Kerne, Körner und Co.
Vögel im Garten richtig füttern

Wenn es draußen frostig wird, streuen Tierfreunde den Vögeln gerne Futter hin. Wer es richtig machen will, sollte ein paar Punkte beachten. Gutes Futter lässt sich außerdem leicht selbst herstellen.

Freitag, 04.12.2020, 04:25 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 04:33 Uhr
Offene Futterhäuschen sollten jeden Tag gereinigt werden. Vogelfutter sollte auch nicht nass werden, weil das zur Ausbreitung von Krankheitserregern führen kann.
Offene Futterhäuschen sollten jeden Tag gereinigt werden. Vogelfutter sollte auch nicht nass werden, weil das zur Ausbreitung von Krankheitserregern führen kann. Foto: Christin Klose

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Vögel füttern ist mehr als Brotkrümel auf die Fensterbank zu streuen. Das fängt schon mit dem richtigen Zeitpunkt an. Nur bei starkem Frost oder dauerhaft geschlossener Schneedecke sollten die gefiederten Freunde draußen gefüttert werden, erklärt der Landesverband Hessen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Sauberkeit am Futterplatz ist das A und O. Das Futter darf auch nicht nass werden. Das kann zur Ausbreitung von Krankheitserregern führen. Geeignet sind Sonnenblumenkerne, Hanf, Hirse, Getreide, Haferflocken, Fett-Kleie-Gemische, Futterringe und -knödel, Kokosnusshälften mit Rinderfett oder Rindertalgstücken. Viele Vögel nehmen auch Obst, Rosinen und Wildbeeren.

Altes Brot ist dagegen ungeeignet, weil es im Vogelmagen aufquillt. Auch Speisereste sind tabu, die Gewürze können die Vögel sogar umbringen. Verteilt auf mehrere Futterstellen haben auch schwache Vögel eine Chance, Körner zu ergattern. Wasser muss generell nicht angeboten werden. Vögel finden es im Winter in Form von Reif, Eis oder Schnee.

Rezept: Vogelfutter selbst gemacht

So lässt sich günstiges Futter herstellen, das die meisten Vögel mögen: Rindertalg wird klein geschnitten und erhitzt. Nach dem Ausschmelzen des Fetts wird etwa die gleiche Menge Weizenkleie untergemischt. Ein Schuss Salatöl sorgt dafür, dass das Ganze bei Kälte nicht brüchig wird.

Die Masse kann man in einen Blumentopf füllen, in den vorher ein Stab gestellt und ein Stückchen durch das Bodenloch gezogen wird. Ist das Futter erkaltet, kann man den Topf kopfüber am Stabende aufhängen. Am längeren Stabende können sich die Vögel beim Fressen festhalten.

Offene Futterhäuschen täglich reinigen

Der NABU Hamburg empfiehlt auch die Verwendung von sogenannten Futtersilos, die das Futter vor Verunreinigungen durch Vogelkot verhindern. Wer dennoch ein offenes Futterhäuschen nutzt, sollte es unbedingt täglich reinigen.

Den Futterspender platziert man am besten an einer übersichtlichen, gut einsehbaren Stelle, so dass sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen können. Eine Gefahrenquelle für Vögel seien auch Glasscheiben in der Nähe der Futterstelle. Sie können leicht zur tödlichen Falle werden, wenn sich etwa Bäume im Glas spiegeln. Aufkleber können Abhilfe schaffen.

© dpa-infocom, dpa:201203-99-558199/2

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