Wohnen
Holz, Laminat, Teppich: Der ideale Fußboden für Ihr Eigenheim

Vertraute Materialien, neue Formen und Farben: Die Trends für Fußböden sind alles andere als gewöhnlich. Trotzdem sind nach wie vor viele Bodenbeläge beliebt, die zu den Klassikern gehören: Holz sorgt für wohnliche Behaglichkeit, Steinfußböden und Fliesen sind nahezu unverwüstlich und Teppiche gibt es in neuen, trendigen Farben. Aber auch alte Fußböden und Fußleisten haben nicht ausgedient, hier gilt „aus alt mach neu“.

Freitag, 21.12.2018, 11:03 Uhr aktualisiert: 21.12.2018, 11:08 Uhr
Wohnen: Holz, Laminat, Teppich: Der ideale Fußboden für Ihr Eigenheim
Für den passenden Bodenbelag stehen verschiedene Materialien und Designs zur Auswahl. Foto: Fotolia, © schulzfoto

Der Holzfußboden – beliebt wie eh und je

Es gibt ihn inzwischen in den verschiedensten Variationen: Der Holzfußboden wird immer dann am liebsten gewählt, wenn es um Räume geht, in denen die Optik eine große Rolle spielt, aber auch da, wo man sich häufig aufhält:

  • Flur
  • Wohnzimmer
  • Esszimmer
  • Schlafzimmer

Oft wird ein durchgängiger Holzfußboden verlegt, der sich durch alle Räume zieht.
Holzfußböden eignen sich gut für Fußbodenheizungen. Ein wichtiger Faktor ist hier der Wärmedurchlasswiderstand des Belags, der Aufschluss darüber gibt, wie effizient die Wärme der Heizung genutzt werden kann.

Es gibt den Holzfußboden als Parkett, als Dielenboden und Holzpflaster. Bei Parkettböden unterscheidet man zwischen Fertig- und Massivholzparkett. Ersteres kann man auch gut selbst verlegen. Hier werden bei der Herstellung verschiedene Holzschichten miteinander verleimt, wobei die oberste Schicht die hochwertigste darstellt.

Massivholzparkett besteht aus kompletten Holzstücken und ist eindeutig auch die teurere Variante. Das sogenannte Fischgrätparkett, bei dem die einzelnen Holzstäbe als Zick-Zack-Muster im 90°-Winkel ähnlich wie bei Fischgräten zusammengefügt wurden, zählt hier zu den zeitlosen Klassikern. Für Heimwerker, die den Fußboden selber verlegen wollen, ist Parkett aus Massivholz eher weniger geeignet.

Anstelle von Massivholzparkett eignen sich auch Holzdielen aus Massivholz. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass hier lange Holzteile verlegt werden müssen, die aber dem Fußboden auch eine andere Optik verleihen. Schon viele Generationen zuvor wussten Dielenfußböden zu schätzen. Viele kennen noch das Knarren der Dielen, welches durch das Ausdehnen und Zusammenziehen des Holzes zu verschiedenen Jahreszeiten bei unterschiedlichen Temperaturen zustande kommt. Diesen „Retro-Charakter“ kann man heutzutage etwas reduzieren, in dem für ein stetiges Raumklima gesorgt wird.

Holzpflaster werden vertikal zueinander verlegt und bestehen aus kleinen klotzartigen Holzstücken, bei denen meist das Hirnholz sichtbar ist. Sie werden gern da genutzt, wo ein robuster Fußboden gefordert ist, also häufig im gewerblichen Bereich, aber inzwischen wissen auch Wohnungs- und Hauseigentümer die Vorzüge des Holzpflasters zu schätzen.

Für alle Holzfußböden gilt neben den optischen Eigenschaften vor allem ihre Langlebigkeit. Sie lassen sich immer wieder abschleifen und sehen so stets wieder wie neu aus.

