Fr., 09.11.2018

Wohnen Baustoff Holz: Nachhaltig und vielseitig einsatzbar

Wohnen: Baustoff Holz: Nachhaltig und vielseitig einsatzbar

Holz bleibt ein sehr beliebtes Baumaterial. Foto: Bartosz Mogiełka, Flickr

Auch wenn Beton im Jahr 2017 der führende Baustoff im Wohnungs- und Nichtwohnungsbau war: Das Naturmaterial Holz wird immer beliebter. Es hat nicht nur eine gute Ökobilanz, sondern bietet aufgrund seiner Materialeigenschaften vielfältige Gestaltungs- und Konstruktionsmöglichkeiten. Welche Vorteile Holz als Baustoff und bei der Inneneinrichtung hat, erklärt dieser Artikel.

Positive Eigenschaften von Holz

Laut einer Auswertung der Baufertigstellungen im Wohnungs- und Nichtwohnbau im Jahr 2017 durch das Statistische Bundesamt  kam im Nichtwohnbau mit 57 Prozent Stahlbeton als häufigster Baustoff zum Einsatz, während es im Wohnungsbau Ziegel mit 30 Prozent waren. Im Vergleich dazu wird Holz zwar in beiden Bereichen seltener verwendet - aber mit steigender Tendenz. Bei Wohngebäuden im Fertigteilbau ist Holz jedoch die unangefochtene Nummer Eins: Während hier Stahlbeton nur in 12 Prozent der Fälle verwendet wird, ist Holz mit 82 Prozent das am häufigsten verwendete Material. Und das hat seine Gründe.

Als nachwachsender Rohstoff wird Holz schon seit Jahrtausenden zum Bauen genutzt. Der Energieaufwand für die Bereitstellung und Aufarbeitung ist überschaubar; und wird zudem regional angebautes Holz verwendet, dann ist es als Baustoff umso nachhaltiger. Ökologisch sinnvoll ist der Einsatz von Holz zudem, weil es, nachdem es das Ende seiner Lebensdauer als Baustoff erreicht hat, weiterverwendet werden kann: zum Beispiel als Energielieferant beim Heizen oder als Einstreu für Tiere. Da Holz ein schlechter Wärmeleiter ist, isoliert es auch gut gegen Hitze und Kälte. Während  die Verarbeitung mancher Baustoffe eine bestimmte Mindesttemperatur erfordert, was gerade im Winter nicht ohne weiteres machbar ist, geht der Holzbau so schnell vonstatten, dass eine kurze Schönwetterperiode ausreicht, um das Material problemlos zu verarbeiten.

Inneneinrichtung aus Holz

Doch nicht nur beim Wohnungsbau kommt Holz zum Einsatz: Bei der Inneneinrichtung erfreut sich das Naturmaterial schon lange großer Beliebtheit und ist derzeit populärer denn je. Im Gegensatz zu Beton, Glas oder Stahl schafft Holz eine gemütliche Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Neben den klassischen Holzböden gibt es auch eine immer größere Auswahl an Möbeln aus Holz, mit denen man die Wohnung oder das Haus individuell einrichten kann. Von Regalen in verschiedenen Ausführungen über die Küche im Landhausstil bis hin zu Gebrauchsgegenständen oder Dekorationsartikeln: Aus Holz lassen sich die unterschiedlichsten Einrichtungsgegenstände fertigen.

Die Regel, dass man sich bei der Einrichtung auf eine Holzart festlegen sollte, ist längst veraltet. Mischen ist erlaubt, allerdings sollte man darauf achten, dass Farbe und Maserung der verschiedenen Holzarten zueinander passen. So lässt sich auch die alte Mahagoni-Kommode durchaus mit dem eleganten Buchenholz-Esstisch kombinieren.

Pflegetipps für Holzmöbel

Als natürliches Baumaterial ist Holz weitestgehend schadstofffrei, weshalb es in der Inneneinrichtung besonders für Allergiker gut geeignet ist. Vergessen sollte man jedoch nicht, dass auch dieses weitgehend naturbelassene Material ausreichend Pflege benötigt, damit es seine positiven Eigenschaften nicht verliert. Möbel aus Holz sollten regelmäßig mit einem feuchten Lappen abgewischt und anschließend mit einem Tuch abgetrocknet werden. Vorsicht ist jedoch bei unbehandeltem Holz geboten: Bei der feuchten Reinigung kann es Schaden nehmen, deshalb genügt hier ein trockenes Staubtuch. Ab und an sollte das Holz mit pflegendem Holzöl behandelt werden - dieses bildet ein Schutzschild und man hat lange Freude an den hochwertigen Einrichtungsgegenständen.



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