Wohnen
Mietrecht: Brauche ich Unterstützung?

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Bundesweit gibt es rund 150.000 zugelassene Anwälte, die unterschiedliche Spezialisierungen besitzen. Angesichts dieser großen Auswahl ist es in unserer juristischen Not überaus schwer, den richtigen Helfer für die persönlichen Belange zu finden. Mit einer strukturierten Vorgehensweise und genauer Beobachtung lässt sich zügig der passende Anwalt finden, um herauszufinden, welche Rechte Mieter haben und wie sie durchzusetzen sind.

Mittwoch, 06.02.2019, 09:51 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 09:54 Uhr
Wohnen: Mietrecht: Brauche ich Unterstützung?
Rund ein Drtittel der Deutschen wohnt zur Miete. Foto: Colourbox.de

Mieter sind oft unsicher

Kündigung wegen Eigenbedarf , Mieterhöhung, Beteiligung an Sanierungen. Die Liste ließe sich bedenkenlos fortführen. Millionen Mieter in Deutschland fühlen sich rechtlich überfordert - und das nicht ganz zu Unrecht, sind sie doch Laien in juristischen Fragen. Niemand erwartet also, dass sich der Bundesbürger kompetent in Rechtsfragen auskennt.

Gleichzeitig stellen sich viele Mieter die Frage, was eigentlich rechtens ist und was nicht. Um am Ende nicht vor einem Scherbenhaufen zu stehen, scheuen viele die Konfrontation mit dem Eigentümer. Das muss jedoch nicht sein, bei Krankheit geht man schließlich auch bedenkenlos zum Arzt. Professionelle Unterstützung, entweder in Form einer Miet-Rechtsschutzversicherung oder einer erfahrenen Rechtsberatung kann daher viele berechtigte Interessen durchsetzen. Jenen zu finden, kann etwas Zeit brauchen, im Idealfall hat man nun aber Ansprechpartner fürs Leben. Deswegen sollte die Wahl auch gut überlegt sein.

Wie finde ich einen passenden Anwalt?

Freunde und Verwandte nach einem geeigneten Rechtsbeistand zu befragen klingt banal, macht aber durchaus Sinn. Selbst der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer plädiert für dieses Vorgehen. Wichtig ist, dass der empfohlene Anwalt auf dem jeweils gefragten Fachgebiet versiert ist. Erbrechts-Anwälte tun sich sehr wahrscheinlich auf dem Gebiet des Mietrechts schwer.

Wenn die Bekannten keinen Rat wissen, kann sowohl die nächste Rechtsanwaltskammer als auch der Deutsche Anwaltverein bei der Suche nach dem passenden Anwalt unterstützend tätig sein. In diesem Zusammenhang ist es ratsam, das Problem so detailliert wie möglich zu schildern, um einen kleinen Kreis in Frage kommender Anwälte zu erhalten.

Ein aussagekräftiges Qualitätssiegel ist der sogenannte Fachanwaltstitel . Anwälte dürften bis zu drei dieser Titel im Rahmen ihres Berufs mit sich führen. Darüber hinaus lohnt sich stets ein Blick auf die Internetseite des Anwalts. Dort finden Interessierte meist weitere Informationen, welche die Entscheidung deutlich einfacher gestalten. Hat der Anwalt beispielsweise einen Fachaufsatz für ein bestimmtes juristisches Gebiet verfasst, sprich das für ein tiefgreifendes Spezialwissen.
Unordentliche Anwälte laufen oftmals Gefahr, bestimmte Fristen nicht einzuhalten. Es lohnt sich also ein genauer Blick darauf, wie (un-)aufgeräumt das Büro des Anwalts ist. Im persönlichen Gespräch gilt es abermals, das persönliche Anliegen möglichst genau zu erläutern und gemeinsam mit dem Anwalt zu erörtern. Bevor die Vergabe des Mandats erfolgt, sollte der Kostenaufwand durch den Anwalt abgeschätzt werden. Gute Anwälte führen die Erstberatung ihrer Mandanten zum Nulltarif durch.

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