Mi., 28.01.2015

Wohnen IMM Cologne gibt Einblick in die Möbeltrends des Jahres 2015

Wohnen : IMM Cologne gibt Einblick in die Möbeltrends des Jahres 2015

Sehr beliebt in deutschen Wohnzimmern: große, weiche Sofas mit vielen Kissen. Foto: Colourbox.de

Die Internationale Möbelmesse in Köln (IMM Cologne) ging vor wenigen Tagen zu Ende. Wie in den vergangenen Jahren zuvor gewährte sie ihren Besuchern auch 2015 einen Einblick in die wichtigsten Trends im Bereich Wohnen und Einrichten.

Im Vergleich zu anderen Messen, Fachmessen um genauer zu sein, ist die IMM Cologne eine Art Kombi-Messe: In den ersten Tagen bleibt sie dem Fachpublikum reserviert. In den darauf folgenden Tagen, meist am Wochenende, kann das allgemeine Publikum die IMM Cologne besuchen.

Besucher der Messer werden es wahrscheinlich nicht gemerkt haben, aber ein Großteil der auf der IMM Cologne anwesenden deutschen Möbelhändlern stammt aus NRW. Wie dieser Artikel informiert, werden immerhin 36,4 Prozent aller deutschen Möbel in NRW produziert. Auf der IMM Cologne waren aber auch viele ausländische Unternehmen zu sehen. Sie verdeutlichten gemeinsam, welche Möbel- und Wohntrends die Verbraucher in diesem Jahr erwarten werden.

Möbel im Internet einkaufen bleibt beliebt

Der Absatz mit Möbeln im Internet wird auch im Jahr 2015 weiter steigen. 2013 bestellte etwa jeder fünfte Deutsche (22 %) Möbel für das eigene Haus beziehungsweise die eigene Wohnung über das Internet (Quelle: PostNord). Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich bei der Kaufbereitschaft von Möbeln über das Internet auf dem zweiten Platz hinter dem Vereinigten Königreich (25 %), vor Skandinavien (12 %), Polen (11 %), Frankreich (10 %), den Beneluxstaaten ohne Luxemburg (9 %) sowie Spanien (6 %) und Italien (4 %).

Fokus auf Märkte außerhalb Deutschlands

Interessant ist der jüngste Fokus der Onlineshops, die sich neben den heimischen Markt auf den der Nachbarn in Österreich konzentrieren. Laut einer Studie von ibi research gaben 82 Prozent der Befragten an, versuchen zu wollen, Kunden des deutschsprachigen Nachbarlands Österreich zu gewinnen. Online-Möbelhändler wie Sam Stil-Art-Möbel GmbH wollen dies erreichen, indem sie kostenlos nach Österreich liefern. Nicht verwunderlich ist der nächste Markt, der bei den deutschen Onlineshops beliebt ist: die Schweiz. Auch hier gibt es viele deutschsprachige Menschen, die potenzielle Kunden sein könnten. Lieferungen in die Schweiz werden von vielen Möbelshops (auf Anfrage) getätigt.

Die Deutschen wollen es sich gemütlich machen

Neu ist der Trend nicht, Gemütlichkeit stand schon einmal vor einigen Jahren im Mittelpunkt der deutschen Verbraucher beim Kauf von Möbeln. Man könnte also in diesem Fall von einem Revival sprechen. Markus Majerus, Sprecher des Veranstalters Koelnmesse, ist allerdings anderer Ansicht: Seiner Meinung nach handelt es sich nicht um einen Trend, der nach einer Saison vergeht. Stattdessen ist es ein Megatrend, der eine ganze Weile anhalten wird.

Gemütlichkeit schaffen Möbel und Stoffe mit runden Formen in Kombination mit den passenden Farben. Äußerst beliebt ist es, große, weiche Sofas, die ohnehin bereits sehr gemütlich sind, mit vielen Kissen auszustatten.

Das Home-Office wird immer mehr isoliert

Die eigenen vier Wände waren im 20. Jahrhundert eine reine Wohnumgebung. Doch mit dem 21. Jahrhundert, dem Zeitalter der Technologie, angeführt von Smartphone, Tablet und Co., sind Menschen immer und überall erreichbar. Das ist für einige Menschen Grund genug, von zu Hause aus zu arbeiten.

Die Entwicklung der Entgrenzung der Arbeit, von der Experten wie die Wohnsoziologin Christine Hannemann von der Universität Stuttgart sprechen, ist nicht unbedenklich. Menschen, bei denen zu Hause ständig Arbeit auf dem Tisch liegt, schaffen es häufig nicht, in den eigenen vier Wänden abzuschalten und den Feierabend zu genießen. Darunter leidet langfristig nicht nur die Beziehung, sondern auch Körper und Seele. Es folgen Beschwerden wie Ruhelosigkeit, abnehmende Leistungsfähigkeit und Konzentrationsprobleme.

Um dieses Problem zu lösen, muss der Arbeitsplatz von der restlichen Wohnumgebung isoliert sein. Doch viele Menschen arbeiten an einem Laptop oder Tablet. Dies ermöglicht ihnen, auf der Couch im Wohnzimmer statt an einem Schreibtisch zu arbeiten. Um die Abgrenzung einzuleiten, wird allerdings ein Schreibtisch benötigt. Genauer gesagt, der gute alte Sekretär aus dem 18. und 19. Jahrhundert findet wieder Einzug in das Home-Office. Im Gegensatz zu den alten Möbelstücken ist der moderne Sekretär hochwertig aber auch bunt. Farbe ist wichtig, Gelb zum Beispiel verbinden Menschen mit Sonnenlicht. Diese und viele andere Farben sind in der Lage, unser Gemüt (positiv) zu beeinflussen.



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