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Til Schweiger und Sigmar Gabriel sprechen über Fremdenhass

Berlin (dpa) - Schauspieler Til Schweiger (51) hat mit seinen jüngsten Wortmeldungen gegen Fremdenhass in Deutschland den Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel (55) auf sich aufmerksam gemacht. Gabriel griff zum Telefonhörer, um mit dem «Tatort»-Star über das Thema zu reden, wie die SPD am Donnerstag bestätigte.

Donnerstag, 30.07.2015, 16:31 Uhr aktualisiert: 30.07.2015, 16:34 Uhr
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Schauspieler Til Schweiger. Fotos: Wolfgang Kumm /Hannibal Hanschke
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Schauspieler Til Schweiger. Fotos: Wolfgang Kumm /Hannibal Hanschke Foto: Kumm Hanschke

Schweiger schrieb am Mittwochabend auf seiner Facebook-Seite, Gabriel habe sich bei ihm gemeldet und «er hat sich eine halbe Stunde an seinem Feierabend meinen Frust angehört». Den «Frust darüber, dass es in diesem Land, das noch vor nicht allzu langer Zeit selbst auf der Flucht war (...) soviel Fremdenfeindlichkeit und blanken Hass gibt.»

Gabriel wiederum postete am Donnerstag bei Facebook: «Den Zorn von Til Schweiger kann ich gut verstehen. Und es ist gut, dass er lautstark protestiert. Hoffentlich tun das noch mehr.»

Schweiger hatte sich zuletzt entsetzt über fremdenfeindliche Äußerungen auf seiner Facebook-Seite gezeigt. Am Mittwoch forderte er die Politik in der Flüchtlingsdebatte auf, sich mehr gegen Fremdenhass zu engagieren: «Frau Merkel, Herr Gabriel bitte übernehmen Sie!!!!!!»

Zum den Inhalt des Gesprächs mit dem SPD-Chef äußerte sich der Schauspieler und Produzent («Keinohrhasen») nicht näher, aber in einem Punkt seien sich beide sofort einig gewesen: «Dass die Mehrheit der Deutschen diesen Hass nicht teilt!!!!» 

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