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Holzboden hat eine warme Anmutung und sorgt für eine gemütliche Raumatmosphäre. Foto: Fotolia, © Halfpoint

Fliesen mit dem gewissen Etwas

Ein Fußboden mit Keramikfliesen findet sich häufig in Küche und Bad. Aber auch im Flur, im Wohnzimmer und Esszimmer sind Fliesen angesagt . Es kommt immer auf die Eigenschaften der Fliesen an. So gibt es z. B. für den Wohnbereich sogar Fliesen, die die Optik eines Holzfußbodens aufweisen. Im Trend sind neben dem Holz-Look auch Fliesen in Naturstein- und Betonoptik.

Fliesen in Holz-Optik sind deutlich günstiger als Echtholzböden. Dennoch können Sie mit den passenden Fliesen beispielsweise im Wohn- oder Arbeitszimmer einen Edelholz-Look wie Mahagoni oder Kirschbaum wählen.

Für einen rustikalen Einrichtungsstil eignen sich neben Fliesen im Holz-Look auch andere Desingvarianten:

  • Naturstein-Optik
  • Marmor-Design
  • Granit-Look
  • Sandstein-Oberfläche
  • Schiefer-Look 

Hier gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Auch für die Terrasse oder den Balkon eignen sich Fliesen im Naturstein-Outfit.

Eher schlicht kommen Fliesen in Betonoptik daher. Dafür passen diese aber auch fast in jeden Raum. Die schlichte Eleganz passt hervorragend in modern gestalteten Häusern und wirkt niemals langweilig. Die Fliesen, die es in verschiedenen Farbtönen gibt, passen auch sehr gut in den Außenbereich.
Für Bad, WC und Küche sind Sie ebenfalls auf der sicheren Seite, wenn Sie Holz-, Naturstein- oder Betonfliesen verwenden, sprich: Sie brauchen gar keine andere Auswahl als für andere Räume zu treffen, sofern die Fliese ins Gesamtbild der Wohnung passt.

In einem Badezimmer, das insgesamt an eine Holzoptik angelehnt ist, bietet sich die Fliese im Holz-Look geradezu an. Naturstein- und Betonoptik passen generell auch hier sehr gut zu hellen Wandfliesen, wodurch optische Akzente gesetzt werden können.

Wer in Küche und Bad lieber auf klassische Fliesengestaltung steht, wird auch hier nicht enttäuscht: Mosaikfliesen in verschiedenen Farben und Ausführungen gehören zu den Klassikern, die absolut zeitlos daherkommen. Fliesen in Marmoroptik geben dem Bad Eleganz. Eine eigene Note bekommen Küche und Bad mit farbigen Fliesen. Aber auch hier werden Fliesen in Schieferoptik und Naturstein-Dekor häufig verwendet.

Romantiker finden sicherlich Gefallen an Fliesen mit Blumendekor, und auch Naturliebhaber lieben es blumig. Für fast jedes Fliesendesign bieten sich unzählige Variationsmöglichkeiten mit Möbeln und Wandgestaltung an. Egal in welchen Räumen: Die Fußbodenheizung und Fliesen passen gut zusammen.

Manche mögen’s flauschig: Teppiche in vielen Formen und Farben

Sehr beliebt nach wie vor im Schlafzimmer, aber auch in anderen Räumen, hat der Teppichboden noch immer nicht ausgedient. Für viele gehört er zu den angenehmsten Bodenbelägen, und Heimwerker können hier wieder mitreden: Teppichboden kann auch einfach selbst verlegt werden. Ausführungen gibt es viele:

  • Teppichböden mit Naturfaser erhält man beispielsweise aus Jute.
  • Für alle, die einen Öko-Look bevorzugen, in Sisal.
  • Robust und pflegeleicht ist Bambus – für Naturverbundene.
  • Auch aus Kokosfasern werden Teppichböden gefertigt – wer’s etwas rauer mag.
  • Weniger exotisch sind Teppiche aus Wolle, die meist sehr lange halten und auch gut gereinigt werden können.

