Wohnen
Vorsatz für das neue Jahr: Umzug - Renovieren

Zu wenig Platz, zu weite Wege im Alltag oder familiäre Veränderungen: Es gibt viele Gründe für einen Umzug in ein neues Zuhause. Haben auch Sie für das kommende Jahr den Vorsatz gefasst, umzuziehen, können Sie bei den Renovierungsarbeiten und dem Umzug selbst mit guter Vorbereitung Zeit und Geld sparen. Der Jahreswechsel gilt dabei als beliebter Umzugszeitpunkt, da hier zahlreiche Feiertage zur freien Verfügung stehen und Abrechnungsmodalitäten vereinfacht werden.

Wohnen : Vorsatz für das neue Jahr: Umzug - Renovieren
Foto: colourbox.de

Ein guter Zeitplan gegen Umzugshektik

Böse Zungen behaupten, dreimal umzuziehen hätte die gleiche Wirkung auf den Geldbeutel und die Nerven, wie einmal "abgebrannt zu sein". Dies muss mit der richtigen Planung jedoch nicht sein, die im optimalen Fall bereits zum Zeitpunkt der Kündigung des alten Wohnraumes beginnt. Wer pünktlich kündigt, kann übermäßige Doppelbelastungen vermeiden, während eine Überlappung von zwei Wochen oder einem Monat den Druck aus dem eigentlichen Umzug herausnimmt. 
Bereits zum Zeitpunkt der Wohnungskündigung können Ummeldungen von Telefon- und Internetanschluss, Fernsehen, Zeitungsabonnements sowie der Postnachsendeantrag erfolgen, um pünktlich zum Einzug im neuen Zuhause bereit zu stehen. Ebenfalls frühzeitig angebracht ist der Antrag auf Sonderurlaub wegen Umzug beim Arbeitgeber, ist der Umzug aufgrund einer neuen Anstellung sinnvoll, können die Kosten bei der Steuer geltend gemacht werden. 

Checkliste erstellen

Je nach Umfang sollte zwischen zehn und acht Wochen vor dem Umzug eine Checkliste erstellt werden, die sowohl die To-Dos der alten als auch der neuen Wohnung enthält. Hinzu kommt das Einholen von Angeboten von Umzugsdienstleistern, Transportervermietern und gegebenenfalls benötigten Handwerkern. Ausmisten und Vorsortieren können Sie bereits rund fünf Wochen vor dem Umzug. Vielleicht bringen einige Teile etwas Geld in die Umzugskasse, während andere Teile nach langen Jahren der Nicht-Nutzung vielleicht besser verschenkt oder entsorgt werden.
Fragen Sie auch jetzt bereits im Freundes- und Familienkreis nach, ob und wer in welchen Bereichen helfen kann. Die Experten von hagebau.de empfehlen, bis zum Zeitraum von ca. zwei Wochen vor dem Umzug alle wichtigen Aspekte wie Transport und Helfer zu organisieren. Ein weiterer Tipp der Profis findet sich in der Pack-Reihenfolge im Transporter : Sie empfehlen, schwere und große Kartons zuerst einzupacken, während flache und lange Gegenstände an den Seiten befestigt werden. Anschließend kommen Möbel (ohne Griffe und Schlüssel) sowie Kleinteile, die mit Decken und Kissen in den Nischen Platz finden. Haushaltsgeräte sollten ebenso wie Pflanzen zuletzt eingeladen werden, damit sie ohne Hindernisse als erstes in die Wohnung finden, bzw. in einer Ecke unbeschadet auf ihre spätere Platzierung warten können.

Besenrein und renoviert: Wie muss die Wohnung hinterlassen werden?

Die Vorfreude auf das neue Heim überwiegt bei den meisten Umzüglern. Doch gerade bei der Übergabe der alten Wohnung sollte sorgfältig vorgegangen werden, um Streitpotenzial zu vermeiden. „Besenrein“ bezeichnet dabei den grob gereinigten Zustand, der das Mindestmaß an Sauberkeit bei der Übergabe darstellen sollte. Typischerweise sind vom ausziehenden Mieter Schönheitsreparaturen zu übernehmen , die über die gewöhnlichen Nutzungsspuren hinausgehen. Kleine Kratzer im Laminat oder auf Arbeitsflächen müssen dementsprechend nicht beseitigt werden, größere Defekte aus eigenem Verschulden hingegen schon. Bohrlöcher sind nur dann zu schließen, wenn sie nicht durch die normale Wohnraumnutzung entstanden, während Löcher von Bild- und Regalaufhängungen oder Wandschränken auf den normalen Gebrauch zurückzuführen sind und nicht ausgebessert werden müssen.

Decken und Wände sollten in hellen / neutralen Farben gestrichen werden, wenn eine Klausel im Mietvertrag die Renovierung beim Auszug vorsieht. Zeitliche Angaben über die Renovierungsarbeiten im Mietverhältnis sowie zum Auszug können nichtig sein, wenn sie den Mieter benachteiligen. Hat beispielsweise der Mieter erst wenige Monate vor dem Auszug oder beim Einzug renoviert, muss er nicht zwangsläufig erneut renovieren, sofern die Wandgestaltung neutral gehalten wurde. Einbauten wie Laminatböden oder ein gemauerter Tresen in der Küche müssen hingegen auf Wunsch des Vermieters entfernt werden. Diese Arbeiten können selbst übernommen werden, sofern handwerkliche Kenntnisse vorhanden sind. Andernfalls kann der Vermieter Nachbesserung verlangen oder einen Handwerker beauftragen, dessen Kosten vom Mieter zu tragen sind. Die einfachste Lösung findet sich dabei meist im Gespräch mit dem Vermieter.

Elektro, Sanitär und Co: Bei Bedarf den Profi fragen

Ob beim Abbau in der alten Wohnung oder beim Aufbau in der neuen: Bei Elektro- und Sanitäraufgaben sowie beim Küchenaufbau gibt es mitunter Konfliktpotenzial, das bei unsachgemäßer Installation den Versicherungsschutz erlöschen lässt. Viele Anbieter von Neugeräten bieten nicht nur beim Neukauf den passenden Service und erledigen gegen Entgelt den Anschluss von Elektro- und Sanitärgeräten, Kaminöfen oder den Aufbau der Küche. In diesen Bereichen empfehlen die Experten von Hagebau, nicht am falschen Ende zu sparen, sondern zeit- und nervenschonend den Fachmann in Anspruch zu nehmen.

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