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Die leidige Stadionfrage der Preußen

Zugegeben, 2019/20 ist noch nicht so ganz die Saison der Preußen. Vor Allem, wenn man sich die ersten, durchaus erfolgreichen, Partien nochmals auf der Zunge zergehen lässt, dann aber auch einsieht, wie rapide der Weg nach unten geführt hat. Nur knapp über dem ominösen Strich steht das Team von Trainer Hübscher nach 9 Spieltagen, eindeutig zu wenig für die eigenen Ansprüche. Überhaupt scheinen Ansprüche und Wirklichkeit dieses Jahr ein wenig auseinander zu gehen, was überrascht. Denn nach Jahren der langsamen, aber stetigen Entwicklung sollte es doch eigentlich dieses Jahr so weit sein: der Angriff an die Tabellenspitze und vielleicht mal der Besuch in Liga 2. Preußen Münster spielt schon viel zu lange in der 3.Liga, um sich nicht irgendwann mal berechtigte Hoffnungen zu machen, denn auch die Stadt spielt langsam mit. Zu langsam aber, wie einige meinen. 

Mittwoch, 02.10.2019, 13:55 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 14:00 Uhr
Specials: Die leidige Stadionfrage der Preußen
Foto: Colourbox.de

Ein neues Stadion soll her

Zwar ist Preußen noch immer zwei Ligen von der Beletage des deutschen Fussballs entfernt, das sollte sie aber nicht daran stören, ein neues Stadion zu bekommen, welches im eventuellen Fall auch für Spiele gegen die Bayern und Dortmund groß genug ist. Denn auch die Auflagen für Liga 2 haben es in sich, so dass über kurz oder lang ein neues Stadion einfach Pflicht ist. Der Verein weiß das, die Stadt weiß das, aber da gibt es dann immer wieder einzelne Personen, die sich dagegenstellen. So wie im vergangenen Jahr, als sich ein eigentlich schon sicherer Platz in Bösensell – die Verhandlungen liefen monatelang – im letzten Moment zerschlug. Viel Arbeit für nichts, denn alle hatten sich zu 100% auf diesen Platz eingeschossen, in der Hoffnung dort eine Multifunktionsarena für bis zu 35.000 Zuschauer errichten zu können. Vielleicht war es auch der Schock darüber, dass sich diese Träume erstmal zerschlagen haben, dass die Mannschaft eher ernüchternde Ergebnisse eingespielt hat in der vergangenen Rückrunde.
Um ehrlich zu sein, alles auf eine Karte zu setzen bei der Suche nach dem richtigen Ort war vielleicht nicht die beste Option, besonders ohne Sicherheitsnetz. Dieses sollte man bei Sportwetten immer verwenden. Denn jetzt steht der Verein vor einer unsicheren Zeit, auch sportlich betrachtet. 

Neuentwicklungen mit Fanhilfe

Zum Glück aber kann sich die Stadt und der Verein darauf verlassen, dass die stets unermüdlichen Fans und Förderer des Vereins nichts unversucht lassen, endlich aus ihrem alten Stadion rauszukommen. Zwar ist das Preussenstadion altehrwürdig und hat vieles durchgemacht, es ist aber auch sehr sanierungsbedürftig, die Kosten dafür kommen dann also fast schon in Bereiche, die ein Neubau veranschlagen hätten. Und mit weniger als 15.000 Plätzen reicht es zwar für Liga 3, aber da soll auf Dauer ja nicht Schluss sein. Daher werden aktuell Konzepte ausgearbeitet, um vielleicht schon zum Ende 2020 mit Umbaumaßnahmen für das bestehende Stadion zu beginnen, auch wenn viele lieber ein ganz Neues gehabt hätten.
So oder so, die Preußen haben die Ambitionen um im Profifussball noch ein wenig höher zu kommen. Zudem können sie sich glücklich schätzen, einen Stadtrat und eine Fan Basis zu haben, mit der sie ihre Ziele auch finanziell auf lange Sicht erreichen sollten. 

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