Do., 07.06.2018

Wohnen Altbausanierung mit Heizleisten: Energiesparend bauen und wohnen

Wohnen: Altbausanierung mit Heizleisten: Energiesparend bauen und wohnen

Nachhaltige Effizienz ist im 21. Jahrhundert ein hohes Gut, weshalb energiesparendes Bauen und Sanieren für jeden Bauherrn wichtige Themen sind. Foto: pixabay.com © geralt (CC0 Creative Commons)

Sie besitzen einen reizvollen Charme und versprühen einen Hauch Nostalgie. Ihnen hängt der Geist vergangener Zeiten an, weshalb heutzutage das Interesse an Altbauten steigt. Gleichzeitig kommt hier aber auch die Frage nach einer Sanierung auf, denn in der Regel müssen die Gebäude wieder zu alter Form zurückgeführt werden. Des Weiteren liegt es vielen Bauherren am Herzen, den nostalgischen Bau im Inneren nach neusten Wohnstandards mit möglichst hohem Komfort einzurichten.

Im 21. Jahrhundert gesellt sich allerdings noch eine weitere Komponente dazu, denn wer heute einen Altbau sanieren will, muss aktuelle Energiesparverordnungen und Gebäudegesetze beachten. Von der Dämmung mit alternativen Stoffen bis hin zum Austausch alter, ineffizienter Systeme zum Heizen haben die Altbau-Besitzer eine Menge energetischer To-Dos auf der Liste. Ein hervorragendes Konzept für energiesparendes Bauen und Wohnen ist die Altbausanierung mit Heizleisten.

Energieeffizientes Bauen und Sanieren mit Heizleisten

Die letzte Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) trat 2016 in Kraft. Damals wurden neue energetische Anforderungen an Neubauten umgesetzt. Bei den Auflagen zur Altbausanierung kam keine Neuerung, was jedoch der Tatsache geschuldet ist, dass die aktuellen Anforderungen für eine Modernisierung bereits recht hoch sind. Unter anderem beinhalten diese, dass Heizrohre und Heizkessel aus dem Jahr 1978 und darunter erneuert werden müssen. Das ist seit 2009 verpflichtend für Ein- und Zweifamilienhäuser. Inzwischen gibt es hier verschiedene Möglichkeiten, die Heizsysteme zu verbessern oder gegebenenfalls komplett auszutauschen. Eine effiziente Variante bietet sich mit sogenannten Heizleisten an. Die Vorteile dieser gesunden und effizienten Technologie gestalten sich im Wohn- und Geschäftsraum wie folgt:

  • Heizleisten sparen bis zu 28% Energie, ohne, dass die Hausbewohner dabei einen Heizverlust verzeichnen.
  • Gab es in der Vergangenheit Probleme mit Kondensat- oder Schimmelbildung im Altbau, wird dieses Problem mit den Heizleisten der Vergangenheit angehören. Zum einen, weil sich die Wärme gut im gesamten Raum verteilt, zum anderen, weil sie von den Wänden aufgenommen wird, sodass diese nicht auskühlen.
  • Das Raumklima gestaltet sich gesünder und angenehmer dank der Strahlungswärme. Insbesondere im Fußbodenbereich und an den Wänden schaffen diese Elemente ein angenehmes Umgebungsklima.
  • Die Heizleisten benötigen wenig Platz, sodass sie optimal verbaut werden können. Außerdem zeigen sie sich optisch dezent. So lassen sie sich problemlos in jeden Wohnstil integrieren.
  • Dass bei einem Sanierungsprojekt viele schwierige Arbeiten anfallen, belastet viele Bauherren von Anfang an. Die Heizleisten lassen sich unkompliziert und mit wenigen Handgriffen montieren. Darüber hinaus überzeugen sie mit vielseitigen Einsatzvariationen.  

Die Sockelheizleisten sind sowohl wasserführend als auch in elektronischer Form zuhause integrierbar. Zudem benötigen diese Heizsysteme geringere Vorlauftemperaturen und überzeugen mit einer schnellen Reaktion, wenn der Hausbesitzer die Wärmeeinstellungen reguliert. Die Heizleisten sind für Allergiker geeignet, da keine Luftumwälzungen stattfinden und kein Staub aufgewirbelt wird.

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Bei der Sanierung von Altbauten macht es Sinn, auf effiziente Heizsysteme für eine nachhaltige Wohnzukunft zu setzen. Foto: pixabay.com © Jan-Mallander (CC0 Creative Commons)

Dieses Konzept ist nicht nur zukunftsweisend, sondern rentiert sich am Ende für den Hausbesitzer. Wer früh genug in energiesparende Maßnahmen in puncto Heizsystem investiert, bekommt eine Refinanzierung dank der einsparenden Energiekosten in jedem neuen Jahr und zwar bei maximalem Wohnkomfort.

