Sonderveröffentlichung

Wohnen
So wird der Traum von der heimischen Werkstatt Wirklichkeit

Alle, die nicht an jeder Hand fünf Daumen haben und gerne Heimwerken, wünschen sich irgendwann einmal eine eigene Werkstatt. Viele fangen klein an und richten sich im Keller oder in der Garage eine kleine Bastelecke ein. Dort wird dann nach Herzenslust repariert und gebastelt, geschraubt und geleimt. Meist reicht die kleine Ecke aber nicht lange aus und es entsteht der Wunsch nach einem größeren Refugium. Dieser Wunsch wird jedoch erst erfüllt, wenn der Heimwerker tatsächlich einen Raum für sich und sein Hobby zur Verfügung hat.

Donnerstag, 03.12.2020, 03:17 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 13:22 Uhr
Wohnen: So wird der Traum von der heimischen Werkstatt Wirklichkeit
Foto: Colourbox

Was ist wichtig für die eigene Werkstatt im eigenen Keller? Wie sollte sie eingerichtet sein und welche Werkzeuge dürfen auf gar keinen Fall fehlen?

Was ist bei den Räumlichkeiten zu beachten?

Wie groß die Werkstatt letztendlich ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Zum einen spielt der finanzielle Rahmen eine wichtige Rolle, zum anderen sind die räumlichen Gegebenheiten maßgebend. Wer nur kleinere Reparaturen durchführen will, wird mit einem kleinen Raum im Keller zufrieden sein. Geht es jedoch um umfangreiche Arbeiten, beispielsweise mit Holz, dann muss der Raum größer sein, um vernünftig darin basteln und heimwerken zu können. Wird ein größerer Kellerraum oder eine Garage ausschließlich als Werkstatt genutzt, muss auch der richtige Boden verlegt werden. Riffelbleche haben sich hier bewährt, denn sie sind rutschfest, robust, stabil und lassen sich einfach sauber halten. Ideal ist hier ein individueller Blechzuschnitt für Privat und Gewerbe – präzise, schnell und günstig .

Zudem sollte der Raum große Fenster und eine breite Tür haben. Alle, die kreativ sind und Möbel selbst bauen, brauchen Licht zum Arbeiten sowie eine breite Eingangstür, um die fertigen Teile auch nach draußen transportieren zu können.

So wichtig sind Wasser- und Stromanschluss

Jede Werkstatt, ganz gleich, ob es sich dabei um die Werkstatt eines professionellen Heimwerkers oder nur um den Hobbykeller handelt, braucht sowohl Wasser als auch Strom. Besonders wichtig ist eine ausreichende Anzahl von Steckdosen. Wer sich eine Werkstatt einrichten will, sollte mit Steckdosen nicht sparsam umgeben. Sind es zu wenig, dann wird das ständige Hantieren mit der Verlängerungsschnur schnell nervig. Es macht ebenfalls keinen Spaß, ständig den Netzstecker zu tauschen, wenn eine zweite Maschine angeschlossen werden soll. Wer viel mit Holz arbeitet, sollte zudem einen Anschluss für Starkstrom haben, da einige Maschinen nur mit Starkstrom funktionieren. An der Decke wie auch über der Werkbank ist helles Licht ein Muss, denn eine schlechte Sicht erhöht das Verletzungsrisiko.

Ein Wasseranschluss und ein Waschbecken sind eine echte Erleichterung für viele Arbeiten. Passionierte Heimwerker, die einen Fahrradschlauch flicken wollen, brauchen dafür Wasser, ebenso wie derjenige, der viel mit Farben arbeitet und seine Pinsel reinigen muss. Aber nicht nur die unterschiedlichen Arbeitsgeräte müssen gereinigt werden, auch die Hände werden schmutzig. Ist der Boden mit Riffelblech ausgelegt, dann wird er einfach mit dem Wasserschlauch gereinigt und sieht wieder wie neu aus.

Welche Möbel sind in der Werkstatt unverzichtbar?

