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Die Europameisterschaft 2020 und die ewigen Favoriten

Es ist wieder soweit und die Europäer machen ihren Fußballmeister unter sich aus. Die Europameisterschaft 2020 wird in 12 verschiedenen Stadien ausgetragen und in 11 verschiedenen Ländern. Möchte man zumindest die Spiele der eigenen Mannschaft in der Gruppenphase sehen, muss man zwischen zwei Ländern pendeln, aber ob sich das lohnt? Zum Glück gibt es die Möglichkeit im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) alle Spiele zumindest im Stream live zu sehen, dann entfällt das Reisen. Die ewigen Favoriten gibt es auch bei dieser EM und mit Deutschland ist nur ein ehemaliger Weltmeister dabei, der schon einmal kläglich versagt hat. Mannschaftsumbauten und viele Länder- sowie Clubspiele machen sich auch bei der EM bemerkbar.

Dienstag, 05.11.2019, 10:07 Uhr aktualisiert: 05.11.2019, 10:14 Uhr
Specials: Die Europameisterschaft 2020 und die ewigen Favoriten
Foto: Colourbox.de

Streamen oder Live sehen? Die Qualen der EM 2020

„Fußball ist unser Leben“, aber zur EM wird das Fußball-Fanleben durchaus etwa strapaziert, möchte man die Spiele seiner Mannschaft alle live sehen. Deutsche Fans haben es noch leicht, kommt „die Mannschaft“ fest in Gruppe F und somit wird zwischen Budapest und München gependelt. Italienische Fans (Italien ist fest in Gruppe A gesetzt) müssen zwischen Rom und Baku pendeln und Fans der Mannschaften der Gruppe D pendeln zwischen London und Glasgow. Da aber die Mannschaft der Stadien (Deutschland = München, Spanien = Bilbao, etc.) 2 Spiele zuhause spielen, müsste der deutsche Fan zumindest nur einmal nach Budapest reisen, als Fan der Österreicher, Isländer oder Schweizer Mannschaft sieht dies natürlich ganz anders aus. 

Die Flugtickets, Busreisen oder Autofahrten können ab Dezember geplant werden, wenn die Auslosung stattgefunden hat. Kommt die eigene Mannschaft aber in die Play-offs, dann kann es sein, dass man erst im April erfährt, wohin man seine Tickets buchen und die Autofahrt planen darf, und der kurzfristig eingeplante Urlaub (die Gruppenphase findet in den beiden letzten Juni-Wochen statt) erfreut doch jeden Chef. Ja, ein guter Fan plant vor …

Die etwas günstigere Alternative ist das Streamen der EM-Spiele. In Deutschland wird von ARD und ZDF gestreamt, in Österreich streamt ORF und in der Schweiz ist es der Schweizer Rundfunk, der alle Spiele über Stream ausstrahlt. Das Tolle dabei ist, dass man von unterwegs, im Garten oder auch auf der Arbeit die Spiele ansehen kann, und zwar alle Spiele, nicht nur die der eigenen Mannschaft. Der Nachteil ist aber, dass man auch in dem Land des „Streamers“ sein muss – für ARD und ZDF in Deutschland, für ORF in Österreich und für den SR in der Schweiz. Als Urlauber im europäischen oder weltweiten Raum hat man dann durchaus einige Probleme, möchte man kostenlos streamen. Eine Lösung könnte sein, einfach während der EM im eigenen Land zu bleiben, eine andere Lösung ist VPN. Durch dieses Virtuelle Private Netzwerk bietet sich die Möglichkeit, die Spiele auch aus einem anderen Land heraus streamen zu können. Mit VPN Österreich können die Österreicher ihre Wunschspiele in einem anderen Land mit den Kommentatoren des ORF ansehen. 

Die ewigen Favoriten und Underdogs der EM 2020

Eigentlich sind es immer dieselben, die man zu den Favoritenkreis zählt. Zum einen den ehemaligen Europameister sowie den amtierenden Weltmeister – aktuell heißt das Portugal und Frankreich. Während man es Frankreich zutraut den Double Sieg wie damals Spanien (WM 2010 & EM 2012) zu erreichen, denkt keiner wirklich mehr, dass Portugal noch mal so viel Glück haben wird. 

Dann wäre da natürlich noch Italien, der ewige Favorit, der wie England und Deutschland schon aus Prinzip zum (erweiterten) Favoritenkreis gezählt wird. Aber wie bei den anderen Mannschaften ist nicht nur wichtig, wie sie sich in der Vorrunde geschlagen haben, sondern auch, wie alt die Mannschaft ist (wie lange sie schon zusammenspielen) und auch wie erfahren und alt die einzelnen Spieler sind.

Niederlande sind durchaus ein heißer Favorit mit der jungen und starken Mannschaft, aber auch sie hat ihre Altmeister mit Ryan Babel (seit 2005) und Luuk de Jong (seit 2011), die aufgrund ihres Alters (34 + 30 Jahre) schon fast zum alten Eisen gehören. 

Belgien wird sich ganz klar qualifizieren und ist nach dem dritten Platz bei der WM 2018 ein klarer Favorit. Wobei auch hier immer der Druck einer EM miteinzubeziehen ist und sich die Mannschaft auch in den letzten 2 Jahren gewandelt hat.  

Dann gäbe es noch die Türkei, die es durchaus auch weit bringen kann, aber wohl fehlt hier durchaus die internationale Erfahrung, um bis zu einen der kleinen Finals (Viertel- oder Halbfinale) zu kommen. Russland sollte man auch nie unterschätzen, sie können es durchaus weit bringen – und dies auch abseits jeglicher Doping-Geschichten. Finnland, Serbien und Kroatien sind ganz klar Underdogs, deren Spiele aber durchaus sehenswert sein werden – wir erinnern uns nur zu gern an die unbekannten Isländer.

Von der Vorrunde auf die Qualität einer Mannschaft zu schätzen kann ganz schön in die Hose gehen, wie uns die Österreicher 2016 eindrucksvoll bewiesen haben. So haben sie bei der EM 2016 in Frankreich in der Vorrunde von 10 Spielen 9 Spiele gewonnen (1 x unterschieden gegen Schweden), um dann in der Gruppenphase mit einem Unentschieden gegen Portugal zu glänzen. Deutschland hatte bei der Quali zur WM 2018 immerhin 10 Spiele gewonnen, um dann mit einem Sieg aus der Gruppenphase aus dem Turnier zu scheiden.

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