Glück gehabt
Rapper Marteria wäre fast Fußball-Profi geworden

Hätte er seine Karriere nicht früh beendet, würde er heute vielleicht in der Bundesliga spielen: Rapper Marteria ist aber froh, sich gegen den Fußball entschieden zu haben.

Montag, 08.05.2017, 11:12 Uhr aktualisiert: 08.05.2017, 11:18 Uhr
Rapper Marteria (Marten Laciny) 2016 in Anklam bei einem Konzert gegen Rechtsextremismus.
Rapper Marteria (Marten Laciny) 2016 in Anklam bei einem Konzert gegen Rechtsextremismus. Foto: Stefan Sauer

München (dpa) - Der Rapper Marteria (34) ist froh, dass er sich damals für die Musik und gegen eine Karriere als Fußballer entschieden hat. «Was hätte denn kommen können? Eine Meisterschaft, ein 5er-BMW – das hätte mich alles nicht befriedigt», sagte der Musiker («Lila Wolken») dem «Playboy».

Der in Rostock geborene Hip-Hopper spielte Ende der 90er in der Jugend des FC Hansa und in der U17-Nationalmannschaft, hörte dann aber auf. «Zweimal am Tag trainieren und danach in Gucci-Boutiquen oder beim Ferrari-Händler rumhängen, und das soll alles sein?»

Der Sänger, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt, will heute mit seinen Texten ein politisches Zeichen setzen und als Vorbild dienen. «Am liebsten würde ich ganz Deutschland ordentlich durchschütteln und schreien: "Hört endlich auf mit eurer Angst vor dem Fremden!" Das ist doch absurd.» Am 26. Mai erscheint das neue Marteria-Album «Roswell».

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