Das Herzstück jeder Werkstatt ist nach wie vor die Werkbank, die damit das wichtigste Möbelstück ist. Wie groß die Werkbank ausfällt, richtet sich nach der Größe des jeweiligen Raumes. Wer ausreichend Platz hat, kann mehrere Werkbänke an der Wand aufbauen, um unterschiedliche Arbeitsbereiche zu schaffen. Eine gute Werkbank sollte nach Möglichkeit viele Schubladen haben, um ausreichend Stauraum zu bekommen. Alle Heimwerker, die gerne und viel mit Holz arbeiten, sollten zusätzlich eine Hobelbank haben. Wichtig sind in jedem Fall Regale und Schränke, in denen das Werkzeug und alle anderen Dinge, die gebraucht werden, sicher verstaut sind. Ideal sind Hängeschränke, die auf dem Boden keinen Platz wegnehmen. Wer Zementsäcke oder schwere Werkzeugkisten sowie einen Kompressor in der Werkstatt hat, sollte sich zusätzlich ein Regal für extra schwere Lasten anschaffen. Regale sind in diesem Fall ideal, weil sie die beste Übersicht bieten.

Ein Stuhl darf natürlich auch nicht fehlen, denn langes Arbeiten im Stehen ist mühsam. Perfekt ist ein Drehstuhl, der eine bequeme Sitzgelegenheit bietet, um eine kleine Pause zu machen.

Welches Werkzeug sollte vorhanden sein?

Bei der Auswahl des Werkzeugs kommt es natürlich immer darauf an, woran in der heimischen Werkstatt schwerpunktmäßig gearbeitet wird. Es gibt aber eine Reihe von Werkzeugen, ohne die kein Heimwerker auskommt.

Dazu gehören:

  • Ein Satz Schraubenschlüssel in allen gängigen Größen, vor allem aber acht und 14 als Ring- wie auch als Maulschlüssel.
  • Inbusschlüssel, ebenfalls in den gängigen Größen.
  • Schraubendreher mit Schlitz und Kreuzschlitz in unterschiedlichen Größen.
  • Ein Stromprüfer.
  • Ein Akkuschrauber mit den bekannten Bits.
  • Verschiedene Hämmer.
  • Eine Bohrmaschine mit Schlag-Funktion.
  • Ein Cuttermesser sowie eine stabile und scharfe Schere.
  • Ein Schabe-Meißel.
  • Ein Bandmaß und ein Zollstock.
  • Eine Kneifzange.
  • Eine Handsäge und eine elektrische Säge, eventuell noch eine Säge speziell für Metall.
  • Eine Wasserwaage.
  • Ein Kabelabzieher.
  • Ein elektrisches Schleifgerät mit dem dazu passenden Schleifpapier.
  • Eine Wasserpumpenzange.
  • Ein Spachtel.
  • Schraubzwingen und ein Schraubstock.

Ferner ein paar Tücher zum Abwischen, ein Bleistift, wie ihn Tischler benutzen, Öl zum Schmieren und Fahrradflickzeug. Natürlich kann diese Liste noch nach Belieben verlängert oder verkürzt werden. Es kommt immer darauf an, welche Arbeiten in der Werkstatt hauptsächlich erledigt werden.

Die Werkstatt richtig belüften

Frische Luft muss sein, sogar in der Werkstatt eines leidenschaftlichen Heimwerkers. Besonders wichtig ist die Frischluftzufuhr besonders für alle, die schleifen, sägen, feilen, streichen und lackieren. Wer in der Garage arbeitet, sollte bei diesen Arbeiten das Tor öffnen. Im Keller ist es wichtig, das Fenster weit zu öffnen, auch im Winter. Stoßlüften ist hier eine gute Wahl. Das heißt, alle 15 Minuten das Fenster für mindestens fünf Minuten weit öffnen. Der Raum sollte jedoch nicht auskühlen, denn niemand möchte mit steif gefrorenen Fingern weiterarbeiten.

Fazit

Heimwerken ist in Deutschland sehr beliebt. Es gibt immer mehr Menschen, die kleine Reparaturen selber ausführen oder die eigene Werkstatt für ihr handwerkliches Hobby nutzen . Sicher reicht oftmals eine kleine Ecke in der Garage oder im Keller aus, aber wenn die Arbeiten umfangreicher werden, lohnt es sich, eine richtige Werkstatt einzurichten. Bei den Kosten kommt es immer auf die Innenausstattung sowie auf die verwendeten Werkzeuge an. Hierfür müssen Heimwerker im Schnitt mit Kosten zwischen 3.000 und 5.000 Euro rechnen. Diese Summe verteilt sich aber meist auf mehrere Jahre, da für die heimische Werkstatt immer mal wieder neue Werkzeuge und Geräte dazugekauft werden.

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