Di., 21.11.2017

Warm durch den Winter Kaufratgeber zu isolierender Bekleidung

Warm durch den Winter: Kaufratgeber zu isolierender Bekleidung

Foto: Couleur

Hochwertige Bekleidung ist für den angenehmen Aufenthalt im Freien bei winterlichen Wetterverhältnissen unverzichtbar. Egal ob Schuhe, Jacken oder Accessoires: Nur eine zuverlässige Isolationsschicht hält dauerhaft warm. Um den Körper vor Kälte und Feuchtigkeit zu schützen, sind entsprechende Materialeigenschaften elementar.

Zentrale Faktoren bei Winterschuhen

Damit sich innerhalb von Winterschuhen eine wärmende Schicht bilden kann, braucht es in erster Linie ausreichend Platz. Sind Schuhe zu eng, hat das negativen Einfluss auf die Isolationsfähigkeiten der verarbeiteten Materialien. Deshalb ist es zunächst entscheidend, das Schuhwerk in der richtigen Größe zu wählen. Im Idealfall findet die Anprobe der Schuhe mit Wintersocken und am Nachmittag statt. Der Zeitpunkt des Anprobierens ist deshalb wichtig, weil die Füße im Laufe des Tages anschwellen können und dies wiederum Einfluss auf die Größenauswahl hat. Der Schuh darf an keiner Stelle drücken. Für besonders breite Füße oder einen hohen Spann sind Schnürschuhe ideal, weil sie sich individuell anpassen lassen.

Obermaterial und Futter müssen den massiven Strapazen durch Feuchtigkeit und Kälte standhalten. Das schafft nicht jedes Material. Beim Obermaterial ist Leder eine gute Wahl, weil das Naturmaterial angenehm warmhält und langlebig ist. Aber auch Alternativen mit integrierter Membran sind für winterliche Verhältnisse vorteilhaft. Beim Innenfutter gibt Lammfell am effektivsten warm. Das tierische Material ist atmungsaktiv und wärmt die Füße effektiv. Die besten Isolationswerte erreicht das Fell von Merinoschafen. Nachteilig an Winterschuhen mit echtem Fell ist der vergleichsweise hohe Preis. „Günstiger als Lammfell ist Teddyfutter - eine Mischung aus Baumwolle und Synthetik. Als Faustregel gilt: je höher der Baumwollanteil, desto wärmer hält der Schuh“, heißt es im Winterschuh-Ratgeber des Schnäppchenportals  Gutscheinpony.de. Diese alternative Fütterung der Schuhe eignet sich sehr gut für Konsumenten, die bei Bekleidung auf tierische Bestandteile verzichten möchten.

Weitere Tipps und Fakten zu Winterschuhen:

  • Dicke Sohlen bieten einen besseren Kälteschutz von unten als dünne Sohlen.
  • Je mehr Nähte Schuhe aufweisen, desto weniger gut schützen sie vor Nässe und Kälte.
  • Die Sohle muss rutschfest sein, um bei feuchten Untergründen nicht zu stürzen.
  • Bei häufigen Spaziergängen im Schnee ist ein grobes Profil für sicheren Halt wichtig.

Tipps für Winterjacken und Accessoires

Ein empfehlenswertes Material für Winterkleidung, egal ob Jacken, Mützen oder Handschuhe, ist die Thinsulate-Faser. Sie ist synthetisch und vergleichsweise lang, wodurch sich Luftmoleküle hervorragend binden kann. Dies hat den Vorteil, dass Textilien aus diesen Fasern viel Wärme speichern. Thinsulate-Fasern kommen vorwiegend als Innenfutter zum Einsatz. Bei Winterjacken kommt es zudem auf eine schützende Außenschicht an. Im Idealfall hält sie sowohl Kälte und Regen als auch Wind vom Körper fern. Besonders vielversprechend sind Jacken mit Membran, wie sie zum Beispiel unter dem Handelsnamen Gore-Tex vertrieben werden. Eine solche Membran schützt den Träger vor äußeren Einflüssen, während überschüssige Feuchtigkeit von innen nach außen abgeleitet werden kann. Die Jacken sind atmungsaktiv und beugen mit dieser Eigenschaft einem Hitzestau vor. Maximaler Tragekomfort ist gewährleistet.

Wie bei Schuhen ist auch bei Winterjacken die Passform überaus wichtig. Engen sie ein, ist der Isolationseffekt gleichermaßen geschmälert, wie bei zu großen Modellen, da Kälte dann durch die großen Lücken schnell zum Körper vordringen kann. Beim Anprobieren sollte darauf geachtet werden, dass die Bewegungsmöglichkeiten nicht eingeschränkt werden. Verschweißte Nähte, verdeckte Reißverschlüsse und Gummizüge an Ärmeln und Bund machen den Kälteschutz perfekt.

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Foto: lukasbieri

Schutz für Ohren, Hände und Hals

Da der Körper am Kopf einen Großteil seiner Temperatur verliert, ist das Tragen einer Mütze im Winter unerlässlich. "Die Ohren sollten in der kalten Jahreszeit immer warm gehalten werden (Mützen, Stirnbänder, Ohrenschützer, gute Skihelme), denn dadurch bleiben die Schleimhäute gut durchblutet und können sich besser gegen Erreger wehren", klärt  outdoor-magazin.com in einem Ratgeber auf. Wolle ist das zu bevorzugende Material, weil es erstklassige Isolationswerte aufweist. Allerdings kratzen einige Wollartikel nicht unwesentlich, wodurch der Komfort leidet. Materialmischungen mit synthetischen Fasern oder Baumwolle können diesen negativen Effekt ausgleichen und das Accessoire gleichzeitig formstabiler machen.

Gleiches gilt für Handschuhe und Schals. Bei Handschuhen sollte beim Kauf der Einsatzzweck in die Entscheidung einbezogen werden. Filigrane Tätigkeiten, wie das Herausnehmen von Kleingeld aus dem Geldbeutel, wie es auf Weihnachtsmärkten erforderlich wird, ist mit Fäustlingen beziehungsweise groben Fingerhandschuhen nahezu unmöglich. Geht es lediglich um den Kälteschutz beim Spazierengehen oder Eislaufen, wären diese Modelle wiederum ausreichend. Möchte der Träger nicht auf Fingerfertigkeit verzichten und erwartet gutes Handling, sind dünne Handschuhe aus Leder besser geeignet. Das Wander- und Wintersportmagazin  bergwelten.com informiert im Handschuh-Lexikon über weitere Kriterien.



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