Von oben nach unten kürzen
Obstbaum im Winter schneiden: So geht's

Wenn die Bäume kein Laub tragen, erkennt man ihre Form besonders gut. Der Winter kann daher ein guter Zeitpunkt sein, um Obstbäume zu schneiden.

Mittwoch, 08.01.2020, 11:10 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 11:16 Uhr
Kleinwüchsige Sorten sollte man besser kräftiger schneiden - dabei geht man am besten von oben nach unten vor.
Kleinwüchsige Sorten sollte man besser kräftiger schneiden - dabei geht man am besten von oben nach unten vor. Foto: Britta Pedersen

Neustadt/Weinstraße (dpa/tmn) - Bei vielen Obstbäume ist ein Winterschnitt ratsam. Er fördert das Triebwachstum. Tipps der Gartenakademie Rheinland-Pfalz, wie Sie dabei am besten vorgehen:

Zunächst sollte man die Form des Obstbaumes betrachten, raten die Experten - angestrebt ist in der Regel eine gedachte Pyramide. Obstbäume brauchen auf jeden Fall einen dominanten Mitteltrieb.

Am besten geht man beim Schnitt von oben nach unten vor - also zunächst die konkurrierenden Triebe in der Spitze entfernen. Später dann Äste wegschneiden, die zu tief stehen.

Schnitt beeinflusst Fruchtgröße

Die Experten raten, besser wenige, größere Eingriffe vorzunehmen, als viele kleine Schnitte zu machen. Je stärker der Schnitt, umso besser fällt bei Obstbäumen im kommenden Jahr die Fruchtgröße aus.

Kleinwüchsige Sorten sollte man also besser kräftiger schneiden. Um möglichst viele Früchte zu bekommen, sollte der Schnitt bei großwüchsigen Fruchtsorten hingegen weniger stark ausfallen.

Bei Hochstämmen kann man mit einer Teleskopsäge oder -schere vom Boden aus arbeiten und so die Sicherheit erhöhen. Dann unbedingt an den Schutz der Augen und des Kopfes denken, raten die Experten.

Temperatur und Timing beachten

Wichtig ist nur: Es darf draußen nicht zu kalt sein, wenn Gärtner Gehölze schneiden. Denn bei stärkeren Frösten besteht die Gefahr, dass in offenen Wunden Schäden am Holz entstehen.

Generell darf man nur noch bis zum 29. Februar Bäume, Hecken und Sträucher radikal zurückschneiden oder ganz entfernen - so steht es im Bundesnaturschutzgesetz. Das Verbot, das jedes Jahr am 1. Oktober endet, soll Tiere schützen.

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