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Knieschmerzen beim Treppensteigen: Wo gibt es Hilfe?

Knieschmerzen beim Treppensteigen können durch zahlreiche Ursachen entstehen und in jedem Alter auftreten. Zudem stellen sie eine enorme Belastung dar. Was kann dagegen unternommen werden und wo gibt es Hilfe?

Montag, 07.12.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 13:59 Uhr
Technik: Knieschmerzen beim Treppensteigen: Wo gibt es Hilfe?
Foto: Colourbox

Ursachen für Knieschmerzen

Mögliche Ursachen für Knieschmerzen sind unter anderem:

  1. altersbedingte Abnutzung: Mit der Zeit lässt die Elastizität des Knorpels nach und die Flüssigkeit im Gelenk kann sich in ihrer Zusammensetzung ändern. Dadurch können sich die Knochen ebenso wie der Knorpel mit der Zeit abnutzen. Das natürliche Polster fehlt zunehmend. Dadurch kommt es zu einer gesteigerten Abnutzung, die erhebliche Schmerzen verursachen kann.
  2. Verletzungen: Eine überdehnte Sehne, ein Bänderriss aber auch ein Knochenbruch können in jedem Alter auftreten und beispielsweise durch falsche Bewegungen beim Sport oder einen Unfall verursacht werden.
  3. Überlastung: Wer viel Sport treibt, den ganzen Tag auf den Beinen ist oder – im Gegenteil – sich zu wenig bewegt und daher auch eine zu geringe Muskelmasse aufweist, ist gefährdet.
  4. Arthritis, Arthrose und andere Erkrankungen : Rheumatische Erkrankungen können entzündliche Reaktionen hervorrufen, die erhebliche Schmerzen auslösen.
  5. Fehlbelastung: Falsches Schuhwerk sowie angeborene oder erworbene Fehlstellungen können zu einer einseitigen Überlastung führen und verhindern, dass die Muskulatur als stabilisierende Stütze fungiert. Zudem kann das Risiko für Verletzungen erhöht sein.

Knieschmerzen vorbeugen

Damit Knieschmerzen gar nicht erst zustande kommen können:

  • das richtige Schuhwerk: Schuhe mit sehr hohen Absätzen oder harten Sohlen verhindern, dass die Füße beim Gehen richtig abrollen können. Das kann nicht nur Fußschmerzen, sondern auch Knieschmerzen und Rückenbeschwerden erzeugen. Ein häufiger Schuhwechsel und gesundes Schuhwerk beugen derlei Problemen vor.
  • barfuß laufen: So oft wie möglich barfuß zu laufen trainiert die Füße und die Waden, wodurch stabilisierende Muskulatur aufgebaut wird. Sogenannte Barfußschuhe sind eine sinnvolle Alternative. Unter anderem auch beim Sport. Das Laufen darin ist zunächst anstrengender, weswegen eine langsame Gewöhnung sinnvoll ist.
  • Sport treiben: Eine trainierte Muskulatur hilft dabei, die Gelenke zu entlasten. Regelmäßig Sport zu treiben ist daher eine wunderbare Vorbeugung . Dabei sollte jedoch eine Sportart gewählt werden, die ein möglichst geringeres Risiko für Verletzungen hat. Schwimmen, Radfahren oder Joggen sind gut geeignet. Bei aggressiven und impaktreichen Sportarten, wie beispielsweise Fußball kann es hingegen schnell und häufig zu Überdehnungen und Rissen kommen.
  • Spazieren gehen: Tägliches Spazieren gehen und häufiges Radfahren hilft dabei, die Durchblutung zu steigern und damit die Versorgung zu verbessern. Der Knorpel wird aufgrund des Drucks ähnlich einem Schwamm ausgedrückt und kann neue, nährstoffreiche Flüssigkeit aufnehmen. Dadurch werden die Elastizität und dämpfende Funktion erhalten beziehungsweise verbessert.
  • Beine hoch: Wann immer möglich, sollten die Beine hochgelegt werden. Hierdurch kann die Flüssigkeit aus dem Gelenke und dem Gewebe besser abfließen. Spätestens nach Feierabend und etwas Bewegung heißt es daher, Füße hoch.
  • Probleme behandeln: Die Füße schmerzen immer wieder? Im Rücken krampft es? Die Schuhsohlen nutzen sich ungleichmäßig ab? Dann ist es höchste Zeit für eine umfassende Untersuchung beim Orthopäden. Eine entsprechende Behandlung kann verhindern, dass sich aus einem anfänglich eher geringfügigem Gespräch chronische Beschwerden entwickeln. Wer bereits unter chronischen Fehlstellungen leidet, wie beispielsweise einer Skoliose, sollten häufige und regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Physiotherapie, ausgleichende Einlagen oder Eingriffe können erforderlich sein.

