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Die erfolgreichsten Bundesliga-Vereine aller Zeiten

In den letzten 10 Jahren ist das Rennen um die Meisterschale in den Augen vieler Fußballfans relativ eintönig verlaufen. Ein Grund ist die scheinbar nicht zu brechende Dominanz des FC Bayern München gewesen. Der deutsche Rekordmeister hat eine erdrückende Übermacht – in Form von guter Transferpolitik und sehr guter Trainerarbeit – geltend gemacht. Und damit meist schon sehr früh nach der Meisterschale gegriffen. In der laufenden Saison sieht das Ganze allerdings etwas anders aus. Spannung bis zum Schluss scheint garantiert.

Dienstag, 12.03.2019, 11:02 Uhr aktualisiert: 12.03.2019, 11:08 Uhr
Top News: Die erfolgreichsten Bundesliga-Vereine aller Zeiten
Die Bundesliga hat jetzt bereits deutlich mehr als 50 Jahre auf dem Buckel – doch welcher Verein konnte in dieser Zeit die meisten Erfolge erzielen? Foto: Fotolia.com / Marcus Retkowietz

Beim Blick auf die aktuelle Tabelle verweilt der FCB mittlerweile punktgleich mit Dortmund an der Spitze. Lediglich das bessere Torverhältnis lässt die Borussia vorne sein – Stand jetzt reine Nuancen, da das direkte Duell in München am 06. April noch ansteht.  Seit den letzten Spielen zeigt die Form der Bayern steil nach oben. Stand jetzt ist alles möglich, in jedem Wettbewerb sind die Münchener noch vertreten. Trotzdem ist das Rennen um die Meisterschaft weiterhin sehr spannend. Vielleicht schafft die Borussia aus Dortmund 2019 ja ihr „Meisterstück“. Dass Leipzig oder Gladbach nochmals ins Titelrennen eingreifen scheint dagegen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen zu sein. 

Eines wird bei der aktuellen Saison und den Spekulationen für die künftige Spieltet 2019/2020 gerne mal außen vorgelassen: die Ewige Tabelle. Welcher Club kann auf eine glorreiche Vergangenheit zurückblicken und spiele diese aktuell überhaupt noch eine Rolle? Die ewige Tabelle zeigt sehr deutlich, wer in Deutschland zu den absoluten Top-Mannschaften gehört. Nachfolgend die Top Fünf im Detail:

 1.      FC Bayern München: Der unangefochtene Spitzenreiter

Eigentlich war dieses Ergebnis nicht anders zu erwarten. Der Bundesligist aus München ist nicht nur in der laufenden Saison ein Anwärter auf den deutschen Fußball-Thron. Die Bayern haben es auch in der Ewigen Liste deutscher Fußballklubs ganz nach oben geschafft. Angesichts der sehr konstanten Performance in den letzten Jahren, 6 Meisterschaften in Folge, ist dies sicher nicht verwunderlich. Was macht die Bayern aber zum Spitzenreiter? Es ist die Zahl der Siege. In den 1.828 Spieltagen, welche der Verein erstklassig unterwegs ist, haben die Bayern 1.085 Siege eingefahren.

Und damit stehen sie unangefochten auf Platz 1. Denn Platz 2 hat mehr als 250 Siege weniger vorzuweisen. Dabei ist der am 27. Februar 1900 gegründete Verein keineswegs der älteste Fußballklub in Deutschland.

Der FC Bayern München spielte nicht einmal von Beginn an in der Bundesliga. Als die oberste deutsche Fußballklasse ins Leben gerufen wurde, waren die Bayern noch in der Regionalliga unterwegs. Erst mit der Spielzeit 1964/1965 gelang der Mannschaft der Sprung aus der Regionalliga. Dass Bayern so erfolgreich ist, hat natürlich seine Gründe. Dazu gehört die finanzielle Stärke. Mit Corentin Tolisso, Javi Martínez, Reanto Sanchez und Arturo Vidal hat sich der Verein in der jüngeren Vergangenheit Transfers mit einer Rekordablöse von mehr als 35 Millionen pro Spieler leisten können. Für nächstes Jahr werden zudem schon neue Spieler wie Lucas Hernandez (80. Millionen € Ablöse) und Timo Werner (50 Millionen € Ablöse gehandelt). Bereits fix ist zudem der Transfer von Benjamin Pavard vom VFB Stuttgart für 35 Millionen Euro. Auch die Kauoption von 42 Millionen Euro für Leihspieler James Rodriguez wird wohl gezogen werden.

