Mi., 18.03.2015

Freizeit Secondhand vs. Neuware - Schluss mit Schattendasein

Freizeit : Secondhand vs. Neuware - Schluss mit Schattendasein

Foto: caro_oe92@pixabay.de

Secondhand Ware erfreut sich steigender Beliebtheit, in den letzten Jahren konnten die Umsätze der unterschiedlichen Anbieter ein deutliches Plus verzeichnen. Vor ein paar Jahrzehnten hatte der Kauf von gebrauchter Kleidung, von Accessoires, Schmuck oder Gebrauchsgegenständen noch den bitteren Beigeschmack von Armut. Heute ist nicht nur das ökologische Bewusstsein der Verbraucher geschärfter, auch die Möglichkeit, durch Kauf und Verkauf günstiger haushalten zu können, steht im Vordergrund.

Welche Vorteile bietet der Kauf von Secondhand-Ware grundsätzlich, unabhängig davon, ob es sich um Kleidung oder Alltagsgegenstände handelt?

  • Durch die Mehrfachnutzung der Artikel wird die Umwelt geschont, weniger Neuproduktion, weniger Altkleidung
  • Secondhand-Kinderkleidung schont die Familienkasse
  • Der Kauf von Secondhand-Kleidung macht den Kauf hochwertiger Marken möglich
  • Secondhand-Kleidung ermöglicht einen individuellen Kleiderstil
  • Kleidung ist bereits gewaschen und enthält weniger von Farbstoffen oder Schadstoffen
  • Bei hochwertiger Technik ist der Preis der Produkte erschwinglich für jeden Verbraucher

Wegen der steigenden Beliebtheit sind auch die Anbieter für Secondhand-Artikel kreativ geworden. Sie bieten ihre Waren längst nicht mehr ausschließlich auf Flohmärkten an, sondern mittlerweile in Ladengeschäften, auf Onlineportalen oder auf speziellen Kleiderbörsen. Damit ist dieser Bereich endgültig aus der Nischenecke herausgekommen. Was einst mit Bekleidung begann, erstreckt sich mittlerweile auch auf andere Bereiche. Es wird immer beliebter, Bücher, Elektronik, Computer und andere hochwertige Technikartikel als Gebrauchtware anzubieten und zu kaufen. Das Internet wurde zum beliebten Treffpunkt für Anbieter und Käufer.

Internetportale für Secondhand-Artikel

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Foto: FirmBee@pixabay.de

Das Internet hat sich in den vergangenen Jahren zu einer immer größer werdenden Plattform für den Onlinehandel entwickelt. Mittlerweile wird es auch für den An- und Verkauf von gebrauchten Dingen genutzt, dies erfolgt auf einem sogenannten Re-commerce-Portal. Für Kunden ist es wichtig, ihre Artikel möglichst ohne hohen Zeitaufwand zu verkaufen und dafür einen guten Preis zu erzielen. Die mittlerweile größer gewordene Zahl von An- und Verkaufsportalen arbeitet nach unterschiedlichen Gesichtspunkten und erhält dafür ebenso unterschiedlich hohe Gebühren:

  • Als direkter Ankäufer von Waren (Rebuy, Momox, wirkaufens, Zoxs)
  • Als Vermittler zwischen Verkäufer und Käufer (Amazon)
  • Als Kleinanzeigen-Portal (Ebay-Kleinanzeigen, Spock, Kleiderkreisel)
  • Als Versteigerungsportal (Ebay)
  • Als Verkaufsportal (Medimops)

Nicht nur die Höhe der Gebühren und Provisionen ist für die privaten Anbieter ausschlaggebend, sondern auch die Art und Weise der Abwicklung. Schnell und unkompliziert geht es nicht nur bei Ebay, aber hier kann der Verkauf durch eine Versteigerung erfolgen. Es bleibt dabei auch ein kleines Risiko, dass die Ware nur zu einem geringen Preis verkauft wird, deshalb bietet sich der Verkauf zum Festpreis an. Für seine Dienste berechnet Ebay dem Verkäufer die sogenannte Einstellungsgebühr plus 9 % Provision vom Verkaufspreis. Ebay Kleinanzeigen ist dagegen wie ein virtuelles Kleinanzeigenblatt zu betrachten. Die zum Verkauf eingestellten Artikel warten hier solange auf einen Käufer, bis sich ein Käufer gefunden hat oder der Besitzer die Anzeige löscht.

Amazon ist auch auf diesem Gebiet aktiv, sowohl mit Amazon Marketplace, wie auch mit Amazon- Trade in. Bei Amazon Marketplace kann alles angeboten werden, es gibt keinen Mindestbetrag. Beim Verkauf als Privatperson wird beim Verkauf des Produktes eine Einstellgebühr plus eine Provision sowie die Umsatzsteuer berechnet. Die Auszahlung des Erlöses wird innerhalb von 14 Tagen garantiert. Auf Amazon-Trade-in werden Bücher, Filme & TV, Games, Konsolen und Zubehör angeboten. Hierbei handelt es sich um einen Direktverkauf, für den es kein Bargeld, sondern einen Gutschein gibt. Grundsätzlich ist bei Amazon eine Registrierung mit Anschrift und Bankverbindung notwendig. Der Gutschein wird bei Trade-in innerhalb von zwei Tagen übermittelt.

Die beliebten Ankaufportale für die schnelle Lösung

Die Direktankäufer Rebuy und momox.de sind die bekanntesten und beide haben gemeinsam, dass die zum Verkauf angebotenen Artikel über die Produktnummer eingestellt und einer ersten Einschätzung unterzogen werden. Beim Erreichen eines Mindestbetrages (Momox und Rebuy 10 €) werden die Waren eingeschickt. Den Kaufpreis bekommt der Kunde nach rund einer Woche auf das angegebene Konto überwiesen. Damit ist für ihn der Verkauf erledigt, weitere Gebühren fallen nicht an. Dies ist für viele Kunden eine bequeme Lösung und sie nutzen sie, um sich sinnvoll von Dingen zu trennen, die sie selbst nicht mehr benötigen, aber noch jemand anderem eine Freude bereiten. Während bei Rebuy gleichzeitig angekauft und verkauft wird, ist Momox nur das Ankaufportal. Verkauft wird auf der Plattform Medimops, die zum gleichen Anbieter gehört.

Etwas unbekannter dürften die Ankäufer wirkaufens oder Zoxs sein. Zoxs hat keinen Mindestbetrag aufgestellt, hier kann auch defekte Ware angeboten werden, die sich zur Resteverwertung eignet oder vom Käufer selbst wieder repariert werden kann. Ab 30 € Produktwert kann kostenlos zugeschickt werden, die Auszahlung erfolgt schon innerhalb von zwei Tagen. Wirkaufens nimmt ebenso wie die anderen Direktankäufer auch Elektronikprodukte entgegen, einen Mindestbetrag gibt es dabei nicht. Auch hier wird innerhalb einer Woche ausgezahlt.



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