Do., 20.07.2017

Spartipps für Studenten Günstig durch den Partysommer

Spartipps für Studenten : Günstig durch den Partysommer

Wer Dank Ebbe auf dem Konto zuhause bleiben muss, hat dennoch viele Möglichkeiten am sommerlichen Partyleben teilzunehmen. Foto: Fotolia, © Anton Gvozdikov

Sommer, Sonne, Partylaune – Als Student ist in den Semesterferien endlich Zeit, sich von den anstrengenden Vorlesungen und Prüfungen zu erholen. Auf dem Konto sieht es meistens jedoch nicht sehr rosig aus. Aber auch ohne großen Geldbeutel ist es möglich, den Partysommer in vollen Zügen zu genießen.

Das Budget reicht dieses Jahr nicht für die große, weite Welt? Das muss kein Grund sein, Trübsal zu blasen. Auch zuhause lässt sich jede Menge unternehmen, ohne auf Spaß und Party verzichten zu müssen. Verschiedene Tipps helfen dabei, die finanziellen Ausgaben dabei so gering wie möglich zu halten.

Günstig ins kühle Nass

Statt Geld fürs Freibad auszugeben und dort in den Ferien Handtuch an Handtuch mit all den anderen überhitzten Urlaubern zu liegen, kann auch ein Sprung in den Badesee die ersehnte Abkühlung bringen. Auch wenn der städtische Aasee in Münster leider nicht zum Schwimmen geeignet ist, gibt es rund um die Stadt genügend Alternativen.

Der Dortmund-Ems-Kanal wird zwar für besondere Events wie zuletzt das 24-Stunden-Schwimmen genutzt, allerdings ist das Baden dort offiziell verboten. Einige Schlawiner stürzen sich dennoch regelmäßig in die kühlen Fluten. An zahlreichen Stellen entlang der Uferpromenade ist es zumindest möglich, die Füße ins Wasser zu stecken um sich zwischendrin etwas abzukühlen. Die Wasserqualität ist mittlerweile wieder unbedenklich. Mit ein paar eingepackten Snacks wird der Ausflug an den Kanal dann zu einem schönen Picknick – Schiffe gucken inklusive.

Der Hiltruper See beispielsweise liegt nur wenige Kilometer außerhalb und kann auch ohne Auto gemütlich über den Radweg entlang des Dortmund-Ems-Kanals erreicht werden. An zwei Stellen ist der Zugang über kleine Sandbänke sehr bequem.

Etwas weiter entfernt, dafür aber absolut eine Reise wert ist der Silbersee in Haltern. Mit dem riesigen Sandstrand und besonders klarem Wasser kommt in jedem Fall echtes Urlaubsfeeling auf. Zudem ist das Gewässer bei Tauchern in der Umgebung sehr beliebt. Wer mag, kann als kostengünstige Variante die Schnorchelausrüstung einpacken. Bei gutem Wetter werden für den Zugang drei Euro fällig. Dafür gibt es jedoch öffentliche Sanitäranlagen und eine Wachstation des DLRG. Zusammen mit Freunden kann jeder etwas zum Benzingeld zusteuern, so bleibt auch die Anfahrt mit dem Auto erschwinglich.   

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Statt ins Schwimmbad zu gehen, laden auch die Seen rund um Münster zu einer kühlen Erfrischung im Sommer ein. Foto: Fotolia, © Jenny Sturm

Partyspaß mit kleinem Geldb eutel

Wer keine Lust hat, abends auszugehen und viel Geld für Cocktails auszugeben, muss aufs Feiern nicht verzichten. Die günstigere Alternative lautet, einfach selbst eine Party zu schmeißen. Es ist einerseits um einiges günstiger, die Zutaten für leckere Drinks im Supermarkt um die Ecke einzukaufen. Andererseits können die Gäste gebeten werden, selbst etwas zum Buffet beizusteuern. Wenn jeder eine Kleinigkeit mitbringt, bleibt nicht nur der Organisationsaufwand überschaubar, auch die Kosten werden einfach auf mehreren Schultern verteilt. 

Je nachdem in welchem Rahmen gefeiert werden soll, gibt es noch weitere Punkte, mit denen die Ausgaben für die perfekte Party im Rahmen bleiben können. Vor allem die Anzahl der Gäste macht sich beim Budget bemerkbar. Statt eine Location zu buchen, ist die eigene Bude meist für eine kleine Runde ausreichend. Im Sommer bietet es sich auch an, das Fest nach draußen zu verlagern. Auch der Hinterhof ist mit wenigen Mitteln schnell zur Partyzone umgestaltet.

Grillen ist bei schönem Wetter immer eine gute Option. Dann kann jeder sein Grillgut selbst mitbringen. Meist ist unter den Gästen zumindest einer dabei, der sich auf der Tanzfläche völlig fehl am Platz fühlt – dafür liebend gerne die Musikanlage bedient. Wenn vorher eine passende Playlist erstellt wird, bleibt auch der Aufwand während der Party überschaubar.    

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Wenn jeder der Gäste etwas zum Buffet beisteuert, ist bleiben die Ausgaben für eine Party im Rahmen. Foto: Fotolia, © Impact Photography

Musik genießen

In und um Münster sind auch dieses Jahr wieder verschiedene Musikveranstaltungen geplant, bei denen der Eintritt frei ist, oder die auch mit stark eingeschränktem Budget bezahlbar sind und dafür einiges bieten.  