Wer jedoch in dieser Saison die Meisterschale in den Himmel stemmen wird, ist kaum vorherzusagen. Die Quoten laden umso mehr dazu ein , einen Tipp abzugeben. In den letzten Jahren war dies kaum von Interesse gewesen.

Aushängeschilder der Bayern sind bis heute Spieler wie Gerd Müller, Franz Beckenbauer, Paul Breitner und Lothar Matthäus. Aber auch aktuellere Spieler wie Elber, Kahn, Schweinsteiger und Lahm sind für immer in den Herzen der Bayern Fans. Mit Ribery und Robben endet dieses Jahr zudem die Ära zweier aktueller Legenden“ bei den Bayern.

2.      Werder Bremen: Überraschend auf Platz 2

Aktuell befindet sich der Weser-Club in der Tabelle auf einem Platz im Mittelfeld. Hinsichtlich der ewigen Tabelle haben sich die Bremer dagegen sehr bequem auf dem zweiten Platz eingerichtet. Und werden sich auch nicht so einfach von dieser Position verdrängen lassen.

Allerdings ist der Vorsprung zwischen dem Zweitplatzierten Bremen und der Nummer 3 in der Tabelle – angesichts der Zahl an Spielen und Siegen – hauchdünn. Beide Plätze trennen nämlich nur zwei Siege.

Was Bremen zum zweiten Platz verholfen hat, sind die Erfolge der Vergangenheit. So hat der Klub unter anderem in den Jahren:

  • 1965
  • 1988
  • 1993
  • 2004

die Meisterschale in den Händen gehalten. Darüber hinaus konnte Werder gerade in den 1980er und 1990er Jahren die Spielzeiten jeweils sehr weit vorn in der Tabelle beenden. Etwas, was die Mannschaft nur mithilfe vieler Siege hat erreichen können. An Bremen wird auch deutlich, wie groß die Unterschiede zu den Bayern sind. Beim Thema Ablösesummen hat der teuerste Transfer (Davy Klaassen) den Klub 13,5 Millionen Euro gekostet. Eine Summe, über die Bayern nur schmunzeln können. Zu den absoluten Vereinsikonen gehören Spieler wie Dieter Eilts, Andreas Herzog, Diego, Johan Micoud und natürlich Ailton. Claudio Pizarro ist zudem auch drauf und dran als Legende in Erinnerung der Werder Fans zu bleiben.

 3.      Borussia Dortmund: Der gelbe FCB Rivale

Borussia Dortmund wurde 1909 gegründet. Für viele sind die Schwarz-Gelben aus dem Ruhrgebiet der schärfste Konkurrent des FC Bayern München. Auf die letzten Jahre ist das zurückblickend auch richtig. Dabei sind die Ergebnisse des Klubs über die gesamte Bundesliga-Historie betrachtet aber nicht immer Top-Platzierungen gewesen.

Legendär dürften den Fans vor allem noch die Spielzeiten:

  • 1994/1995
  • 1995/1996
  • 2010/2011
  • 2011/2012

in Erinnerung sein. In diesen jeweils aufeinanderfolgenden Spielzeiten kam die Borussia jeweils auf Platz 1 der Bundesliga-Tabelle und konnte damit auch die Meisterschaft für sich entscheiden.

Nicht zu vergessen der vermutlich größte Titel der Vereinsgeschichte: Ausgerechnet in München gewann Dortmund 1997 durch den legendären Lupfer von Einwechselspieler Lars Ricken sogar die Champions-League.

Der Zauber-Fußball von Jürgen Klopps „Jungen Wilden“, der zum Double 2011/2012 führte, endete im Folgejahr sogar im Champions-League-Finale. Dieses historische deutsche Endspiel im Wembleystadion in London verlor Dortmund kurz vor Schluss durch einen Treffer von Arjen Robben mit 1:2 gegen Bayern München.