Verschiedene Herstellungsverfahren verändern den Look, je nachdem, ob Teppiche gewebt oder geknüpft, in Schlingenform, geschoren oder getuftet sind, was sich auch auf den Preis auswirkt.
Auch die Rückseite der Teppichböden lohnt sich, genauer zu betrachten. So werden Teppiche mit Latexböden, aber auch mit Jute oder einer Kunststoff- bzw. Schaumbeschichtung angeboten. Diese Eigenschaften können je nach Beschaffenheit des Bodens, auf dem der Teppich verlegt werden soll, günstig oder auch weniger optimal sein.

Die Bodenbeschaffenheit ist auch wichtig für das Verlegen des Teppichbodens. Ist der Untergrund nicht gerade, muss der Spachtel ran. Ungerade Stellen oder Löcher lassen sich mit Spachtelmasse ausgleichen, bevor der Teppichboden verlegt wird. Sofern er verklebt wird, sollte man immer im Blick haben, ob der Teppichboden irgendwann einmal wieder entfernt werden soll oder muss, z. B. in Mietwohnungen. Dementsprechend sollte man die Verklebung nur partiell, z. B. an den Rändern, und mit einem Kleber, der weniger stark haftet, ausführen.

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Teppichboden lässt sich mit etwas Geschick auch gut selbst verlegen. Foto: Fotolia, © Andrey Popov

Sockelleisten – der Übergang zwischen Boden und Wand

Passende Sockelleisten sorgen für ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Wand und Boden. Hier haben Sie die Qual der Wahl: Entweder klassisch elegant oder eher modern und schlicht. Auch verschiedene Materialien stehen zur Auswahl. Einige Hersteller haben sich auf eine breite Palette von Sockelleisten spezialisiert und bieten diese passend für nahezu jede Raumsituation und Bedürfnisse an.

  • Dazu gehören Holz-, MDF- und sogar Kunststoffleisten mit integrierten Kabelkanälen.
  • Selbstklebende Sockelleisten aus PVC, auch unter dem Begriff Weichsockelleisten bekannt, sind ebenfalls eine einfache und zweckmäßige Möglichkeit, den Abschluss zwischen Wand und Boden in Einklang zu bringen – und das sogar sehr einfach in Eigenregie.

Die Auswahl der passenden Sockelleiste und die ideale Befestigungsmöglichkeit hängt auch davon ab, welcher Fußboden verlegt werden soll und wie der Boden und die Wände beschaffen sind.

Alter Boden, neuer Glanz

Wer bereits vor Jahren einen hochwertigen Fußboden verlegt hat, denkt vielleicht darüber nach, diesen entweder zu entfernen und neuen zu verlegen oder den alten zu erneuern.

Bei Parkett und anderen Holzböden, die bereits in die Jahre gekommen sind, empfiehlt sich, diese einfach abzuschleifen. Je nachdem, ob sie wenig oder bereits stark beschädigt sind, geht das entweder sehr gut und effektiv oder man muss mit Einschränkungen leben, beispielsweise, wenn die Holzoberfläche bereits stark angegriffen ist.

Bei sehr alten Parkettböden, bei denen sich schon einzelne Teile vom Boden lösen, wird häufig davon abgeraten, hier nochmal zur Hand zu gehen, da sich später weitere Holzteile des Parkettbodens lösen können. Professionelle Parkettschleifer können in solchen Fällen am besten beurteilen, ob hier noch etwas zu retten ist. Nicht immer ist gleich ein Abschleifen nötig. Oft können kleinere Schäden wie Kratzer einfach repariert und auspoliert werden. Sind die Kratzer tiefer oder gar Löcher im Parkett, kann man diese mit Hilfe von Reparatursets beseitigen.

Bei lackierten Parkettböden ist allerdings grundsätzlich Abschleifen nötig. Anschließend wird das Parkett dann erneut lackiert und bleibt so langlebig. Sollte es gar nicht mehr lohnen, den Boden nochmal in Schuss zu bringen, kann man oft auch einfach neues Klickparkett oder Vinylboden darüberlegen. Neuere Produkte sind häufig sehr dünn, aber trotzdem robust und sogar trittschallunempfindlich.

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