Mi., 16.12.2015

Wohnen Münsteraner Student Preisträger beim Danish Design Award

Wohnen : Münsteraner Student Preisträger beim Danish Design Award

Einen Stuhl zu designen ist Gegenstand des Wettbewerbs „It´s just a chair!“ Foto: Pixabay - unsplash

Bereits im vergangenen Jahrhundert prägte der Architekt Louis Sullivan eine Phrase, die jedem Designer spätestens im ersten oder zweiten Semester bekannt wird: „Form follows function“, was so viel heißt wie „Die Form folgt der Funktion.“ Der Satz bedeutet, dass die äußere und innere Gestaltung eines Produktes, eines Gebäudes oder eines beliebigen Gegenstands sich von der zugeordneten Funktion leiten lässt. Das Ergebnis ist eine klare Linie, eine zeitlose Eleganz eine effektive Funktionalität.

Skandinavisches Design ist minimalistisch

Pur, klar und funktional sind Eigenschaften, die skandinavische Designer und Architekten wie keine anderen auf der Welt perfektioniert haben. Die Begründer des skandinavischen Minimalismus, Arne Jacobson und Alvar Aalto, liefern beeindruckende Designbeispiele des Gestaltungsprinzips „Form follows function“, auch kurz FFF genannt.

Die Reduktion auf das Wesentliche steckt folgerichtig auch im Kern des Wettbewerbs, den das Urlaubsportal SONNE UND STRAND ausgeschrieben hat. Die Details zur Ausschreibung sowie Hintergründe zum minimalistischen Dänischen Design sind hier zu finden. Im Rahmen des Danish Design Awards 2015 „It´s just a chair!“ waren die studentischen Designer an Hochschulen und Universitäten dazu aufgerufen, ihre Entwürfe einzureichen. Die große Chance, die in diesem Wettbewerb steckte war, dass die Entwürfe öffentlich gemacht und die Namen der Gewinner dadurch bekannt werden. Daneben prämierte der Ausrichter die ersten drei Plätze mit Geldpreisen in Höhe von 1.500 €, 1.000 € und 500 €.

Stühle nach dem FFF-Prinzip

Die Aufgabe, der sich die Wettbewerbsteilnehmer gegenübersahen war, ihre Kreativität zum Thema Stuhl auszuleben. Wie kann ein allgegenwärtiger Gegenstand wie ein Stuhl so gestaltet werden, dass er zu einem klassisch-zeitlosen und höchst funktionalem Möbelstück wird? Gerade am Thema Stuhl haben sich unzählige Designer und Künstler abgearbeitet. Eine Antwort zu finden, die die Jury überzeugte, war wahrhaftig nicht einfach. Doch der 25-jährige Student Oliver Trepper, der an der Fachhochschule in Münster Design studiert, scheute sich nicht vor der Herausforderung.

Mit einem Entwurf, den er unter seinem Professor Steffen Schulz bereits im Laufe seines dritten Semesters erdacht hatte, ging er an den Start. Sein Stuhl trägt den Namen „Rame cristallo seda“ und hinterließ bei den fachkundigen Jurymitgliedern einen nachhaltigen Eindruck. Sie lobten Treppers Entwurf als modern und auch die gute Materialverarbeitung stellten sie explizit heraus. Trepper verwendete pulverbeschichteten Rundstahl, den er kupferfarben lackierte. Seine Inspiration zur Farbgebung und zur Form seines Designerstücks bezog er aus Kupferkristallen.

Oliver Trepper belegte den zweiten Platz, wie hier ausführlicher berichtet wird, und freute sich über das Preisgeld. Sein Stuhl befindet sich aktuell zuhause bei seinen Eltern. Der Jungdesigner würde sich freuen, wenn sich ein Hersteller für die Serienproduktion finden würde.

Preisträger als Aushängeschild mit Signalfunktion?

Vielleicht ist diese herausragende Leistung auch ein Anstoß für die Verantwortlichen, die in Aussicht gestellten Fördergelder für die Hochschulen in Münster zu bewilligen. Dabei geht es um über 100 Millionen Euro, um Gebäude der Lehreinrichtungen zu sanieren und neu zu bauen.

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/users/Unsplash-242387/



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