Fr., 27.01.2017

Tiermedizin Arthrose bei Hunden: Wie erkennen und behandeln?

Tiermedizin : Arthrose bei Hunden: Wie erkennen und behandeln?

Foto: colourbox.de

Nicht nur Menschen können an Arthrose erkranken, auch Hunde leiden oft an dieser schleichenden Gelenkerkrankung. Damit dem Tier die Freude an der Bewegung nicht vollständig abhanden kommt, muss die Krankheit frühestmöglich behandelt werden.

Geht einem Hund die Freude an der Bewegung verloren, könnte eine Arthrose dahinterstecken. Hundehalter sollten aufmerksam werden, wenn die Bewegungen des Hundes steif werden, er einen lahmenden Gang hat und ihm das Laufen offensichtlich unangenehm ist. Bei kaltem Wetter oder nach längeren Ruhephasen verstärken sich diese Symptome oft. Erkrankte Hunde wechseln außerdem häufig ihre Liegeposition und beißen sich wiederholt in das betroffene Gelenk. Dieses fühlt sich oft verdickt an und ist nur eingeschränkt beweglich.

Sobald Hundehaltern typische Symptome einer Arthrose an ihrem Vierbeiner auffallen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Mithilfe von Röntgenbildern, Ultraschalluntersuchung, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie kann er oder sie eine sichere Diagnose stellen. Die weitere Behandlung richtet sich danach, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist. Ein vorhandener Gelenkverschleiß kann in der Regel nicht rückgängig gemacht werden. Die Behandlung verfolgt das Ziel, den weiteren Krankheitsverlauf zu stoppen oder zu verlangsamen und die Schmerzen des Hundes zu verringern.

Viele Tierbesitzer machen, zusätzlich zu konventionellen Methoden, gute Erfahrungen mit natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln. Produkte wie z. B. ArthroGreen sollen sich förderlich auf Gelenke und Bindegewebe auswirken und die Lebensqualität des Hundes verbessern.

Falls der Hund Übergewicht hat, sollte dieses behutsam reduziert werden. Jedes überflüssige Kilo auf den Rippen schadet den empfindlichen Gelenken.

Zu viel Bewegung ist ebenso schädlich. Ein an Arthrose erkrankter Hund sollte nicht mit Treppensteigen, großen Sprüngen oder zu langen Spaziergängen belastet werden. Hilfreich ist schonende, gezielte Bewegung bei einem Tierphysiotherapeuten.

Tierärzte verschreiben meist entzündungshemmende Schmerzmittel, um dem betroffenen Hund die Bewegung zu erleichtern. Auch kortisonhaltige Medikamente oder eine Art Physiotherapie sind üblich. Bei einer sehr weit fortgeschrittenen Arthrose hilft oft nur noch ein chirurgischer Eingriff. Dabei wird zum Beispiel der Gelenkknorpel geglättet oder in schweren Fällen ein künstliches Gelenk eingesetzt.

Die Arthrose ist ein schmerzhafte Erkrankung mit schleichendem Krankheitsverlauf. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser stehen die Chancen, dem Hund trotz Arthrose ein aktives, erfülltes Leben zu bieten.

Noch besser ist es, der Gelenkerkrankung vorzubeugen. Welpen und junge Hunde haben eine schier unerschöpfliche Energie. Treppensteigen, hohe Sprünge oder zu lange Spaziergänge können aber auch sie überlasten, ohne dass es auffällt. Auch das Laufen neben einem Fahrrad kann für kleine Hunde eine zu große Anstrengung sein. Die Ursache einer späteren Arthrose liegt oft in einer früheren Überlastung des Bewegungsapparats. Deswegen sollten Besitzer junger Hunde stets darauf achten, diese nicht zu sehr zu strapazieren.

Vorsicht geboten ist auch bei Verletzungen wie Knochenbrüchen. Auch wenn diese gut verheilen, verursachen sie manchmal kaum bemerkbare Fehlstellungen. Diese beeinträchtigen den Körper des Hundes dauerhaft und führen über kurz oder lang zu Gelenkrückbildungen. Auch akute Gelenkerkrankungen wie eine Arthritis können langfristig eine chronische Arthrose verursachen.

Manche Hunderassen sind aufgrund ihres Körperbaus besonders anfällig für Arthrose. Halter von großen Hunden wie Labrador, Rottweiler oder Schäferhund sollten besonders auf angemessenes Gewicht, gute Ernährung und schonende Bewegung ihres Hundes achten.



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