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Promi-Geburtstag vom 10. Juni 2017: Prinz Philip

Prinz Philip geht in den Ruhestand: Ab Herbst wird der Mann von Königin Elizabeth keine neuen Einladungen mehr annehmen. Heute feiert er aber erst einmal Geburtstag.

Samstag, 10.06.2017, 00:01 Uhr aktualisiert: 10.06.2017, 00:04 Uhr
Prinz Philip wird 96.
Prinz Philip wird 96. Foto: Dominic Lipinski

Berlin (dpa) - Öffentliche Auftritte der Royals gibt es in Großbritannien so gut wie täglich - sei es bei Eröffnungen, Wohltätigkeitsveranstaltungen oder Jubiläen.

Prinz Philip, Ehemann von Königin Elizabeth II. (91), hat seit der Thronbesteigung seiner Frau im Jahr 1952 allein weit über 22 000 Einzelauftritte absolviert.

Damit aber ist jetzt Schluss: Ab Herbst will der britische Prinzgemahl sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückziehen: Elefanten im Zoo mit Bananen füttern, eine neue Tribüne in einem Cricket-Club bewundern oder das damalige Präsidentenpaar Michelle und Barack Obama in einer Karosse persönlich zum Schloss Windsor kutschieren. Prinz Philip, der heute 96 Jahre alt wird, hatte viele Pflichten.

Wahrlich kein einfacher Job. Stets artig ein paar Schritte hinter der Monarchin hergehen - das ist eine Herausforderung für einen solchen Charakterkopf. Der «Mann an ihrer Seite» nimmt es mit Humor, der aber mitunter kauzig ausfällt. Mal schnauzt er Fotografen an, sie sollten endlich ihr Bild schießen. Mal fragt er einen schottischen Fahrlehrer: «Wie schaffen Sie es, die Eingeborenen lange genug vom Alkohol fernzuhalten, damit sie die Prüfung schaffen?»

Schon mit 13 Jahren hatte sich Elizabeth in ihren Prinzen verliebt. Fast 70 Jahre sind sie nun verheiratet. Öffentlich nannte die Queen ihn einmal ihren «Halt in all den Jahren». Im Jahr der Krönung seiner Frau, 1953, gab Prinz Philip seine aktive Karriere bei der Marine auf und lernte dafür das Fliegen, das zur Leidenschaft wurde.

Nicht immer fällt dem Prinzen das Leben als «Mann von» leicht. «Ich bin nur eine verdammte Amöbe», soll er einmal kräftig geschimpft haben. Viele Briten sind felsenfest davon überzeugt: Sie sitzt auf dem Thron und er ist zu Hause der Chef. Öffentlich lobt er Elizabeths «Toleranz im Überfluss». Angeblich nennt er sie zärtlich «cabbage» (Kohlkopf) und «sausage» (Würstchen) - seine Art von Humor.

Philip wurde als Sohn eines Prinzen von Griechenland und Dänemark geboren. Als er mit der Queen 2015 Deutschland besuchte, war das fast so etwas wie eine Reise in seine zweite Heimat. In seinem verzweigten Stammbaum gibt es unzählige Deutsche, er spricht gut Deutsch.

Was er wohl in Zukunft machen wird oder körperlich noch kann? Er ist ein Abenteurer mit vielen Hobbys. Er liebt neben der Fliegerei auch Polo, Segeln und Pferdekutschenrennen. Außerdem malt er und sammelt unter anderem Cartoons. Bei Umbauten auf royalen Anwesen packte er schon mal selbst gern an und baggerte zum Beispiel einen Teich aus. Eins ist klar: Langweilig wird dem Prinzgemahl nicht werden.

Und zwei große Feiern stehen in diesem Jahr noch an: Am 17. Juni wird mit der Militärparade «Trooping the Colour» groß der Geburtstag der Queen nachgefeiert. Und am 20. November steht der 70. Hochzeitstag an. Und bei der einen oder anderen Veranstaltung wird man Prinz Philip sicherlich auch noch in Zukunft sehen. Das liegt ganz in seinem Ermessen, ließ der Palast wissen.

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