Wohnen
Wie halte ich mein Zuhause hygienisch sauber?

Nirgends kommen Menschen einander so nah wie im eigenen Zuhause. Krankheitserreger können sich im häuslichen Umfeld schnell verbreiten. Deshalb ist richtiges Putzen zu Hause wichtig. Aber es müssen nicht immer Desinfektionsmittel und keimabtötende Reinigungsmittel sein.

Samstag, 02.05.2020, 14:52 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 14:18 Uhr
Wohnen: Wie halte ich mein Zuhause hygienisch sauber?
Foto: Colourbox.de

Gründliches Putzen, richtiges Waschen und regelmäßiges Lüften garantieren, dass es sauber ist. Bei einer gründlichen Reinigung im Haushalt geht es nicht darum, dass alle Oberflächen strahlen wie auf der Kataloganzeige vom Einrichtungshaus. Wenn ein gesundes Wohnklima herrscht, reicht das.

Gründliches Putzen bedeutet Zeitaufwand - Desinfektiontücher müssen nicht sein

Die üblichen Putzmittel und einfachen Haushaltsreiniger reichen aus , um Schmutzpartikel zu lösen und mehr als 90 Prozent der Oberflächenkeime zu entfernen. Antibakterielle Reinigungsmittel und spezielle Putztücher sind nicht besser und lösen den Schmutz auch nicht schneller - sie sind meist nur kostenintensiver. Viel wichtiger ist, dass für Küche, Bad und Toilette jeweils unterschiedliche Putzlappen verwendet werden. Putzlappen, Mop und andere Putzutensilien sollten nach dem Putzen schnell trocknen, idealerweise werden sie an einem luftigen Ort gelagert. So verhindert man, dass sich Keime in feuchter Umgebung vermehren.

Keimtötende Putzmittel sind dann sinnvoll, wenn im Haushalt eine Person krank ist. Hat das Kind den Noro-Virus aus dem Kindergarten mitgebracht, sollten Toilette und Badezimmer ausnahmsweise doch mit Desinfektionsmitteln behandelt werden. Keimtötende Putzmittel können auch sinnvoll sein, wenn ältere Angehörige im Haushalt gepflegt werden oder Haustiere in einem Haushalt mit Babys oder Kleinkindern leben. Ausführliche Ratschläge gibt beispielsweise das Team Clean im Internet.

Wäsche waschen: Mehr als nur die sichtbaren Flecken entfernen

Grasflecken, Kugelschreiber, Tomatensoße und dann auch noch Blaubeersaft: Kleidung bekommt im Alltag richtig viel ab. Die sichtbaren Flecken sind aber eher ein optisches Problem: Hinsichtlich einer Belastung mit Keimen sind sie unbedenklich. Mikroorganismen siedeln eher in Spüllappen und Putztüchern, in Handtüchern, Waschlappen und Bettwäsche sowie in Unterwäsche. Bei den üblicherweise verwendeten Waschtemperaturen von 30° C oder 40° C verschwinden die Keime nicht. Die kritische Wäsche sollte daher grundsätzlich bei mindestens 60 ° C und mit einem bleichmittelhaltigen Vollwaschmittel gewaschen werden.

Das ist zumindest dann der Fall, wenn im Haushalt Kinder und Senioren leben, wenn es Haustiere gibt oder Menschen gesundheitlich angeschlagen sind. Wer seine Wäsche regelmäßig wechselt, nicht krank ist und nicht mit Kranken oder immunschwachen Personen zu tun hat, darf empfindliche Stücke wie die seidene Unterwäsche oder die Bettwäsche aus Polyester-Satin auch bei niedrigeren Temperaturen waschen. Spüllappen, Putztücher, Handtücher und Waschlappen sollten aber dennoch nur bei hohen Temperaturen durch die Waschmaschine gehen.

Für viel Frischluft sorgen

Regelmäßiges Putzen und richtiges Waschen sind wichtig , richtiges Lüften ist es ebenfalls. In geschlossenen Räumen steigt die Anzahl von Erregern in der Luft an. Beim Lüften wird das Ansteckungsrisiko gesenkt, denn mit dem Luftaustausch werden auch die Erreger nach draußen befördert. Stoßlüften ist auch während der Heizsaison sinnvoll, und zusätzlich wird das Risiko der Schimmelbildung reduziert.

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