Wie können Knieschmerzen gelindert werden?

Wenn bereits Knieschmerzen bestehen und Treppensteigen Beschwerden auslöst, sollten entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Dabei handelt es sich um:

  • Untersuchung: Die Feststellung der Ursache ist entscheidend für das weitere Vorgehen. Bei einer Verletzung muss beispielsweise ausreichend Zeit für die Heilung eingeplant werden. Das bedeutet Schonung. In anderen Fällen kann hingegen ein gezielter Muskelaufbau erforderlich sein. Im Falle einer bestehenden Arthritis können wiederum Medikamente angeraten sein.
  • Bewegen: Leichte Bewegung verbessert den Abfluss alter und den Zufluss neuer Gelenkflüssigkeit. Die Gesundheit des Knorpels kann positiv beeinflusst werden. Zudem profitieren Durchblutung und Muskulatur davon.
  • Kühlen: Bei Schmerzen, Schwellungen und Rötungen kann ein gezieltes Kühlen des betroffenen Knies schmerzlindernd wirken. Sogenannte Cool Pads aus dem Kühlschrank oder dem Gefrierfach können ebenso helfen, wie beispielsweise Eis-Spray oder kühlende Salbe beziehungsweise Gel.
  • Physiotherapie: Gezielte Übungen zur Stärkung der Muskeln und Entlastung der Gelenke können erheblich zur Heilung und der Vorbeugung weiterer Beschwerden beitragen.
  • Salbe: Entzündungshemmende Wirkstoffe können auch äußerlich aufgetragen werden. In Form von Salben oder Cremes sind sie einfach zu verteilen.
  • Schonen: Sofern es sich um eine Verletzung oder eine Entzündung handelt, sollte das Knie für einige Tage geschont und zusätzlich stabilisiert werden. Die Beine häufig hochzulegen und anfangs wenig zu bewegen kann ebenso helfen wie eine Bandage. Langes Stehen, das Laufen weiter Strecken oder Tragen hoher Schuhe sollte dringend vermieden werden. Auch bei Entzündungen kann es zunächst hilfreich sein, das Bein ruhig zu stellen.
  • Stabilisieren: Bei einer Überdehnung oder einem Bänderriss ist es wichtig, dass Bein beziehungsweise Knie so lange wie nötig zu schonen. Hierüber sollte allerdings ein Arzt entscheiden.
  • operative Eingriffe: In einigen Fällen kann es unumgänglich sein, einen chirurgischen Eingriff vorzunehmen. Inwiefern das Bein im Anschluss belastet werden kann, ist in jedem Fall unterschiedlich. Entscheidend ist vor allem die individuelle Heilungsdauer.

Tipp: Wenn sich die Beschwerden durch Belastung verschlimmern, länger als drei Tage anhalten oder besonders intensiv sind, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Orthopäden und Sportmediziner sind die passende Anlaufstelle.

Treppenlift als Hilfe

Bei anhaltenden Knieschmerzen oder erheblichen Problemen, beispielsweise nach einer Operation, kann eine Treppenlift-Beratung vor Ort in Münster wahrgenommen werden. Hierbei wird die Lage vor Ort inspiziert und die individuell am besten geeignete Lösung entworfen.

Auch Kosten und Alternativen zu besprechen ist möglich. Die Treppenlift-Beratung vor Ort in Münster bietet sich nicht nur im Alter an, wenn neben Knieschmerzen beispielsweise auch Beschwerden im Bereich der Hüfte bestehen. Auch bei schwerwiegenden Verletzungen und den daraus entstehenden, andauernden Beschwerden kann ein Treppenlift eine immense Erleichterung darstellen.

Da gerade bei bei gewundenen Treppen entsprechende Anpassungen erforderlich sein können, fürchten sich viele Menschen vor den entstehenden Kosten. Allerdings finden sich hierfür entsprechende Alternativen, um den Preis so gering wie möglich zu halten.

Die wichtigste Basis dafür ist, professionelle Beratungen in Anspruch zu nehmen. Erfahrung und Kompetenz sind entscheidend. Zudem sollte eine fachkundige Anpassung erfolgen und ein Preisvergleich durchgeführt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die optimale Lösung gefunden wird. Auch wenn absehbar ist, dass der durch Knieschmerzen eingeschränkte Zustand nur vorübergehend ist, kann ein Lift für die Treppe sinnvoll sein.

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