Legendäre Spieler der Dortmunder Historie sind Adi Preißler, Lothar Emmerich, Aki Schmidt, Manfred Burgsmüller, Stefan Reuter, Jürgen Kohler, Matthias Sammer und Michael Zorc.

Die jüngeren Fans erfreuen sich zudem an Ausnahmespielern wie Amoroso, Dede, Rosicky, Kehl und Reus. Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels werden durch ihre Wechsel zum Erzfeind FCB von den Fans unterschiedlich wahrgenommen.

 4.      HSV: Der Bundesliga Absteiger

Der 12. Mai 2018 war für die Fans des Hamburger SV ein schwarzer Tag. Bis zu diesem Moment hatte der Klub immer erstklassig in seiner Geschichte gespielt – schon vor Gründung der Bundesliga. Durch das schlechte Saisonergebnis und die verlorene Relegation musste der Verein allerdings in die zweite Bundesliga absteigen. Durch seinen ersten Platz in der 2. Liga ist allerdings für 2019 ein direkter Wiederaufstieg in die Erstklassigkeit wahrscheinlich.

Was macht der HSV in der Ewigen Tabelle? Mit 55 Jahren Bundesliga ist der Hamburger SV zurecht Bundesliga-Dino und kommt auch auf die meisten Spiele – nämlich 1.866. Allerdings haben die Hamburger in ihren 55 Jahren Erstklassigkeit nur 746 Siege auf das Punktkonto einfahren können. Damit müssen sich die Hamburger mit einem Platz 4 in der Ewigen Tabelle zufriedengeben.

Zu Hamburgs gehören Manni Kaltz, Uli Stein, Felix Magath, Thomas von Heesen, Horst Hrubesch, Jupp Posipal und natürlich Uwe Seeler.

Der HSV ist übrigens kein reiner Fußballklub. In den letzten Jahren hat der Verein auch Badminton, Baseball, Beachsoccer und Cricket in sein Sportprofil aufgenommen. Zudem wird eSports durch den Hamburger SV inzwischen offensiv gefördert.

 5.      VfB Stuttgart: Nicht immer erstklassig

Aktuell stehen die Stuttgarter auf dem Relegationsplatz in der Bundesliga. Sollte sich die Mannschaft in den kommenden Spieltagen nicht deutlich verbessern, könnte es mit der Erstklassigkeit eventuell wieder eng werden. Eines wird man dem Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V. allerdings nicht so schnell nehmen können – die Position in der Ewigen Tabelle.

Der VfB Stuttgart hat es sich auf dem Platz 5 bequem gemacht und kommt auf 737. Damit liegt er in Schlagdistanz zum HSV. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass die Stuttgarter den HSV in der laufenden Saison noch überholen werden. Gegründet 1893, ist der VfB deutlich älter als diverse andere Bundesligisten – und hat eine entsprechend bewegte Geschichte erlebt. Die Stuttgarter mussten bereits mehrfach den Abstieg in niedrige Spielklassen verkraften.

Im Gegenzug konnte die Mannschaft aber auch Meistertitel feiern. Zu den denkwürdigen Momenten des Vereins gehört sicher der Einwechselfehler des damaligen Trainers Daum gegen Leeds.

Fazit: Erfolg hat eine lange Geschichte

Die aktuelle Bundesliga Tabelle ist für alle Fans interessant. Welche Chance hat mein Verein noch, an die Spitze zu kommen? Oder: Schafft mein Herzensclub den Klassenerhalt oder gar den Sprung ins internationale Geschäft?  Es gibt aber noch eine andere Tabelle, die nicht jeder kennt. Es geht um die Ewige Tabelle der Bundesliga. Hier haben sich alle Vereine eingetragen, die in den Jahren seit Gründung der Liga erstklassig gespielt haben. Dazu gehören – zumindest auf den ersten Plätzen – ausnahmslos Traditionsvereine. Also jene Klubs, die bereits seit Jahrzehnten in der Bundesliga auf dem Rasen stehen. Und anhand der Tabelle wird eines sehr deutlich. Die Erfolge der Bayern sind in den Jahren seit ihrem Einstieg in die Bundesliga überragend – sie haben sich einen sehr großen Vorsprung erspielt. Umso spannender bleibt es also zu beobachten wie sich das die nächsten Jahre entwickeln wird.

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