Flügge geworden
Promi-Geburtstag vom 15. Mai 2017: Birdy

Die junge Sängerin und Pianistin ist unter den Augen der Öffentlichkeit erwachsen geworden. Drei Alben hat Birdy bereits aufgenommen und sich dabei immer wieder neu erfunden.

Montag, 15.05.2017, 11:30 Uhr aktualisiert: 15.05.2017, 11:32 Uhr
Birdy wird 21.
Birdy wird 21. Foto: Inga Kjer

Berlin (dpa) - Das war schon ein recht kühnes Unterfangen, einen Teenager mit einem Album voller Coverversionen aus dem Indie-Bereich debütieren zu lassen. 15 war Birdy damals gerade alt - und der Coup ist geglückt.

Schnell raunte man sich «Wunderkind» zu - das war natürlich ein wenig zu hoch gegriffen, aber mit ihrer für ihr Alter ziemlich reifen Stimme und ihrem Können am Klavier war Jasmine Lucilla Elizabeth Jennifer van den Bogaerde, die alle schon immer Birdy nannten, weil sie als Kleinkind beim Füttern das Schnäbelchen weit aufriss, schon etwas ganz Besonderes.

Birdy, die heute 21 Jahre alt wird, ist in einem künstlerischen Haushalt aufgewachsen. Ihre Mutter ist Konzert-Pianist, aber Musikerin war nicht ihr eigentlicher Berufswunsch: «Ich wollte Schriftstellerin werden oder Friseurin», sagte sie im Interview mit «Best New Bands».

Eigene Songs kann sie auch schreiben: Das stellte die britische Sängerin und Pianistin mit dem Nachfolger «Fire Within» (2013) eindrucksvoll unter Beweis. Stillstand oder Wiederholung ist nichts für die junge Sängerin, die im letzten Jahr mit «Beautiful Lies» bereits ihr drittes Album veröffentlichte und wiederum einen neuen Weg einschlug.

In ihren instrumental bisher eher reduzierten Balladen-Kosmos ließ sie eine größere Üppigkeit zu - und orientierte sich dabei mit ihrem hin und wieder in höchste Höhen strebenden Gesang und einigen Japan-Anklängen eindeutig an Kate Bush, auch wenn die Schuhe noch ein bisschen zu groß sind.

«Beautiful Lies» hat Birdy ihr «Coming of Age»-Album genannt: «Ich habe in den letzten Jahren so viel gelernt und konnte nun all meine Erfahrungen - schlechte wie gute - als Inspiration nehmen, als ich dieses Album schrieb», ließ sie laut Mitteilung ihrer Plattenfirma wissen. Und dabei geht es hauptsächlich um die nicht selten tragisch verschattete Liebe...

Vor allem hat sich Birdy von Zuhause abgenabelt und das Nest verlassen. Für die Aufnahmen des dritten Albums ist sie extra nach London gezogen: «Es war ein bisschen beängstigend», sagte sie im Interview mit ihrer Plattenfirma. «Zum ersten Mal aber fühlte ich mich frei.» Aber natürlich sei sie auch immer glücklich, wenn sie nach Hause käme, betonte sie.

Besonders stark ist Birdy, wenn sie Balladen singt: «Ich habe schon immer traurige Songs geschrieben. Jedoch ist es für mich nicht traurig, wenn ich diese Lieder spiele. Es ist eher besinnlich gemeint. Es spiegelt meine Heimat wieder, inmitten einer Landschaft, die stürmisch, wild und mürrisch ist», sagte Birdy, die in Lymington, Hampshire aufgewachsen ist, im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

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