Typische, renovierungsbedürftige Schwachpunkte in Altbauten

Da Altbauten aus den Jahren von 1960 bis 1980 weniger unter dem Aspekt des Energiesparens, sondern nach den damaligen Standards gebaut wurden, gibt es bei den Häusern der verschiedenen Jahrzehnte typische Renovierungsschwachstellen. In der Regel zeigen sich diese durch eine nicht vorhandene Dämmung im Bereich der Fassade, aber auch bei der Kellerdecke sowie den Heizwasserleitungen. Darüber hinaus sind fehlende Wärmebrücken ein häufiges Problem von Altbauten.

Wie bereits erwähnt, haben Altbau-Besitzer in der Regel mit veralteten und ineffizienten Heizsystemen zu kämpfen. Diese bestehen manchmal noch aus alten Heizungsöfen oder Wasserbereitern in Form von Gasdurchlauferhitzern. Dass diese Methoden weder energiefreundlich noch -sparend sind, ist kein Geheimnis. Wer hier auf alternative und gesunde Heizsysteme wie Heizleisten bei der Sanierung setzt, trägt maßgeblich zum Schutz der Umwelt bei. Außerdem werden so nicht nur Energiekosten eingespart, sondern auch eigene laufende Ausgaben, die sich am Ende des Monats auf Dauer bemerkbar machen. Ein weiterer, großer Vorteil der Heizleisten ist beispielsweise auch, dass sie mit verschiedenen Energiequellen betrieben und nachträglich noch eingebaut werden können.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll Ende 2018 ein einheitliches Regelwerk schaffen

Noch mehr Aufmerksamkeit erhält der Bereich der Gebäudeenergie durch ein neues Gesetzt, mit dem sich das Kabinett laut dem GIH (Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker e.V.) nach der Sommerpause beschäftigt. Eine anschließende Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes ist bis Ende des Jahres geplant. Beabsichtigt ist sowohl eine Zusammenlegung der EnEV (Energiesparverordnung), des EnEG (Energieeinsparungsgesetz) und des EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) als auch eine neue Gebäudeeffizienz-Richtlinie in Europa. Letztere beschäftigt sich mit der Einführung von Niedrigstenergie-Gebäudestandards ab dem Jahr 2019. Ziel ist eine Vereinfachung der bestehenden Regelwerke, da es in der Vergangenheit zu Problemen durch die Verordnung und die zwei Gesetze kam. Das einheitliche Gebäudeenergiegesetz (GEG) sorgt für eine gültige Regelung für Bauen und Wohnen in der Zukunft. Jegliche Änderungen seit 2016 bleiben bestehen. Neue Regelwerke zeigen sich hier vor allem für Neubauten, die dann einem einheitlichen Anforderungssystem unterliegen.

Förderprogramme für Altbausanierung nutzen

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Förderprogramme der Städte unterstützen: So klappt es mit der Altbausanierung, wenn nicht ausreichend Eigenkapital vorhanden ist. Foto: pixabay.com © Anemone123 (CC0 Creative Commons)

Nicht jeder Bauherr besitzt die finanziellen Möglichkeiten, einen Altbau aus eigenen Mitteln zu stemmen. Allerdings gibt es inzwischen öffentliche Förderprogramme, die eine Altbausanierung unterstützen. Ein Beispiel ist die Stadt Münster. Das Förderungsprojekt ist für Gebäude mit Baujahr vor 1995 gedacht. Bei Einfamilienhäusern sind bis zu 9.000 Euro Fördergelder, bei Mehrfamilienhäusern sogar bis zu 15.000 Euro möglich. Dass sich diese Förderprogramme lohnen, haben allerdings noch nicht alle Haus- und Wohnungsbesitzer erkannt, wie eine Bilanz der Stadt Münster im Jahr 2016 belegt. Damals blieben knapp 125.000 Euro vollständig ohne Nutzung. Gründe dafür sind beispielsweise, dass einige Bürger noch nicht bereit sind auf, energiesparsame Techniken umzusteigen. Dabei ist es möglich, die Investitionskosten mit dem passenden Förderprogramm gering zu halten und Unterstützung für das nachhaltige Bauen und Wohnen zu bekommen.

 

Bilder

pixabay.com © geralt (CC0 Creative Commons)

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