte Detektivarbeit - harte Arbeit statt Hollywoodmärchen

Special : Echte Detektivarbeit - harte Arbeit statt Hollywoodmärchen

Detektivarbeit darf man nicht unterschätzen. Ganztägige Observationen sind da keine Seltenheit. Foto: ©Detektei Lentz & Co. GmbH

Im Fernsehen sieht alles so leicht aus. Spannende Verfolgungsjagden und der Einsatz von High-Tech zum Abhören von Telefongesprächen und Smartphone-Aktivitäten gehören aber in fiktive Hollywood-Szenerien. Echter Detektivalltag ist zwar nicht minder spannend, besteht aber zum Großteil aus diskreter Observation und den ein oder anderen Schwierigkeiten.

Alles sehen und nicht gesehen werden

Die Gründe für den Einsatz einer Detektei sind vielfältig. Verdacht auf Ehebruch, Diebstahl oder Wirtschaftskriminalität sind dabei die Häufigsten. Grundsätzlich wird zwischen zwei Observationsarten unterschieden. Zum einen kann eine einzelne Person observiert werden, um deren Verhaltensweise so vollständig wie möglich zu dokumentieren. Zum anderen können die Aktivitäten rund um einen definierten Standort genauestens protokolliert werden. Die visuelle und auditive Dokumentation innerhalb gesetzlicher Rahmen bilden dafür die Grundlage. Eine professionell durchgeführte Detektivarbeit ist dabei unauffällig und diskret. "Möglichst alles sehen, aber selbst nicht gesehen werden" ist die Devise.

Detekteien, wie die Detektei Köln,  nutzen in der Regel 2 bis 4 Personen, um eine Zielperson bzw. einen Zielort 24h täglich zu observieren. Grund für diese kleinen Teams ist primär die Wirtschaftlichkeit, da Klienten selten mehr Observanten gleichzeitig finanzieren können. Doch auch mit kleinen Teams ist eine professionelle und lückenlose Observation möglich. Daneben bestimmt die passende Ausrüstung über Erfolg und Misserfolg einer Observation. Es bedarf verschiedener unauffälliger Fahrzeuge für die Observation und Verfolgung. Für die reine Standortobservation werden meist leere mit Kameras ausgestatteter PKWs oder ein besetzter Observations-Bus eingesetzt. Für unauffällige Verfolgungen eignen sich eher PKWs oder Motorräder. Auch eine sehr gute Kamera- und Mikrofonausstattung sowie Diktiergeräte dürfen nicht fehlen, um Erkenntnisse schnell und nachvollziehbar archivieren zu können. Wichtig ist zudem eine gute Funkausrüstung für eine reibungslose Kommunikation zwischen den Observanten.

Die eigentliche Observation

Die Observation ist Kernstück der Detektivarbeit und setzt sich aus den drei grundlegenden Abschnitten "Abklärung", "Observation" und "Berichterstattung" zusammen.

Die Vorabklärung - auch "Abklärung des Observationsraums" genannt - setzt sich aus verschiedenen Maßnahmen zusammen. Es muss geklärt werden, welche Fahrzeuge und öffentliche Transportmittel der Zielperson zur Verfügung stehen, welche Wege von ihr wie und wann regelmäßig genutzt werden, welche Zielpunkte (Fitnessstudio, Zweitwohnung, Büro etc.) von ihr angesteuert werden und ob es temporäre Abweichungen durch beispielsweise Baustellen gibt. Auch die generellen Straßenverhältnisse müssen vorab bekannt sein. Straßennetz, Verkehrsaufkommen und Wetterverhältnisse sind wichtige Observationsfaktoren.

Für die eigentliche Observation besetzen die Detektive verschiedene Positionen. Die Hauptposition behält die Zielperson immer im Blick. Alle weiteren Positionen dienen der taktischen Umgebungssicherung, um im Bedarfsfall schnell den Sichtkontakt zur Zielperson wieder herzustellen. Dafür bewegen sich die Observanten immer in einem sicheren und unauffälligen Abstand mit der Zielperson. Dies kann mitunter schwierig und nervenaufreibend werden, wenn beispielsweise ein plötzlicher Stau den Blickkontakt zur Zielperson kurzzeitig blockiert. Entgegen allen Erwartungen besteht der Hauptteil der Observation aber nicht aus spannender Verfolgung, sondern aus konzentrierter und meist langer Wartezeit. Für eine koordinierte Arbeit stehen alle Detektive über Funk miteinander in Verbindung und können so flexibel auf plötzliche Änderungen reagieren sowie neuste Erkenntnisse oder Unklarheiten kommunizieren.

Am Ende werden alle Erkenntnisse aufbereitet und in einem Abschlussbericht festgehalten. Dieser fasst in chronologischer Reihenfolge alle Beobachtungen zusammen. Der Datensatz besteht aus Aufnahmen der Diktiergeräte, Fotos, Videos, Skizzen und handschriftlichen Notizen. Ergebnis einer meist tagelangen Observation ist ein lückenloser Bericht, der jedes Detail festhält und damit ein umfassendes Bild über die Zielperson oder den Zielort wiederspiegelt.



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