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Peter Maffay bangt um Kirchturm in Siebenbürgen

Radeln (dpa) - Der sozial engagierte Sänger Peter Maffay macht sich Sorgen um den Turm einer Dorfkirche in Siebenbürgen. Der Kirchturm in Radeln (Roades) neben dem Haus, in dem der Musiker ein Projekt für traumatisierte Kinder betreibt, ist halb eingestürzt.

Mittwoch, 17.02.2016, 09:52 Uhr aktualisiert: 17.02.2016, 09:56 Uhr
Peter Maffay engagiert sich in Rumänien.
Peter Maffay engagiert sich in Rumänien. Foto: Ursula Düren

«Dieses tragische Vorkommnis macht deutlich, dass jetzt ohne Verzögerung etwas getan werden muss, sonst fällt der Turm demnächst ganz zusammen», sagte der aus Rumänien stammende Maffay der Deutschen Presse-Agentur. Schon seit langem habe er die Kirchenbehörden vor einem Riss in dem Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert gewarnt.

Seine Stiftung habe Jahre zuvor das Schlimmste zu verhindern versucht, indem sie das Kirchendach ausbessern ließ, damit wenigstens die Feuchtigkeit das Mauerwerk nicht weiter beschädige, sagte der 66-Jährige. «Aber das war wohl nicht ausreichend.» 

Die von den Siebenbürger Sachsen gebauten rund 150 pittoresken Kirchenburgen gehören zu den wichtigsten Kulturgütern und Touristenattraktionen Rumäniens.

Das Gotteshaus von Radeln steht auf einer Liste von 20 Wehrkirchen, die mit EU-Geldern renoviert werden sollen. Allerdings verzögert sich dieser Plan wegen der langsamen rumänischen Bürokratie, wie die im Auftrag der Kirche aktive «Leitstelle Kirchenburgen» erläuterte.

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