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Schwieriger Jahresauftakt für Preußen Münster

Ein Testspiel gegen Fortuna Köln bleibt Preußen Münster am Sonnabend, ehe es für den Drittligisten wieder aufs Ganze geht.

Freitag, 18.01.2019, 10:53 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 11:09 Uhr
Specials: Schwieriger Jahresauftakt für Preußen Münster
Für die Adlerträger stehen wieder wichtige Spiele an. Foto: Colourbox.de

Dabei hat der 1906 gegründete Traditonsverein keinen leichten Einstieg ins neue Jahr gehabt. Während es im Herbst glänzend aussah für den Verein, mit Aussichten auf den Aufstieg in die Zweitklassigkeit, drehte sich plötzlich der Wind. Von Platz zwei ging es durch vier Niederlagen in Folge und drei Punkten in sechs Spielen runter auf Platz sieben.

Das will der Verein allerdings wieder wettmachen. Zwar kassierte Preußen Münster bei seinem ersten Testspiel in diesem Jahr mit 2:4 eine weitere Niederlage, aber mit Bayer Leverkusen hatten die Kicker es auch mit einem derzeit auf Tabellenplatz neun liegenden Bundesligaverein zu tun. Vor allem U-19-Spieler Cyrill Akono machte nicht nur durch ein Tor, sondern durch sein gesamtes Spiel während der 90 Minuten positiv auf sich aufmerksam.

Zwar gilt der gegnerische Carl Zeiss Jena bei Buchmachern und Fußballfans als Favorit im Auftaktspiel der zweiten Saisonhälfte, aber als absolut unwahrscheinlich wird ein Sieg der Münsteraner nicht angesehen.

Begehrt sind die Tickets für die Spitzenspiele. Das erste Heimspiel des Jahres, zu dem der 1. FC Kaiserslautern im Februar anreist, ist schon ausverkauft. Für das Lokalderby gegen Osnabrück bestimmt die Postleitzahl, wie gut die Aussichten sind, Tickets zu erhalten. Bis auf die beiden letzten Heimspiele am 34. Spieltag gegen Großenaspach und am 37. Spieltag gegen Karlsruhe sind alle Spiele für den Kartenverkauf freigeschaltet. Die beiden Ausnahmen folgen, sobald die genauen Termine feststehen.

Trainer Marco Antwerpen hofft, dass sich die aufsteigende Form, wie sie im Spiel gegen Bayer Leverkusen zu sehen war, auch weiterhin aufrecht hält und ausbauen lässt. Vor allem in der Verteidigung sieht er derzeit die größten Schwächen.

Von seinen Glanzzeiten ist der 2000 Mitglieder starke Verein allerdings noch meilenweit entfernt . Der am 30. April 1906 von Gymnasialschülern als FC Preußen gegründete Club hatte seine Anfänge auf einem von der Armee geliehenen Exerzierplatz. Die Tore mussten jedesmal auf- und wieder abgebaut werden. Bereits das erste offizielle Spiel endete mit einem 5:0 gegen den FC Osnabrück. Dementsprechend schnell gelang der Aufstieg in die A-Klasse des Westdeutschen Spielverbands. Kurz vor Kriegsausbruch holte der Verein erstmals den Titel als Westfalenmeister.

Sogar ein Stück Rundfunkgeschichte hat der 1921 in Sportclub Preußen Münster umbenannte Club geschrieben, als am 1. November 1925 im Spiel gegen Arminia Bielefeld der erste Live-Kommentar der deutschen Radiogeschichte über den Äther ging.

Der größte Triumph gelang dem Club 1950/1951 mit einem sensationellen Einzug ins Finale der deutschen Meisterschaft. 100.000 Zuschauer sahen im Olympiastadion Berlin die Begegnung gegen den 1. FC Kaiserslautern, die Ottmar Walter schließlich mit zwei Toren zum 2:1 zugunsten der Pfälzer entschied.

1963 gehörte der Verein zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga und verzeichnete in seinem ersten Bundesligaspiel am 24. August 1963 beim 1:1 gegen den HSV das erste ausverkaufte Stadion der neuen Liga. Doch schon in der nächsten Saison folgte der Abstieg.

In der dritten Liga spielt der Verein seit der Saison 2011/2012, aber Fans und Club hoffen, dass es wieder bergauf geht.

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