Gerade im kulturellen Bereich ist die Stadt hier sehr gut aufgestellt. Dabei ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei:

  •  Studentenzentrum Baracke: Das Kulturzentrum gehört zur Fachschaft der Politikwissenschaften und Soziologie und befindet sich nahe des Aasees. Neben Partys oder Filmvorführungen finden immer wieder auch Konzerte unterschiedlichster Stilrichtungen von nichtkommerziellen Veranstaltern statt. Übrigens kann die Baracke auch für eigene Partys genutzt werden.    
  •   Begegnungsstätte Cuba: In der Achtermannstraße sind unter dem Dach dieses Kulturzentrums verschiedene Vereine und Initiativen versammelt. Regelmäßig finden verschiedene Tanzveranstaltungen, Poetry Slams oder Konzerte statt. Auch Events der Hörstation in der Windthorststraße gehören hier dazu. Wer selbst Musik macht findet hier mit etwas Glück einen Raum zum Proben.
  • Kulturverein F24: Im ehemals besetzten Haus in der Frauenstraße befindet sich heute der gleichnamige Kulturverein, der sich aus der ursprünglichen Szene dort entwickelt hat. Immer wieder finden Konzerte statt, die entweder umsonst sind oder nur wenig Eintritt kosten. Auch externe Vereine und Gruppen nutzen hin und wieder die Räumlichkeiten für eigene Veranstaltungen.  
  • Hot Jazz Club: Dieser kleine Musikclub im Binnenhafen ist mittlerweile eine echte Institution. Neben renommierten Artisten und Bands dürfen regelmäßig auch Nachwuchskünstler ihr Können beweisen (jeden dritten Dienstag im Monat). Insgesamt liegt der Schwerpunkt bei Jazz und Blues, aber auch Soul, Funk oder Reggae und Ska sind vertreten. Für einige der Konzerte ist der Eintritt frei.

Auch auf Festivals müssen abgebrannte Studenten im Sommer nicht verzichten. Die Sputnikhalle tritt als Veranstalter des „Laut und Draußen“ Sputnik Open Airs auf. Am 12. August findet ab 17 Uhr ein Minifestival mit vier verschiedenen Bands für schlappe fünf Euro statt. Es locken zudem günstige Getränke und wer Hunger hat, kann sich auf den offenen Grills auf dem Gelände auch selbst eine Wurst braten. Bei schlechtem Wetter wird im Sputnikcafe gefeiert.

Weitere kostenlose Festivals können auch in der weiteren Umgebung besucht werden:

  • Olgas Rock: Der Olga Park in Oberhausen wird am 11. und 12. August zur Kulisse für die 18. Ausgabe dieses kostenlosen Festivals. Zusammen mit Freunden können auch hier die Kosten für die Anfahrt (rund 90 Kilometer) geteilt werden.   
  • Stemweder Open Air: Etwa 100 Kilometer nordöstlich von Münster findet eines der ältesten „Umsonst“-Festivals Deutschlands statt. Dieses Jahr wird am 18. und 19. August mit rund 12.000 Besuchern gerechnet.        

Mobil mit minimalem Budget

Mobil zu sein bedeutet immer noch ein gewisses Maß an Freiheit und Flexibilität. Allerdings können sich Studenten ein eigenes Auto oft nicht leisten. Münster verfügt seit einiger Zeit über ein eigenes Car-Sharing Angebot. Über das Portal Stadtteilauto kann hier in der Regel kostengünstiger als bei einem regulären Autoverleih auf Zeit ein Wagen geliehen werden. Je nachdem für welchen Zweck das Auto eingesetzt werden soll, ist dies eine denkbare Alternative zum eigenen PKW, auch mit eingeschränktem Budget. So wird auch der eine oder andere Ausflug außerhalb der Stadtgrenzen möglich und erschwinglich.  

Wer dagegen aufs Rad umsteigt, kommt ganz ohne weitere Ausgaben aus. Das notwendige Gefährt kann meist sehr preiswert auf dem monatlichen Fahrradflohmarkt in der Hafenstraße erworben werden. Münster gilt als die Radfreundlichste Stadt Deutschlands – keine Ausreden also, warum der nächste Ausflug nicht auf zwei Rädern bestritten werden sollte. Um die Stadt hinter sich zu lassen und auch mal etwas mehr Grün genießen zu können, gibt es auch im Umland eine Vielzahl an attraktiven Strecken.

Als besonderes Highlight könnte der Radausflug auch mit einem ausgedehnten Picknick verbunden werden. Je nachdem wieviel Gepäck und Verpflegung dabei mitgenommen wird, kann bei einem gemeinnützigen Projekt dafür auch kostenlos ein Lastenrad ausgeliehen werden. 

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Münster gilt als überaus fahrradfreundlich und verfügt über ein gut ausgebautes Wegenetz. Foto: Fotolia, © Martin Debus

Fazit 

Auch mit wenig Geld ist es möglich, am Partyleben und dem vielfältigen kulturellen Angebot im Sommer teilzuhaben. Wer sich nicht auf die Mainstream-Angebote versteift, findet viele günstige und nicht weniger interessante Alternativen.

Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, in den Semesterferien durch einen Sommerjob etwas Geld zu verdienen und das Bankkonto wieder etwas aufzufüllen. Dann kann beim nächsten Mal wieder etwas mehr auf den Putz gehauen werden.



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