Fr., 30.01.2015

Wohnen Barrierefrei im eigenen Haus wohnen

Wohnen : Barrierefrei im eigenen Haus wohnen

Ein Haus barrierefrei zu gestalten ist heutzutage kein Problem mehr. Foto: Model Foto: Colourbox.de

In nicht einmal 30 Jahren werden mehr als ein Drittel der Einwohner Deutschlands über 60 Jahre alt sein, zudem sind in etwa acht Millionen Menschen über 80 Jahre alt. Nicht wenige von ihnen möchten auch im hohen Alter noch in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, das heißt die Nachfrage nach barrierefreien Wohnungen oder Häusern steigt stetig weiter an.

Wer ein eigenes Haus sein Eigen nennt, sollte einen Umbau rechtzeitig planen und vor allem auf mögliche Schwachstellen achten. Für das barrierefreie Eigenheim oder eine ebensolche Wohnung kann man zudem diverse Förderungen und günstige Finanzierungsmöglichkeiten nutzen.

Eine Wohnung oder ein Haus barrierefrei gestalten

Selbst im hohen Alter noch unabhängig im eigenen Haus leben zu können, ist der Wunsch vieler Menschen. Wer schon beim Bau oder einer umfassenden Sanierung sein Zuhause barrierefrei gestaltet, für den kann dieser Wunsch problemlos wahr werden. Wer gerade neu baut, sollte nicht nur an das hier und heute denken, sondern auch an morgen. So ist es sinnvoll, wenn man schon bei der Planung auf breite Türen ohne Schwellen und Stufen achtet. Die Treppe sollte breit genug sein, dass später einmal der Einbau eines Sitzlifts möglich ist. In einem engen Badezimmer kann man nur schwer Haltegriffe oder gar einen Wannenlift nachrüsten. Barrierefreies Wohnen ist am Ehesten in einem ebenerdigen Haus oder einer ebensolchen Wohnung möglich. Der spätere Umbau ist natürlich ebenfalls möglich. An erster Stelle sollte die Beseitigung von Schwellen und Stufen auf einer Wohnebene stehen sowie der Einbau einer bodengleichen Dusche. Darüber hinaus sind Handläufe und Haltegriffe ebenfalls sinnvoll.

Ein Umbau in eine barrierefreie Wohnung ist nicht immer problemlos möglich

Dünne Wände können zum Beispiel die Montage von Haltegriffen und Handläufen erschweren. Brandschutzregeln hingegen erschweren den Einbau eines Treppenlifts. Ebenso wie der Austausch von Türen und Rahmen durch vorgezogene Holzrahmen erschwert wird. Darüber hinaus ist es nicht immer möglich Küche, Bad, Wohnzimmer und Schlafzimmer auf eine Ebene zu verlegen. Der Eingang zum Haus oder zur Wohnung lässt sich mitunter nur schwer barrierefrei umgestalten.

Nicht alle Gefahrenquellen bedürfen eines umfassenden Umbaus

Es gibt in einem Haus oder einer Wohnung Gefahrenquellen für Senioren, die man ganz leicht ohne einen Umbau beseitigen kann. Hierzu gehören zum Beispiel Teppiche und Läufer, diese Stolperfallen lassen sich mit wenigen Handgriffen entfernen. Ganz ähnlich verhält es sich mit Fugen oder Unebenheiten im Bodenbelag. Ebenso schwierig sind zugestellte Räume, die die Bewegungsfreiheit ganz erheblich einschränken. Besser ist eine gründliche Aufräumaktion, die wieder Platz zum uneingeschränkten Laufen innerhalb eines Raumes schafft.

Fördermittel und günstige Kredite für den Umbau nutzen

Für einen altersgerechten Umbau einer Wohnung oder eines Hauses werden von der Kreditbank für Wiederaufbau zinsgünstige Kredite angeboten. Ein barrierefreier Umbau des eigenen Zuhauses kann zum Beispiel mit einer energieeffizienten Sanierung einhergehen, auf diese Weise spart man zukünftig bei den Energie- und Heizungskosten. Weitere staatliche Förderungen für den Umbau sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, eine entsprechende Beratung ist aus diesem Grund sinnvoll.

Wer rechtzeitig sein Zuhause barrierefrei umbaut, kann umso länger in seiner gewohnten Umgebung leben. Für ältere Menschen eine optimale Lösung, die zudem die Lebensfreude erhält. Je länger man seinen Alltag allein bewältigen kann, umso länger gehört man nicht zum alten Eisen.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3036122?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686138%2F2686293%2F2686478%2F